{"id":802,"date":"2009-05-06T12:57:00","date_gmt":"2009-05-06T10:57:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.tierversuchsgegner.at\/wpibt\/2009\/05\/06\/eu-weites-verkaufsverbot-von-tierversuchsgetesteten-kosmetika\/"},"modified":"2009-05-06T12:57:00","modified_gmt":"2009-05-06T10:57:00","slug":"eu-weites-verkaufsverbot-von-tierversuchsgetesteten-kosmetika","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.tierversuchsgegner.at\/wpibt\/2009\/05\/06\/eu-weites-verkaufsverbot-von-tierversuchsgetesteten-kosmetika\/","title":{"rendered":"EU-weites Verkaufsverbot von tierversuchsgetesteten Kosmetika"},"content":{"rendered":"<p>EU-weites Verkaufsverbot von tierversuchsgetesteten Kosmetika.<br \/>Dennoch leiden Tiere weiter f&uuml;r menschliche Sch&ouml;nheit<\/p>\n<p>Am 11. M&auml;rz 2009 tritt EU-weit das Verkaufsverbot f&uuml;r jene Kosmetika in Kraft, die in Tierversuchen getestet wurden. Zudem d&uuml;rfen bei der Pr&uuml;fung der Kosmetik-Inhaltsstoffe keine Tierversuche mehr durchgef&uuml;hrt werden. F&uuml;r das kosmetische Endprodukt sind schon seit 2004 keine Tierversuche mehr erlaubt.<\/p>\n<p>Diese erfreuliche \u00c4nderung bedeutet aber leider noch lange nicht das endg\u00fcltige Aus der Tierversuche f\u00fcr Kosmetika: Denn drei Tests sind von diesen \u00c4nderungen ausgenommen und k\u00f6nnen vorerst bis zum Jahr 2013 weiter an Tieren durchgef\u00fchrt werden. Diese Frist kann, falls bis 2013 keine Ersatzmethoden entwickelt und anerkannt werden, immer wieder weiter bis zum sprichw\u00f6rtlichen Sankt Nimmerleinstag verschoben werden.<\/p>\n<p>\u201eDiese Ausnahme bedeutet, dass unz\u00e4hlige Tiere weiterhin f\u00fcr die menschliche Sch\u00f6nheit leiden und sterben m\u00fcssen. Als VerbraucherInnen k\u00f6nnen wir uns beim Kauf von Kosmetika nach wie vor nicht restlos darauf verlassen, ein Produkt zu kaufen, das g\u00e4nzlich ohne Tierleid entwickelt und hergestellt worden ist\u201c, kritisiert Gerda Matias, Pr\u00e4sidentin des Internationalen Bundes der Tierversuchsgegner (IBT).<\/p>\n<p>Dank der langj\u00e4hrigen Forderungen der TierversuchsgegnerInnen nach einem v\u00f6lligen Verbot der qualvollen Tierversuche f\u00fcr Kosmetika, wurde im Jahr 2003 endlich mit der 7. \u00c4nderung der Kosmetikrichtlinie zumindest ein stufenweiser Ausstieg aus den Tierversuchen f\u00fcr Kosmetika beschlossen. Das nun in Kraft getretene Verkaufsverbot von tiergetesteten Kosmetika stellt sicher die wichtigste Z\u00e4sur dar, weil die Hersteller damit vor die Entscheidung gestellt werden, tierversuchsfreie Ersatzmethoden anzuwenden, erforderlichenfalls auch zu entwickeln oder andernfalls ihr Produkt vom Markt zu nehmen. Da das Verkaufsverbot auch f\u00fcr Kosmetika aus Drittl\u00e4ndern gilt, kann dieses auch bei den Kosmetika importierenden L\u00e4ndern einen Innovationsschub bei der Anwendung von tierversuchsfreien Methoden bewirken. <\/p>\n<p>Diese positiven Effekte des Verkaufsverbotes werden allerdings durch eine heftig umstrittene Ausnahmeregelung konterkariert, die besagt, dass erstens der Toxizit\u00e4tstest bei wiederholter Verabreichung (1), zweitens der Reproduktionstoxizit\u00e4ts- (2) und drittens der Toxikokinetiktest (3) weiter an Tieren vorgenommen werden k\u00f6nnen. F\u00fcr diese drei Tierversuchsverfahren ist kein Ende absehbar, wie dem j\u00fcngsten Kosmetik-Bericht der EU-Kommission zu entnehmen ist. Denn mangels Ersatzmethoden gibt die Kommission schon jetzt klein bei und peilt eine Verschiebung des 2013-Termines an.<\/p>\n<p>Diese Mentalit\u00e4t, die H\u00e4nde in den Schoss zu legen und den Status quo zu akzeptieren, befremdet um so mehr, als die Kommission selbst jene Institution ist, die f\u00fcr die Entwicklung, Validierung und rechtliche Anerkennung alternativer Versuchsmethoden verantwortlich zeichnet. Seit 2003 h\u00e4tte sie zahlreiche Aktivit\u00e4ten setzen und f\u00f6rdern k\u00f6nnen und hat dar\u00fcber hinaus bis 2013 ausreichend Zeit, die Entwicklung der erforderlichen Ersatzmethoden zu forcieren.<\/p>\n<p>F\u00fcr Gerda Matias ist offensichtlich, dass es am erforderlichen politischen Willen fehlt, endlich den notwendigen Schlusspunkt f\u00fcr die grausamen Tierversuche zu setzen. Schlie\u00dflich \u201eist es nicht glaubw\u00fcrdig, dass sich bei ehrlicher Anstrengung und mit ausreichenden finanziellen Mitteln keine Alternativen ergeben. F\u00fcr uns TierversuchsgegnerInnen sind die jahrelangen Vers\u00e4umnisse der EU-Kommission unverzeihlich, weil diese f\u00fcr Abertausende Versuchstiere den Tod bedeuten, obwohl dieser mit etwas mehr Tatkraft, Engagement und Zielstrebigkeit sehr leicht zu verhindern ist.\u201c<\/p>\n<p>(1) Dabei werden die Folgen der Langzeitverabreichung einer Substanz eingesch\u00e4tzt.<br \/>(2) Dabei wird die Auswirkung einer Substanz auf die Fortpflanzungsf\u00e4higkeit und die Nachkommen untersucht.<br \/>(3) Dabei wird die Aufnahme, Verteilung und Ausscheidung einer Substanz analysiert.<\/p>\n<p><strong>R\u00fcckfragehinweis:<br \/><\/strong>Mag. Romana Rathmanner<br \/>Internationaler Bund der Tierversuchsgegner (IBT)<br \/>Tel.: +43\/1\/713 08 23-11, Fax: +43\/1\/713 08 23-10<br \/>E-Mail: <a href=\"mailto:tierversuchsgegner@chello.at\">tierversuchsgegner@chello.at<\/a><\/p>\n<p>Siehe auch unter <a href=\"index.php\/tierversuche\/info\/1030-tierversuche-in-der-kosmetikindustrie\" target=\"_self\" rel=\"noopener noreferrer\">Tierversuche in der Kosmetikindustrie<\/a><\/p>\n<p>Aufrufe: 66<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>EU-weites Verkaufsverbot von tierversuchsgetesteten Kosmetika.Dennoch leiden Tiere weiter f&uuml;r menschliche Sch&ouml;nheit Am 11. M&auml;rz 2009 tritt EU-weit das Verkaufsverbot f&uuml;r jene Kosmetika in Kraft, die in Tierversuchen getestet wurden. Zudem d&uuml;rfen bei der Pr&uuml;fung der Kosmetik-Inhaltsstoffe keine Tierversuche mehr durchgef&uuml;hrt werden. F&uuml;r <\/p>\n<p><a class=\"read-more\" href=\"https:\/\/www.tierversuchsgegner.at\/wpibt\/2009\/05\/06\/eu-weites-verkaufsverbot-von-tierversuchsgetesteten-kosmetika\/\">weiterlesen<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_lmt_disableupdate":"","_lmt_disable":"","footnotes":""},"categories":[38,39],"tags":[],"modified_by":null,"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.tierversuchsgegner.at\/wpibt\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/802"}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.tierversuchsgegner.at\/wpibt\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.tierversuchsgegner.at\/wpibt\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.tierversuchsgegner.at\/wpibt\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.tierversuchsgegner.at\/wpibt\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=802"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.tierversuchsgegner.at\/wpibt\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/802\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.tierversuchsgegner.at\/wpibt\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=802"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.tierversuchsgegner.at\/wpibt\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=802"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.tierversuchsgegner.at\/wpibt\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=802"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}