{"id":743,"date":"2017-10-13T10:30:00","date_gmt":"2017-10-13T08:30:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.tierversuchsgegner.at\/wpibt\/2017\/10\/13\/bittere-bilanz-anzahl-der-versuchstiere-nimmt-zu-gesetzesauftrag-zur-reduzierung-von-tierversuchen-wird-voellig-ignoriert\/"},"modified":"2017-10-13T10:30:00","modified_gmt":"2017-10-13T08:30:00","slug":"bittere-bilanz-anzahl-der-versuchstiere-nimmt-zu-gesetzesauftrag-zur-reduzierung-von-tierversuchen-wird-voellig-ignoriert","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.tierversuchsgegner.at\/wpibt\/2017\/10\/13\/bittere-bilanz-anzahl-der-versuchstiere-nimmt-zu-gesetzesauftrag-zur-reduzierung-von-tierversuchen-wird-voellig-ignoriert\/","title":{"rendered":"Bittere Bilanz: Anzahl der Versuchstiere nimmt zu. Gesetzesauftrag zur Reduzierung von Tierversuchen wird v\u00f6llig ignoriert."},"content":{"rendered":"<p>Presseinformation<\/p>\n<p>Die Anzahl der Versuchstiere ist in \u00d6sterreich abermals gestiegen. Dies ist der j\u00fcngst erschienenen Tierversuchsstatistik zu entnehmen. Demnach wurden im Jahre 2016 an 236.459 Tieren Experimente und Tests durchgef\u00fchrt, die f\u00fcr die Tiere mit Schmerzen, Leiden, \u00c4ngsten oder dauerhaften Sch\u00e4den verbunden waren und f\u00fcr die meisten Tiere schlie\u00dflich t\u00f6dlich endeten.<br \/>Dieses Ergebnis stellt gegen\u00fcber dem Jahr 2015 eine Erh\u00f6hung um 9.142 Tiere bzw. 4 % dar. Schon zuvor war eine 8,7 %ige Steigerung zu beklagen.<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p>Trotz eindeutiger Intention des Gesetzgebers, Tierversuche zu reduzieren, steigt in \u00d6sterreich seit 17 Jahren die Anzahl der Versuchstiere: \u201eEs ist ganz offensichtlich, dass der von der Politik, Wissenschaft und Forschung vor Jahrzehnten eingeschlagene Weg der 3 Rs (replace, reduce, refine) eine totale Sackgasse ist. Bei dem 1959 von den Wissenschaftlern Russell und Burch vorgestellten Konzept steht \u201ereplace\u201c f\u00fcr den Ersatz von Tierversuchen, \u201ereduce\u201c f\u00fcr die Verminderung der Anzahl der Versuchstiere und \u201erefine\u201c f\u00fcr die Verminderung der Belastung der Versuchstiere. Das Reduce- und das Refine-Prinzip kann gar nicht effizient wirksam werden, weil es lediglich auf die ethische Selbstverantwortung der tierexperimentell t\u00e4tigen Wissenschaftler setzt, die gewiss nicht jenen Ast abs\u00e4gen werden, auf dem sie selbst sitzen \u2013 wie die stetig steigenden Versuchstierzahlen beweisen\u201c, erl\u00e4utert Gerda Matias, Pr\u00e4sidentin des \u201eInternationalen Bundes der Tierversuchsgegner\u201c (IBT) den ungebremsten Anstieg der Tierversuche.<\/p>\n<p>Zu ihrer Einsch\u00e4tzung passt auch der Befund, dass die meisten Versuchstiere, n\u00e4mlich 43,8 %, in der tiergest\u00fctzten Grundlagenforschung eingesetzt wurden, wo es um reines Erkenntnisinteresse ohne jede Praxisrelevanz geht.<br \/>F\u00fcr die translationale und angewandte Forschung, wo es um gezieltere Grundlagenforschung, n\u00fctzliche Ergebnisse und praktische Anwendungen geht, wurden 31,4 % der Tiere verwendet.<br \/>Zu regulatorischen Zwecken wie die Zulassung von Arzneimitteln wurden 15,3 % Tiere eingesetzt. Dabei mussten 13.157 Kaninchen noch immer unn\u00f6tig leiden und sterben, obwohl es f\u00fcr den Pyrogentest (Pr\u00fcfung von injizierbaren Arzneimitteln auf fieberausl\u00f6sende Stoffe), dem sie unterzogen wurden, eine vollwertige Ersatzmethode gibt, die von der EU validiert und schon 2010 ins Europ\u00e4ische Arzneibuch aufgenommen wurde.<\/p>\n<p>\u201eDiese Vorgangsweise ist zugleich ein Beispiel daf\u00fcr, dass selbst das Replace-Prinzip auf wackeligen Beinen steht und unwirksam bleibt, solange etwa der ersetzte Tierversuch nicht ausdr\u00fccklich gesetzlich verboten wird\u201c, so Gerda Matias weiter.<\/p>\n<p>Die TierversuchsgegnerInnen wollen raus aus der Sackgasse des immer mehr Tiere verschlingenden Tierversuchssystems und fordern die Hinwendung zu einer zukunftsorientierten, innovationsfreudigen, ethisch vertretbaren Wissenschaft und Forschung, die nicht auf millionenfachem Tierleid fu\u00dft. Zu diesem Zwecke haben sie eine parlamentarische B\u00fcrgerinitiative gestartet, die \u00fcber die Website <a href=\"index.php\/-meldungen-tierversuche-184\/2055-mach-mit-jetzt-parlamentarische.html\" target=\"_self\" rel=\"noopener noreferrer\">www.tierversuchsgegner.at<\/a> abrufbar ist und von wahlberechtigten \u00f6sterreichischen Staatsb\u00fcrgerInnen unterst\u00fctzt werden kann.<\/p>\n<p>Eine detaillierte Analyse der Tierversuchsstatistik 2016 befindet sich unter \u201eTierversuche-Statistik-\u00d6sterreich\u201c auf der Website<a href=\"index.php\/statistik-tierversuche-194\/terreich-tierversuche-196\/2065-tierversuchsstatistik-fuer-das-jahr-2016.html\" target=\"_self\" rel=\"noopener noreferrer\"> www.tierversuchsgegner.at<\/a>.<\/p>\n<p><strong>R\u00fcckfragehinweis:<\/strong> Gerda Matias, Pr\u00e4sidentin des IBT, Mobil: 0676\/600 30 47<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p>Aufrufe: 119<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Presseinformation Die Anzahl der Versuchstiere ist in \u00d6sterreich abermals gestiegen. 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