{"id":779,"date":"2011-11-23T08:34:00","date_gmt":"2011-11-23T07:34:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.tierversuchsgegner.at\/wpibt\/2011\/11\/23\/oesterreich-tierversuche-gesunken-trotzdem-kein-grund-zur-freude\/"},"modified":"2011-11-23T08:34:00","modified_gmt":"2011-11-23T07:34:00","slug":"oesterreich-tierversuche-gesunken-trotzdem-kein-grund-zur-freude","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.tierversuchsgegner.at\/wpibt\/2011\/11\/23\/oesterreich-tierversuche-gesunken-trotzdem-kein-grund-zur-freude\/","title":{"rendered":"\u00d6sterreich: Tierversuche gesunken \u2013 trotzdem kein Grund zur Freude"},"content":{"rendered":"<p>Der j\u00fcngst publizierten <a href=\"images\/stories\/tierversuche\/tv_pdfs\/stat2010-min.pdf\" target=\"_self\" rel=\"noopener noreferrer\">amtlichen Tierversuchsstatistik<\/a> ist zu entnehmen, dass die Anzahl der Tiere, die im Jahre 2010 in \u00f6sterreichischen Labors f\u00fcr Experimente und Tests ihr Leben lassen mussten, gegen\u00fcber dem Vergleichsjahr 2009 um fast 10 Prozent gesunken ist.<\/p>\n<p>Im Jahr 2010 wurden an 187.236 lebenden Wirbeltieren experimentelle Eingriffe vorgenommen, die f\u00fcr diese Tiere mit Angst, Schmerzen, Leiden oder dauerhaften Sch\u00e4den verbundenen waren und bei den meisten davon auch zum Tod f\u00fchrten. 320 Tiere wurden erneut f\u00fcr Versuche eingesetzt.<\/p>\n<\/p>\n<p>Gerda Matias, Pr\u00e4sidentin des Internationalen Bundes der Tierversuchsgegner (IBT): \u201eTrotz der geringeren Anzahl an verwendeten Versuchstieren im Jahr 2010 kann ich keinen wirklichen Fortschritt in Richtung einer deutlichen Reduzierung der Tierversuche erkennen, solange nicht einmal jene Werte unterschritten werden, die wir schon vor rund zehn, elf Jahren zu verzeichnen hatten, als das Limit bei 130.00 bis 160.000 Labortiere im Jahr lag.\u201c<\/p>\n<p>Bei der Verwendung der Tierarten lassen sich gegen\u00fcber dem Vergleichsjahr 2009 kaum Verschiebungen ausmachen. Auch im Jahre 2010 nehmen die M\u00e4use als die am h\u00e4ufigsten verwendeten Versuchstiere mit 148.567 die traurige Spitzenstellung ein. Ihnen folgen mit gro\u00dfem Abstand die Kaninchen mit 16.584 und die Ratten mit 9.281 Tieren.<br \/>Weiters wurden in absteigender Reihenfolge verwendet: Meerschweinchen, Schweine, Fische, \u201eAndere V\u00f6gel\u201c, Hamster, Rinder, Schafe, Amphibien, Hunde, Pferde, Esel und Kreuzungen, Katzen, Ziegen, Marder und \u201eAndere Nager\u201c.<\/p>\n<p>Die TierversuchsgegnerInnen beanstanden, dass nur ein Drittel der Tiere aus \u00f6sterreichischen registrierten Zuchteinrichtungen stammt. Der Gro\u00dfteil kommt \u201eaus anderen Quellen innerhalb der EU\u201c, die nicht von den \u00f6sterreichischen Beh\u00f6rden kontrolliert werden k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>F\u00fcr die TierversuchsgegnerInnen ist es weiters nicht einzusehen, dass einzig die Tierversuche im Bereich der Grundlagenforschung, wo weder aufgrund gesetzlicher Vorschriften, noch zweckgebunden und zielorientiert geforscht und getestet wird, gestiegen sind. In allen anderen Bereichen konnten Tiere eingespart werden: etwa bei der Herstellung, Qualit\u00e4tskontrolle, Forschung und Entwicklung von Produkten und Ger\u00e4ten der Human-. Zahn- und Veterin\u00e4rmedizin.<br \/>Insgesamt hat sich auch die Anzahl der verwendeten Tiere bei Versuchen im Zusammenhang mit Krankheiten von Mensch und Tier \u2013 um fast 6 Prozent \u2013 verringert.<\/p>\n<p>Die TierversuchsgegnerInnen fordern, dass der gesetzlichen Zielvorgabe aus dem Jahre 1990, \u00a7 1 Tierversuchsgesetz entsprechend, \u201edie Zahl der Tierversuche zu reduzieren und Ersatzmethoden zu f\u00f6rdern\u201c, endlich effizient Rechnung getragen werde. Die Forschung, Entwicklung und rasche Anerkennung von Ersatzmethoden sei voranzutreiben. F\u00fcr die TierversuchsgegnerInnen ist die direkte und indirekte Finanzierung von Tierversuchsprojekten mit \u00f6ffentlichen Geldern ein Skandal, da diese gewiss nicht dem Willen der Bev\u00f6lkerungsmehrheit entspreche.<\/p>\n<p>Im Zeitalter modernster Technologien ist es l\u00e4ngst \u00fcberf\u00e4llig, der v\u00f6llig veralteten, weil wissenschaftlichen Kriterien nicht standhaltenden Tierversuchsmethode, die dar\u00fcber hinaus \u00fcberaus grausam ist, weil f\u00fchlende Lebewesen, isoliert in einem sterilen Labor, unter Leiden und Schmerzen zu Test- und Messger\u00e4ten degradiert und zum Tode verurteilt werden, eine deutliche Absage zu erteilen.<\/p>\n<p>Siehe dazu auch <a href=\"index.php\/tierversuche\/statistik\/oesterreich\/1628-tierversuchsstatistik-fuer-das-jahr-2010-eine-analyse\" target=\"_self\" rel=\"noopener noreferrer\">Tierversuchsstatistik f\u00fcr das Jahr 2010 &#8211; eine Analyse<\/a><\/p>\n<p>R\u00fcckfragehinweis:<br \/>Mag.a Romana Rathmanner<br \/>Internationaler Bund der Tierversuchsgegner (IBT)<br \/>Tel.: +43\/1\/713 08 23-11, Fax: +43\/1\/713 08 23-10<br \/>E-Mail: <a href=\"mailto:tierversuchsgegner@chello.at\">tierversuchsgegner@chello.at<\/a><\/p>\n<p>Aufrufe: 118<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der j\u00fcngst publizierten amtlichen Tierversuchsstatistik ist zu entnehmen, dass die Anzahl der Tiere, die im Jahre 2010 in \u00f6sterreichischen Labors f\u00fcr Experimente und Tests ihr Leben lassen mussten, gegen\u00fcber dem Vergleichsjahr 2009 um fast 10 Prozent gesunken ist. 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