{"id":464,"date":"2020-03-19T20:06:40","date_gmt":"2020-03-19T19:06:40","guid":{"rendered":"http:\/\/www.tierversuchsgegner.at\/wpibt\/?p=464"},"modified":"2020-03-19T20:06:40","modified_gmt":"2020-03-19T19:06:40","slug":"schweden-was-hunde-wirklich-wollen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.tierversuchsgegner.at\/wpibt\/2020\/03\/19\/schweden-was-hunde-wirklich-wollen\/","title":{"rendered":"Schweden: Was Hunde wirklich wollen &#8230;"},"content":{"rendered":"<p><!--more--><\/p>\n<p>Neue schwedische Tierschutzregeln fordern \u201esozialen Kontakt\u201c f\u00fcr Haustiere. Damit steigt der Stress f\u00fcr Hundehalter und Katzenbesitzer.<\/p>\n<p>Kopenhagen\/Stockholm \u2013 F\u00fcr schwedische Haustierhalter wird die Mittagspause k\u00fcnftig zum Stress. Gem\u00fctlich lunchen in der nahen Salatbar? Das war mal. Jetzt hei\u00dft es heim rasen und mit Mieze schmusen. Die Katze hat Anspruch auf \u201esozialen Kontakt\u201c, auch untertags. Und wenn Frauchens B\u00fcroweg zu weit ist, gibt sie ihren Pudel besser tags\u00fcber in die Hundepension. Ein Hund muss alle sechs Stunden zum \u00c4u\u00dferln gef\u00fchrt werden.<\/p>\n<p>So wollen es die neuen Tierschutzregeln des schwedischen Landwirtschaftsamts. Ein langer Tag am Arbeitsplatz und dann erst heim zu Flocki, der sehns\u00fcchtig in der Wohnung harrt \u2013 das empfindet k\u00fcnftig nicht nur der Vierbeiner als Tierqu\u00e4lerei.<\/p>\n<p>Alle sechs Stunden an die Luft<\/p>\n<p>Schweden achtet auf eine vorbildliche Tierhaltung: Dort werden K\u00fche noch auf die Weide geschickt, dort haben H\u00fchner noch Platz, dort sollen Pferde, weil sie Gesellschaft lieben, nicht mehr einsam im Stall stehen m\u00fcssen. Jetzt hat das Regelwerk auch Hunde und Katzen unter die Fittiche genommen. \u201eKein Tier soll mehr als acht Stunden alleine sein\u201c, sagt Cheryl Jones Fur, die Haustierexpertin der Agrarbeh\u00f6rde und erwartet viel Verst\u00e4ndnis von den Besitzern: \u201eDie meisten wollen ja, dass es ihrem Sch\u00fctzling gut geht, und die neuen Regeln sollen Verhaltensst\u00f6rungen vorbeugen.\u201c<\/p>\n<p>Dazu geh\u00f6rt das Verbot, Hunde in der Wohnung anzubinden oder au\u00dfer Hauses permanent anzuketten, was auch in \u00d6sterreich verboten ist. K\u00e4fige sind nur w\u00e4hrend des Transports oder bei Ausstellungen erlaubt. Hunde, die sich meist drinnen aufhalten, m\u00fcssen tags\u00fcber alle sechs Stunden Auslauf bekommen, Welpen und Alttiere \u00f6fter. Und auch Hunde mit Garten brauchen regelm\u00e4\u00dfig Luftver\u00e4nderung und sollen mit Husse, wie Herrchen auf Schwedisch hei\u00dft, auf Wanderschaft.<\/p>\n<p>Auch f\u00fcr Katzen gilt: Mindestens zweimal t\u00e4glich brauchen sie sozialen Umgang mit anderen Lebewesen. Wer Mieze in der Wohnung h\u00e4lt, muss ihr dort Gelegenheit bieten, zu klettern, sich zu verstecken und die Krallen zu sch\u00e4rfen. Auch Katzen, die ins Freie streunen d\u00fcrften, reicht eine Futterschale und eine Klappe, um ins Haus zu k\u00f6nnen, nicht. Zumindest zweimal t\u00e4glich ist Kraulen und Schnurren angesagt.<\/p>\n<p><strong>Teure Tierpensionen<\/strong><\/p>\n<p>W\u00e4hrend die Besitzer der in Schweden schon weit verbreiteten Hundekrippen die neuen Regeln ganz vorz\u00fcglich finden und mit neuer Kundschaft rechnen, sto\u00dfen auch Blitzumfragen unter Tierhaltern auf viel Zustimmung. \u201eWer in der Stadt ein Haustier haben will, muss sich auch darum k\u00fcmmern\u201c, lautet der Tenor. Zu viel der M\u00fche? \u201eDaran muss man denken, ehe man einen Hund anschafft.\u201c Nur die Kosten in den Hundepensionen machen so manchem Probleme. Ein Platz kostet schnell einmal 300 Euro im Monat.<\/p>\n<p>Wer die Regeln missachtet, riskiert den Besuch des Tierschutzinspektors. Der kann zwar keine Strafen verh\u00e4ngen, aber in krassen F\u00e4llen die Zwangsentfernung des misshandelten Tieres verf\u00fcgen. Bei schweren Sch\u00e4digungen gibt es eine Anzeige, daf\u00fcr sieht das Gesetz auch Freiheitsstrafen vor.<\/p>\n<p>(Von unserem Korrespondenten Hannes Gamillscheg, \u201eDie Presse\u201c, 01.04.2008)<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Aufrufe: 113<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Aufrufe: 113<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_lmt_disableupdate":"","_lmt_disable":"","footnotes":""},"categories":[37],"tags":[],"modified_by":"ibtadmin","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.tierversuchsgegner.at\/wpibt\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/464"}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.tierversuchsgegner.at\/wpibt\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.tierversuchsgegner.at\/wpibt\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.tierversuchsgegner.at\/wpibt\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.tierversuchsgegner.at\/wpibt\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=464"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/www.tierversuchsgegner.at\/wpibt\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/464\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":465,"href":"https:\/\/www.tierversuchsgegner.at\/wpibt\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/464\/revisions\/465"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.tierversuchsgegner.at\/wpibt\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=464"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.tierversuchsgegner.at\/wpibt\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=464"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.tierversuchsgegner.at\/wpibt\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=464"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}