{"id":794,"date":"2010-04-28T11:05:00","date_gmt":"2010-04-28T09:05:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.tierversuchsgegner.at\/wpibt\/2010\/04\/28\/offener-brief-an-das-wissenschaftsministerium\/"},"modified":"2020-03-24T12:09:19","modified_gmt":"2020-03-24T11:09:19","slug":"offener-brief-an-das-wissenschaftsministerium","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.tierversuchsgegner.at\/wpibt\/2010\/04\/28\/offener-brief-an-das-wissenschaftsministerium\/","title":{"rendered":"Offener Brief an das Wissenschaftsministerium"},"content":{"rendered":"<p><strong>Anmerkung:<\/strong> Die erfolgte Antwort finden Sie am \u00a0Ende des Artikels<\/p>\n<p>Wien (OTS) &#8211; Sehr geehrter Herr Ministerialrat Haslinger,<\/p>\n<p>der weltweite mediale Aufschrei hat gezeigt, wie unsensibel hier<br \/>vorgegangen wurde. W\u00e4re die auf das Paradigma des Tierversuchs<br \/>gest\u00fctzte Grundlagenforschung &#8211; die in der Regel in Labors hinter<br \/>verschlossenen T\u00fcren stattfindet &#8211; nicht schon so weit von der<br \/>Werthaltung der interessierten \u00d6ffentlichkeit entfernt, dann h\u00e4tten<br \/>die involvierten Personen vorweg gewusst, welche Lawine der Emp\u00f6rung<br \/>sie lostreten w\u00fcrden.<\/p>\n<p>Freilich ist es (leider) so, dass t\u00e4glich tausende Schweine unter<br \/>wahrlich auch schlimmen Umst\u00e4nden get\u00f6tet werden; dennoch: Die<br \/>Geschichte von dem abgebrochenen Lawinen-Experiment ist eine andere<br \/>und soll ein Happy End haben: Es gibt verbindliche Zusagen, die<br \/>Schweine auf einen Gnadenhof zu bringen und gerade ihnen, die f\u00fcr den<br \/>Tod durch Ersticken oder Erfrieren bestimmt waren, die Chance zu<br \/>geben, viel, viel sp\u00e4ter an Altersschw\u00e4che zu sterben und bis dahin<br \/>fr\u00f6hlich und artgerecht zu leben.<\/p>\n<p>JETZT erwartet die (sehr, sehr gro\u00dfe) interessierte \u00d6ffentlichkeit,<br \/>dass gerade diese Tiere nicht aus Bestemm und Justament zur<br \/>Schlachtbank gezerrt werden. Dem Vernehmen nach ist dieser Schritt<br \/>bei den Verantwortlichen noch fraglich; der Schaden f\u00fcr den Tourismus<br \/>und f\u00fcr das Ansehen der Forschung w\u00e4re enorm, wenn jetzt ohne Not die<br \/>T\u00f6tung der soeben (fast) geretteten Tiere erzwungen wird!<\/p>\n<p>DAHER meine Bitte und mein Appell:<br \/>Lassen Sie nicht zu, dass dem Image der Wissenschaft weiterer Schaden<br \/>zugef\u00fcgt wird, indem die AkteurInnen den Weg f\u00fcr ein Happy End im<br \/>konkreten Fall versperren!<\/p>\n<p>S\u00e4mtliche Kosten der Abholung, des Transports und der Unterbringung<br \/>der Tiere werden von Tiersch\u00fctzerInnen getragen; auch die<br \/>Verk\u00e4uferInnen erhalten den Preis.<\/p>\n<p>Eine Nicht-Annahme dieses Angebotes w\u00e4re nicht nur unverst\u00e4ndlich und<br \/>w\u00fcrde wieder zu massiven Protesten f\u00fchren, sondern sie w\u00e4re unter<br \/>Bedachtnahme auf das BUNDESTIERSCHUTZGESETZ, das grundlose T\u00f6tungen<br \/>verbietet, auch RECHTLICH PROBLEMATISCH.<\/p>\n<p>Pro futuro sollten wir in der Kommission gem\u00e4\u00df \u00a713<br \/>Tierversuchsgesetz, der ich &#8211; wie Sie wissen &#8211; seit 1990 angeh\u00f6re,<br \/>nicht nur abstrakt \u00fcber Versuchsmethoden, Validit\u00e4t von<br \/>Tierversuchen, Alternativen usw. diskutieren, sondern an Hand<br \/>konkreter Antr\u00e4ge auch Fragen der gesellschaftlichen Akzeptanz<br \/>er\u00f6rtern.<\/p>\n<p>DAHER nochmals mein dringendes Ersuchen: Werden Sie aktiv, dass DIESE<br \/>Tiere frei gegeben werden, setzen sie sich sofort mit den<br \/>Verantwortlichen in Verbindung und verhindern Sie, dass die<br \/>&#8220;Lawinen-Schweine&#8221; grundlos sterben m\u00fcssen.<\/p>\n<p>Dr. Madeleine Petrovic<br \/>Klubobfrau der Gr\u00fcnen in N\u00d6 und Mitglied der Kommission gem\u00e4\u00df \u00a7 13<br \/>Tierversuchsgesetz<\/p>\n<p><strong>R\u00fcckfragehinweis:<br \/><\/strong>Die Gr\u00fcnen<br \/>Tel.: +43-1 40110-6697<br \/><a href=\"mailto:presse@gruene.at\">presse@gruene.at<\/a> <\/p>\n<p>Am 18.01.10 16:46 schrieb &#8220;Haslinger Alois&#8221; unter < <a href=\"mailto:Alois.Haslinger@bmwf.gv.at\">Alois.Haslinger@bmwf.gv.at<\/a> >:<\/p>\n<p>Sehr geehrte Frau LAbg. MMag. Dr. Petrovic !<\/p>\n<p>Ich darf den Erhalt Ihres offenen Briefes vom 18.1.2010 an das<br \/>Wissenschaftsministerium betreffend die &#8220;Lawinenschweine&#8221; best\u00e4tigen und<br \/>Ihnen dazu mitteilen, dass die Tiere nach Auskunft des Rektors der<br \/>Medizinischen Universit\u00e4t Innsbruck bereits einem Landwirten zur<br \/>artgerechten Haltung \u00fcbergeben wurden.<\/p>\n<p>Mit freundlichen Gr\u00fcssen,<br \/>MR Dr. Alois Haslinger<br \/>Ref. II\/10b,<br \/>Bundesministerium f. Wissenschaft und Forschung<\/p>\n<p>Von: &#8220;Madeleine Petrovic&#8221; <<a href=\"mailto:madeleine.petrovic@gruene.at\">madeleine.petrovic@gruene.at<\/a>><br \/>An: &#8220;Haslinger Alois&#8221; <<a href=\"mailto:Alois.Haslinger@bmwf.gv.at\">Alois.Haslinger@bmwf.gv.at<\/a>><br \/>Gesendet: Montag, 18. Januar 2010 19:21:35 GMT +01:00<br \/>Amsterdam\/Berlin\/Bern\/Rom\/Stockholm\/Wien<br \/>Betreff: Re: &#8220;Lawinenschweine&#8221;<\/p>\n<p>Sehr geehrter Herr Ministerialrat,<\/p>\n<p>DANKE f\u00fcr Ihre Antwort; ich hoffe, dass die Tiere von den Landwirten an die<br \/>involvierten Tierschutzeinrichtungen \u00fcbergeben werden!<br \/>Gleichzeitig rege ich an, im Rahmen der n\u00e4chsten \u00a713-Sitzung eine Nachlese<br \/>durchzuf\u00fchren, damit in Zukunft auch die soziale Akzeptanz der<br \/>Grundlagen-Forschung in die Arbeit der Kommission einbezogen werden kann.<\/p>\n<p>Mit freundlichen Gr\u00fc\u00dfen<br \/>Madeleine Petrovic<\/p>\n<p>Siehe auch unter <a href=\"index.php\/tierversuche\/info\/1552-grausame-lawinen-experimente-mit-schweinen\" target=\"_self\" rel=\"noopener noreferrer\">Grausame Lawinen-Experimente mit Schweinen<\/a><\/p>\n<p>Aufrufe: 202<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Anmerkung: Die erfolgte Antwort finden Sie am \u00a0Ende des Artikels Wien (OTS) &#8211; Sehr geehrter Herr Ministerialrat Haslinger, der weltweite mediale Aufschrei hat gezeigt, wie unsensibel hiervorgegangen wurde. 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