{"id":747,"date":"2017-05-24T13:53:00","date_gmt":"2017-05-24T11:53:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.tierversuchsgegner.at\/wpibt\/2017\/05\/24\/studie-heilsversprechungen-der-tierexperimentellen-forschung-119-versprechungen-aus-drei-jahrzehnten-beleuchtet\/"},"modified":"2017-05-24T13:53:00","modified_gmt":"2017-05-24T11:53:00","slug":"studie-heilsversprechungen-der-tierexperimentellen-forschung-119-versprechungen-aus-drei-jahrzehnten-beleuchtet","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.tierversuchsgegner.at\/wpibt\/2017\/05\/24\/studie-heilsversprechungen-der-tierexperimentellen-forschung-119-versprechungen-aus-drei-jahrzehnten-beleuchtet\/","title":{"rendered":"Studie: Heilsversprechungen der tierexperimentellen Forschung. 119 Versprechungen aus drei Jahrzehnten beleuchtet"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\">Aids ist seit 1983 besiegt, Krebs seit 1990 und seit 2005 k\u00f6nnen routinem\u00e4\u00dfig Schweineherzen auf Menschen transplantiert werden \u2013 so zumindest die auf Tierversuchen basierenden Prognosen mancher Forscher. Wenn eine neue Behandlungsmethode im Tierversuch funktioniert, wird dies oft \u00fcbertrieben positiv in der \u00d6ffentlichkeit dargestellt, doch tats\u00e4chlich bleibt die effektive Therapie f\u00fcr kranke Menschen aus. Eine heute ver\u00f6ffentlichte Untersuchung des bundesweiten Vereins \u00c4rzte gegen Tierversuche wertet Medienartikel aus drei Jahrzehnten aus und geht der Frage der Ursache f\u00fcr die falschen Prognosen nach.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\" \/>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p>\u201eErstmals Affen von Diabetes geheilt! Neue Hoffnung f\u00fcr Aids-Patienten! Durchbruch bei Parkinson-Forschung! Im Tierversuch erfolgreich getestet! Querschnittsgel\u00e4hmte Ratten laufen wieder! Blinde M\u00e4use wurden sehend!\u201c lauten einige typische Hoffnung sch\u00fcrende Schlagzeilen. Eine aktuelle Auswertung von 119 solcher Heilsversprechungen aus 110 Medienberichten aus drei Jahrzehnten des Vereins \u00c4rzte gegen Tierversuche zeigt, dass Verhei\u00dfungen dieser Art in der Presse Gang und G\u00e4be sind. Dabei werden Heilsversprechungen nicht erst durch die Medien aufgebauscht, sondern sie finden sich gro\u00dfenteils bereits in der akademischen Pressemitteilung, d.h. gehen auf die Forscher selbst zur\u00fcck. Dass die Mittel und Methoden beim Menschen dann doch nicht wirken, ist jedoch keine Erw\u00e4hnung mehr wert.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der Auswertung zufolge ist die Xenotransplantationsforschung ein Zweig, der besonders zu \u00fcbertriebenen Aussichten neigt. Dabei sollen Schweine als Ersatzteillager f\u00fcr defekte Organe von Menschen dienen. Erste Versprechungen, Schweineherzen und -lebern auf Patienten zu verpflanzen, aus dem Jahr 1987 visieren 2005 als Umsetzung an. \u201eDoch auch heute \u2013 nach 30 Jahren Erfolglosigkeit \u2013 werden an der LMU M\u00fcnchen noch immer Schweineherzen auf Paviane transplantiert. Die Primaten sterben alle innerhalb weniger Minuten oder Tage an der Absto\u00dfungsreaktion\u201c, wei\u00df Dr. med. vet. Corina Gericke, Autorin der Studie.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der \u00c4rzteverein sieht die Ursache, weshalb die Prognosen nicht eintreten, in der Verschiedenheit zwischen Tier und Mensch sowie dem Einsatz von \u201eTiermodellen\u201c, bei denen versucht wird, Symptome menschlicher Erkrankungen nachzuahmen. So werden Alzheimer und Krebs bei M\u00e4usen durch Genmanipulation ausgel\u00f6st, ein Schlaganfall wird durch Verstopfen einer Hirnarterie bei Ratten simuliert und Parkinson durch Injektion eines Nervengifts in das Gehirn von Ratten. M\u00e4use gelten als \u201edepressiv\u201c, wenn sie in einem Wasserbeh\u00e4lter aufh\u00f6ren zu schwimmen oder nicht hochspringen, wenn das Bodengitter unter Strom gesetzt wird. Nach Aussage des \u00c4rztevereins sind solche k\u00fcnstlich bei Tieren ausgel\u00f6sten Symptome nicht vergleichbar mit den komplexen Krankheitsvorg\u00e4ngen beim Menschen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u201eDie Heilsversprechungen in den Medien sind f\u00fcr die tierexperimentell t\u00e4tigen Forscher n\u00f6tig, zum einen, um die Akzeptanz ihrer Tierforschungen in der \u00d6ffentlichkeit zu erh\u00f6hen. Zum anderen sorgen die vermeintlichen &#8220;Erfolgsmeldungen&#8221; f\u00fcr eine Weiterfinanzierung, denn man steht ja kurz vor dem Durchbruch und braucht Geld, um ihn zu erreichen\u201c, erkl\u00e4rt Tier\u00e4rztin Gericke. \u201eErschreckend daran ist vor allem, dass in den K\u00f6pfen der Menschen so f\u00e4lschlicherweise haften bleibt, dass Tierversuche f\u00fcr den Durchbruch bei der Bek\u00e4mpfung unserer Krankheiten notwendig seien. Dabei ist das Gegenteil der Fall.\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der Verein fordert eine Abkehr vom Tierversuch nicht nur aus Tierschutzgr\u00fcnden, sondern auch, um Patienten vor falschen Hoffnungen zu bewahren und um durch Umwidmung von Forschungsgeldern zugunsten einer auf den Menschen ausgerichteten medizinischen Forschung zu wirklichen Fortschritten bei der Behandlung und Heilung menschlicher Krankheiten zu kommen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"images\/stories\/tierversuche\/tv_pdfs\/heilsversprechungen.pdf\" target=\"_self\" rel=\"noopener noreferrer\">Studie \u201eHeilsversprechungen der tierexperimentellen Forschung\u201c ist hier abrufbar.<\/a><\/p>\n<p>Aufrufe: 102<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Aids ist seit 1983 besiegt, Krebs seit 1990 und seit 2005 k\u00f6nnen routinem\u00e4\u00dfig Schweineherzen auf Menschen transplantiert werden \u2013 so zumindest die auf Tierversuchen basierenden Prognosen mancher Forscher. Wenn eine neue Behandlungsmethode im Tierversuch funktioniert, wird dies oft \u00fcbertrieben positiv in der <\/p>\n<p><a class=\"read-more\" href=\"https:\/\/www.tierversuchsgegner.at\/wpibt\/2017\/05\/24\/studie-heilsversprechungen-der-tierexperimentellen-forschung-119-versprechungen-aus-drei-jahrzehnten-beleuchtet\/\">weiterlesen<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_lmt_disableupdate":"","_lmt_disable":"","footnotes":""},"categories":[38,39],"tags":[],"modified_by":null,"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.tierversuchsgegner.at\/wpibt\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/747"}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.tierversuchsgegner.at\/wpibt\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.tierversuchsgegner.at\/wpibt\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.tierversuchsgegner.at\/wpibt\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.tierversuchsgegner.at\/wpibt\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=747"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.tierversuchsgegner.at\/wpibt\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/747\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.tierversuchsgegner.at\/wpibt\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=747"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.tierversuchsgegner.at\/wpibt\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=747"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.tierversuchsgegner.at\/wpibt\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=747"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}