{"id":421,"date":"2020-03-19T18:51:50","date_gmt":"2020-03-19T17:51:50","guid":{"rendered":"http:\/\/www.tierversuchsgegner.at\/wpibt\/?p=421"},"modified":"2020-03-19T19:05:12","modified_gmt":"2020-03-19T18:05:12","slug":"freilaufende-hunde-richtig-reagieren","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.tierversuchsgegner.at\/wpibt\/2020\/03\/19\/freilaufende-hunde-richtig-reagieren\/","title":{"rendered":"Freilaufende Hunde: Richtig reagieren"},"content":{"rendered":"<p><!--more--><\/p>\n<p>Es ist eine allt\u00e4gliche Situation &#8211; und doch kommt es oft zu Problemen, wenn man einem freilaufenden Hund begegnet. Wir haben Tipps, wie man richtig reagiert.<\/p>\n<p><strong>Grunds\u00e4tzlich gilt Leinenpflicht<\/strong><br \/>\nPrinzipiell gilt ja: Hunde m\u00fcssen \u00fcberall an der Leine gef\u00fchrt werden, in St\u00e4dten besteht zus\u00e4tzlich auch Bei\u00dfkorbpflicht. Es besteht immer eine Verwahrungspflicht f\u00fcr den Hundehalter, es d\u00fcrfte also gar keine freilaufenden Hunde geben, sollte irgendein Schaden dadurch entstehen, haftet immer der Hundehalter.<\/p>\n<p><strong>Immer nur Leine ist trostlos<br \/>\n<\/strong>Die meisten Hundebesitzer m\u00f6chten ihren Hunden jedoch etwas Freilauf g\u00f6nnen, ein Leben nur an der Leine ist doch etwas trostlos.<\/p>\n<p><strong>Differenzen vermeiden<\/strong><br \/>\nMit etwas R\u00fccksichtnahme der Hundebesitzer k\u00f6nnten viele Differenzen vermieden werden, haben doch auch Spazierg\u00e4nger, Jogger, Radfahrer oder einfach Menschen, die Angst vor Hunden haben, das Recht ohne mulmiges Gef\u00fchl &#8211; wenn ein freilaufender Hund auf sie zukommt -die Natur genie\u00dfen zu d\u00fcrfen.<\/p>\n<p>Deshalb sollte es vom Hundebesitzer schon ein Akt der H\u00f6flichkeit sein, seinen Hund zumindest am Halsband festzuhalten, wenn ihm jemand entgegenkommt.<\/p>\n<p><strong>Situation absch\u00e4tzen<\/strong><br \/>\nWas kann man nun aber tun, wenn einem tats\u00e4chlich ein freilaufender Hund entgegenkommt, der einem unheimlich ist.<\/p>\n<p>Zuerst muss man die Situation absch\u00e4tzen, ob von dem Hund tats\u00e4chlich eine Gefahr ausgeht.<\/p>\n<p><strong>Warnsignale beachten<\/strong><br \/>\nEs gibt einige Warnsignale (Drohgeb\u00e4rden): Die Nackenhaare werden aufstellt, der Hund knurrt und\/oder zieht die Lefzen hoch, er wird steif und angespannt und bewegt sich nur langsam.<\/p>\n<p>Andere Geb\u00e4rden, wie Nicht-Wedeln sind nicht so eindeutig, auch wedelnde Hunde k\u00f6nnen pl\u00f6tzlich zuschnappen.<\/p>\n<p><strong>Richtiges Verhalten<br \/>\n<\/strong>Wie verh\u00e4lt man sich nun richtig? Es kommt auch darauf an, ob man mit Hund oder ohne unterwegs ist, ob als Jogger oder mit kleinen Kindern.<\/p>\n<p><strong>Als Spazierg\u00e4nger ohne Hund<br \/>\n<\/strong>Am Besten, so tun, als ob der Hund nicht vorhanden w\u00e4re, langsam und normal weitergehen, ihn nicht ansprechen, nicht stehenbleiben, nicht angreifen. Wenn geht, nicht anstarren, da f\u00fchlen sich manche Hunde bedroht. Keinesfalls davonlaufen, das ist eine Aufforderung zum Spiel oder Kampf (der Jagdtrieb wird provoziert).<\/p>\n<p><strong>Als Spazierg\u00e4nger mit Hund<\/strong><br \/>\nBeim Zusammentreffen von ungef\u00e4hr gleich gro\u00dfen Hunden gilt: Sie machen es sich meist selbst aus. Deshalb ableinen, erst an der Leine werden die meisten Raufer stark!<\/p>\n<p>Sollte es doch zu einer Bei\u00dferei kommen, ist es tats\u00e4chlich am Besten, man ignoriert sie und entfernt sich ein St\u00fcck, nicht hingehen und sich einmischen oder schreien.<\/p>\n<p>Nur wenn ein Hund eindeutig unterlegen ist eingreifen, am Besten man packt die Raufer \u2013beide m\u00f6glichst zeitgleich -an den Hinterbeinen und zieht sie nach hinten weg.<\/p>\n<p>Keinesfalls sollte man vorne dazwischen greifen, (am Halsband zerren), man wird h\u00f6chstwahrscheinlich gebissen, sogar vom eigenen Hund, der im Kampfesrausch Freund und Feind nicht unterscheiden kann.<\/p>\n<p>Bei kleinen Hunden empfiehlt es sich diese auf den Arm zu nehmen, aber nicht erst unmittelbar vor dem anderen Hund, sondern schon l\u00e4nger vorher.<\/p>\n<p>Wenn man seinen Hund nicht ableinen kann, weil man zum Beispiel gerade in der Stadt ist, am Besten seinen Hund ganz kurz an die Leine nehmen und z\u00fcgig vorbeigehen.<\/p>\n<p><strong>Als Jogger<\/strong><br \/>\nEbenfalls normal weiterlaufen, als ob der Hund nicht vorhanden w\u00e4re. Den Hund nicht ansehen. Nur langsamer werden, wenn man angebellt wird oder der Hund anf\u00e4ngt nachzulaufen.<\/p>\n<p>Ruhig mit ihm sprechen, eventuell bekannte Kommandos versuchen wie &#8220;Sitz&#8221; oder &#8220;Nein&#8221;, dabei mit der Hand nach unten zeigen und kurz streng anschauen.<\/p>\n<p>Die Arme dabei nicht hektisch bewegen, nicht herumfuchteln, am Besten die H\u00e4nde am R\u00fccken halten oder in die Tasche stecken.<\/p>\n<p><strong>Als Radfahrer<\/strong><br \/>\nMit ausreichend Abstand nicht zu schnell vorbeifahren, den Hund nicht erschrecken und bremsbereit sein! Der Fu\u00dfg\u00e4nger hat theoretisch Vorrang (egal ob mit oder ohne Hund), also am Besten etwas abbremsen, eventuell klingeln und warten bis man vorbeigelassen wird.<\/p>\n<p>Wenn kein Besitzer in Sicht ist und man von einem Hund in irgendeiner Weise attackiert wird (er bellt oder hinschnappt), stehen bleiben -davonfahren bringt nichts, der Hund ist in jedem Fall schneller! Auf der anderen Seite absteigen, das Rad also dazwischen bringen.<\/p>\n<p>Wieder kurze Kommandos versuchen, dann etwas warten. Wenn man wieder uninteressant geworden ist, langsam weiterfahren. Wird man weiterhin fixiert, der Hund nur auf die n\u00e4chste Bewegung lauert, ist es besser auf den Besitzer zu warten.<\/p>\n<p><strong>Als Elternteil mit kleinen Kindern<\/strong><br \/>\nViele Kinder neigen dazu, fremden Hunden vorbehaltlos entgegenzutreten, sie haben keine Scheu. Manche Hunde reagieren aber auf diese pl\u00f6tzliche Ber\u00fchrung oder sogar st\u00fcrmische Begr\u00fc\u00dfung mit Ablehnung oder Angst.<\/p>\n<p><strong>Kinder sollten lernen:<\/strong><br \/>\nImmer fragen, ob man das Tier streicheln darf.<br \/>\nWenn kein Besitzer zu sehen ist, nicht hingehen<br \/>\nZuerst Hand beschn\u00fcffeln lassen, dann streicheln, nicht pl\u00f6tzlich fest anfassen.<\/p>\n<p>\u00c4ngstliche Kinder sollten lernen ruhig zu bleiben, nicht quietschen und hektisch herumrennen und sich dauernd hinter den Eltern verstecken, sondern einfach ruhig weggehen.<\/p>\n<p><strong>Stehen bleiben und ruhig sein<\/strong><br \/>\nRennende und kreischende Kinder, vor allem wenn sie hinfallen, k\u00f6nnen bei einigen Hunden ein Jagdverhalten ausl\u00f6sen. Besonders gef\u00e4hrlich ist das, wenn zwei oder mehrere Hunde als Rudel auftreten.<\/p>\n<p>Einzige M\u00f6glichkeit diese momentan schreckliche Situation zu unterbrechen, ist den Ausl\u00f6ser f\u00fcr dieses Instinktverhalten des Hundes zu eliminieren, also nicht laufen und schreien &#8211; stehen bleiben und ruhig sein. Das muss nat\u00fcrlich ge\u00fcbt werden.<\/p>\n<p><strong>Zeigen und \u00fcben<\/strong><br \/>\nAm besten sollte man seinem Kind diese Extremsituation als Notfallverhalten einmal zeigen, wenn es hinf\u00e4llt, wie es mit angewinkelten Armen, den Hals sch\u00fctzend, ruhig liegenbleibt, bis der Hund weggeht oder Hilfe kommt.<\/p>\n<p><strong>Wahllose Angriffe sind selten<\/strong><br \/>\nScharfe Hunde, die Menschen wahllos angreifen, sind \u00e4u\u00dferst selten, man kann solche Vorf\u00e4lle mit Raub\u00fcberf\u00e4llen vergleichen. Man hat nur zwei Chancen: Entweder es kommt Hilfe oder man kann fl\u00fcchten. Eventuell helfen kann bei einem Hund der einen bedroht, folgendes Verhalten:<\/p>\n<p>1. Zuerst: Stehen bleiben: Weglaufen provoziert das Beuteverhalten. Blick abwenden, wegdrehen, ruhig mit gesenkten Armen zur\u00fcckgehen.<\/p>\n<p>2. wenn das keine Wirkung, hat: gro\u00df machen, Dominanz zeigen: scharfe Kommandos rufen, die jeder Hund kennt (\u201eAus, Nein..\u201c)<\/p>\n<p>3. Dem Hund zugekehrt bleiben, nicht mit dem R\u00fccken zu ihm stehen.<\/p>\n<p>4. Distanz schaffen, mit Dingen ablenken: Handtasche, Regenschirm oder Pullover, irgendetwas zwischen sich bringen, ev. verbei\u00dft sich der Hund im schlimmsten Fall auch darin.<\/p>\n<p>5. Arme hochhalten, den Hals sch\u00fctzen, wenn er tats\u00e4chlich angreifen w\u00fcrde.<\/p>\n<p>6. So wenig wie m\u00f6glich heftige Abwehrbewegungen machen: Das klingt schrecklich, aber es erh\u00f6ht die Chancen, dass das Tier von einem abl\u00e4sst.<\/p>\n<p>S\u00e4mtliche Versuche, es durch Schmerzen (treten, auf die Nase schlagen, usw.) zum Loslassen zu bewegen, helfen nicht, im Gegenteil: Sie erh\u00f6hen seine Aggression, der Hund wird nur noch rasender, denn im Kampf sp\u00fcrt er keine Schmerzen.<\/p>\n<p><strong>Niemals Kraft untersch\u00e4tzen<br \/>\n<\/strong>Niemals sollte man die Kraft und die Gefahr, die von einem mit so scharfen Z\u00e4hnen ausgestatteten Tieres ausgeht untersch\u00e4tzen.<\/p>\n<p>Vor allem ist es die Aufgabe des Tierbesitzers hier Vorsorge zu treffen (Hundeschule, sich informieren,..) und bei einem eventuell zweifelhaften Verhalten ein Leben an einer zehn Meter langen Laufleine vorziehen beziehungsweise ihn nur im Garten freilaufen lassen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Aufrufe: 115<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Aufrufe: 115<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_lmt_disableupdate":"no","_lmt_disable":"","footnotes":""},"categories":[37],"tags":[],"modified_by":"ibtadmin","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.tierversuchsgegner.at\/wpibt\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/421"}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.tierversuchsgegner.at\/wpibt\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.tierversuchsgegner.at\/wpibt\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.tierversuchsgegner.at\/wpibt\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.tierversuchsgegner.at\/wpibt\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=421"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/www.tierversuchsgegner.at\/wpibt\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/421\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":434,"href":"https:\/\/www.tierversuchsgegner.at\/wpibt\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/421\/revisions\/434"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.tierversuchsgegner.at\/wpibt\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=421"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.tierversuchsgegner.at\/wpibt\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=421"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.tierversuchsgegner.at\/wpibt\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=421"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}