{"id":799,"date":"2009-09-14T15:42:00","date_gmt":"2009-09-14T13:42:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.tierversuchsgegner.at\/wpibt\/2009\/09\/14\/ausschreibung-preis-fierversuchsfreie-forschung\/"},"modified":"2009-09-14T15:42:00","modified_gmt":"2009-09-14T13:42:00","slug":"ausschreibung-preis-fierversuchsfreie-forschung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.tierversuchsgegner.at\/wpibt\/2009\/09\/14\/ausschreibung-preis-fierversuchsfreie-forschung\/","title":{"rendered":"Ausschreibung: Preis f\u00fcr tierversuchsfreie Forschung"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.tierversuchsgegner.at\/wpibt\/images\/stories\/tierversuche\/Fotos\/logo-mit-text-second-jpg.jpg\" alt=\"IBT-Logo-jpg\" title=\"IBT-Logo\" hspace=\"10\" width=\"130\" height=\"98\" align=\"left\" \/>Anl&auml;sslich seines 40j&auml;hrigen Bestehens stiftet der Internationale Bund der Tierversuchsgegner (IBT) einen Preis f&uuml;r tierversuchsfreie Forschung. Er wird an ForscherInnen vergeben, die mit ihrer Arbeit dazu beitragen, Tierversuche zu ersetzen.<br \/>&#8220;Damit wollen wir jene ForscherInnen unterst&uuml;tzen, die bestrebt sind, wissenschaftliche Forschung mit modernen zukunftsorientierten Methoden und Verfahren, die ohne jegliches Tierleid auskommen, zu betreiben, erkl&auml;rt Gerda Matias, Pr&auml;sidentin des IBT.<\/p>\n<p>Bei den Forschungsarbeiten kann es sich um solche im Planungs- bzw. Antragsstadium, laufende oder schon abgeschlossene Projekte handeln. Der Preis ist mit Euro 7.000,&#8211; dotiert. &Uuml;ber die Vergabe des Preises entscheidet ein wissenschaftliches Gremium.<br \/>Bewerbungen um den Preis f&uuml;r tierversuchsfreie Forschung m&uuml;ssen bis sp&auml;testens 6. Oktober 2008 beim Internationalen Bund der Tierversuchsgegner, Radetzkystra&szlig;e 21, 1030 Wien, eingereicht sein.<br \/>Die Einreichungsunterlagen sollen einen Lebenslauf (wissenschaftliche Laufbahn und Publikationen) enthalten und eine ausf&uuml;hrliche Beschreibung des Projektes mit dem Arbeitsziel und ggf. inwieweit dieses erreicht werden konnte.<br \/>Die Preisverleihung findet im M&auml;rz 2009 statt. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.<\/p>\n<p><strong>40 Jahre IBT<\/strong><\/p>\n<p>Der Internationale Bund der Tierversuchsgegner wurde im Jahr 1968 als gemeinn&uuml;tziger Verein gegr&uuml;ndet und setzt sich aus ethischen, wissenschaftlichen, medizinischen sowie konsumentenpolitischen Gr&uuml;nden f&uuml;r die endg&uuml;ltige Abschaffung aller Tierversuche ein. Die Arbeit wird ohne jegliche &ouml;ffentliche Unterst&uuml;tzung ausschlie&szlig;lich aus privaten Spenden finanziert.<\/p>\n<p>Auch wenn die Abschaffung aller Tierversuche noch weit entfernt ist &ndash; nicht, weil dies nicht machbar w&auml;re, sondern weil der politische Wille und die politische Durchsetzungskraft fehlt -, hat der IBT mit seinen unabl&auml;ssigen Interventionen wesentlich zur legistischen Besserstellung der Labortiere beigetragen und etliche Verbote von Tierversuchen erwirkt.<br \/>Allein aufgrund der jahrelangen Forderungen der Tiersch&uuml;tzerInnen wurde im Jahre 1990 ein bundesweit geltendes Tierversuchsgesetz installiert, womit wenigstens eine legistische Grundlage f&uuml;r die Durchf&uuml;hrung von Tierversuchen an lebenden Tieren geschaffen wurde. Als oberstes Ziel wurde &ndash; im Sinne der TierversuchsgegnerInnen &#8211; die Reduzierung von Tierversuchen und die F&ouml;rderung von Ersatzmethoden festgelegt. Nur durch z&auml;hes Ringen konnte erreicht werden, dass die Tierversuchskommissionen auch mit ExpertInnen aus dem Tierschutzbereich besetzt werden.<\/p>\n<p>Indem der IBT immer wieder auf den besonders auch in Fachkreisen umstrittenen und ber&uuml;chtigten, weil sehr grausamen LD-50-Toxizit&auml;tstest, bei dem die Tiere systematisch vergiftet werden, hingewiesen hat, wurde dieser 1993 in &Ouml;sterreich per Verordnung verboten (Beim LD-50-Test wird mehreren Gruppen von Tieren eine Testsubstanz in verschiedenen Verd&uuml;nnungen verabreicht und jene Dosis ermittelt, nach deren einmaliger Verabreichung 50 Prozent der so &#8220;behandelten&#8221; Versuchstiere innerhalb eines bestimmten Zeitraums elendiglich zugrunde gehen).<\/p>\n<p>Im Jahre 1999 konnte f&uuml;r &Ouml;sterreich ein Verbot von Tierversuchen f&uuml;r Kosmetika erwirkt werden. Dem folgten Verordnungsbestimmungen zur Haltung und Unterbringung und zur statistischen Erfassung von Versuchstieren.<br \/>Ohne studienrechtliche Nachteile bef&uuml;rchten zu m&uuml;ssen, k&ouml;nnen StudentInnen in &Ouml;sterreich Tierversuche ablehnen, wenn sie diese nicht mit ihrem Gewissen und ihrer ethischen Einstellung vereinbaren k&ouml;nnen.<br \/>Zuletzt trat ein Verbot von Tierversuchen an den&nbsp;Menschenaffen in Kraft, zu dem die vom IBT initiierte &#8220;Parlamentarische B&uuml;rgerinitiative&#8221; ma&szlig;geblich beigetragen hat.<\/p>\n<p>Aber auch auf europ&auml;ischer Ebene setzt sich der IBT unerm&uuml;dlich f&uuml;r die Versuchstiere ein. Die bestimmenden Themen in den vergangenen Jahren waren die Tierversuche f&uuml;r Kosmetika und jene aufgrund der Chemikalien-Neuregelung REACH.<br \/>W&auml;hrend wenigstens eine schrittweise Umsetzung eines EU-weiten Verbotes von Tierversuchen f&uuml;r Kosmetika erreicht werden konnte, ist REACH noch lange nicht ausgestanden, auch wenn das schlimmste Szenario, ein Mehrverbrauch von 45 Millionen Versuchstieren f&uuml;r die Testung von Chemikalien, durch das Engagement der europ&auml;ischen TierversuchsgegnerInnen abgewendet werden konnte.<\/p>\n<p>Als weitere gro&szlig;e Herausforderung betrachtet der IBT die l&auml;ngst &uuml;berf&auml;llige &Uuml;berarbeitung der EU-Tierversuchsrichtlinie, wobei die EU-Kommission gefordert ist, endlich einen Entwurf dazu vorzulegen. Damit ist die Hoffnung und Chance verbunden, EU-weit gesetzliche Verbesserungen zu erwirken, indem etwa Experimente an Primaten und Eingriffe, die f&uuml;r die Tiere sehr belastend sind, verboten werden. Auch der zwingende Einsatz von schon vorhandenen und amtlich anerkannten Alternativmethoden zu den Tierversuchen w&auml;re ein Gebot der Stunde.<\/p>\n<p><strong>R&uuml;ckfragehinweis:<br \/><\/strong>Mag. Romana Rathmanner<br \/>Internationaler Bund der Tierversuchsgegner (IBT)<br \/>Tel.: +43\/1\/713 08 23-11, Fax: +43\/1\/713 08 23-10<br \/>E-Mail: <a href=\"mailto:tierversuchsgegner@chello.at\">tierversuchsgegner@chello.at<\/a><\/p>\n<p>Aufrufe: 72<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Anl&auml;sslich seines 40j&auml;hrigen Bestehens stiftet der Internationale Bund der Tierversuchsgegner (IBT) einen Preis f&uuml;r tierversuchsfreie Forschung. 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