{"id":803,"date":"2009-02-11T15:35:00","date_gmt":"2009-02-11T14:35:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.tierversuchsgegner.at\/wpibt\/2009\/02\/11\/unrealistische-heilsversprechen-gentech-wunderpflanzen\/"},"modified":"2009-02-11T15:35:00","modified_gmt":"2009-02-11T14:35:00","slug":"unrealistische-heilsversprechen-gentech-wunderpflanzen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.tierversuchsgegner.at\/wpibt\/2009\/02\/11\/unrealistische-heilsversprechen-gentech-wunderpflanzen\/","title":{"rendered":"Unrealistische Heilsversprechen \u00fcber Gentech-Wunderpflanzen"},"content":{"rendered":"<p>Die Ank&uuml;ndigungen der Gentechnik-Konzerne Monsanto, BASF, Syngenta, Bayer, Dow und DuPont-Pioneer, schon bald k&ouml;nne mit gentechnisch ver&auml;nderten Nutzpflanzen der Welthunger bek&auml;mpft, die Energieversorgung gesichert oder dem Klimawandel begegnet werden, halten nach Analysen des <a href=\"http:\/\/www.bund.net\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Bund f&uuml;r Umwelt und Naturschutz Deutschland<\/a> (BUND) einer &Uuml;berpr&uuml;fung nicht Stand. Eine von der Publizistin Ute Sprenger f&uuml;r den BUND erstellte <a href=\"images\/stories\/tierversuche\/tv_pdfs\/gentechnikstudie-heilsversprechen.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Studie mit dem Titel &#8220;Die Heilsversprechen der Gentechnikindustrie &#8211; ein Realit&auml;ts-Check&#8221;<\/a> erbrachte das Ergebnis, dass Gentech-Pflanzen mit den genannten Eigenschaften in absehbarer Zeit nicht zur Marktreife kommen werden. F&uuml;r die Studie ausgewertet wurden die Forschungsvorhaben dieser sechs gr&ouml;&szlig;ten Gentechnik-Unternehmen weltweit, ihre Investorenberichte sowie Daten &uuml;ber bereits stattfindende bzw. geplante Freisetzungen von gentechnisch ver&auml;nderten Organismen.<\/p>\n<p>&#8220;Im ernstzunehmenden Stadium der Entwicklung befinden sich vor allem Gentech-Pflanzen mit den Eigenschaften Herbizid- bzw. Insektizidresistenz. Das sind die altbekannten Forschungen, bei denen es den Unternehmen am Ende darum geht, mehr Spritzmittel zu verkaufen als bisher&#8221;, sagte der BUND-Vorsitzende Hubert Weiger in Berlin bei Vorstellung der Studie. Zwar werde auch an Pflanzen geforscht, die Trockenheit besser ertr&uuml;gen und einen h&ouml;heren Ertrag aufwiesen, dies jedoch nicht mit hoher Priorit&auml;t und entgegen den Verlautbarungen aus der Industrie mit unklarem Zeitrahmen und ungewissem Erfolg. <\/p>\n<p>Alle genannten Gentechnik-Konzerne erwirtschafteten den L&ouml;wenanteil ihres Umsatzes mit chemischen Spritzmitteln. Ihr vorrangiges Interesse sei, herbizidresistente Pflanzen und dazugeh&ouml;rige Spritzmittel in Kombination zu verkaufen. Das gelte auch f&uuml;r die seit 1996 genutzte Roundup-Ready-Sojabohne von Monsanto, der bisher einzigen kommerziell genutzten Gensoja-Sorte. Vergleichbare Sorten wie LibertyLink-Soja, Dicamba-Soja, 2,4-D-Soja, Imidazolinon-Soja und vermutlich auch &#8220;Super-Sojabohnen&#8221;, die gegen s&auml;mtliche g&auml;ngigen Herbizide resistent sein sollen, w&uuml;rden andere Hersteller in K&uuml;rze auf den Markt bringen. In allen F&auml;llen w&uuml;rden die Soja-Sorten gemeinsam mit dem jeweils dazugeh&ouml;rigen Herbizid verkauft.<\/p>\n<p>&#8220;Wenn all diese Gentech-Sorten auf die &Auml;cker kommen, f&uuml;hrt das zwingend zur weiteren chemischen Aufr&uuml;stung der Landwirtschaft&#8221;, sagte Heike Moldenhauer, Gentechnikexpertin beim BUND. &#8220;Die Wunderpflanzen, die die PR-Abteilungen der Unternehmen den Menschen versprechen, haben wenig oder nichts mit jenen Pflanzen zu tun, an denen ihre Forscher arbeiten. W&auml;hrend die Firmen in den Medien eine gewaltige PR-Blase aus Heilsversprechen aufbauen, entwickeln sie im Hintergrund Pflanzen, die ihr Kerngesch&auml;ft, den Absatz von Agrochemikalien, absichern sollen&#8221;, so Moldenhauer.<\/p>\n<p>Mit Vehemenz und viel Geld werde seitens der Unternehmen um Akzeptanz f&uuml;r eine Technologie geworben, der eine Mehrheit ablehnend gegen&uuml;berstehe. Unverantwortlich sei auch, wenn Teile der FDP und der Union die wolkigen Versprechungen der Gentechnikfirmen f&uuml;r bare M&uuml;nze nehmen und ungepr&uuml;ft verbreiten w&uuml;rden. Der BUND forderte vom Bundestag die Einrichtung einer Datenbank beim B&uuml;ro f&uuml;r Technikfolgenabsch&auml;tzung, in der die Ank&uuml;ndigungen der Unternehmen mit den tats&auml;chlichen Ergebnissen verglichen werden k&ouml;nnten. Den W&uuml;nschen der Gentech-Unternehmen nach Grenzwerten f&uuml;r die gentechnische Verunreinigung von Saatgut oder f&uuml;r in der EU nicht zugelassene Gentech-Organismen d&uuml;rfe nicht entsprochen werden. Nach den alarmierenden Tierversuchen zu gesundheitlichen Beeintr&auml;chtigungen durch Genmais m&uuml;sse au&szlig;erdem dessen Zulassung sofort aufgehoben werden. <\/p>\n<p><strong>Pressekontakt:<br \/><\/strong>Heike Moldenhauer, BUND-Gentechnikexpertin, Tel. 0049\/30\/275 86-456 bzw.<br \/>R&uuml;diger Rosenthal, BUND-Pressestelle, Tel. 0049\/30\/275 86-425\/-489, Fax: -440, E-Mail: <a href=\"mailto:presse@bund.net\">presse@bund.net<\/a><\/p>\n<p>Siehe auch <a href=\"http:\/\/www.foodwatch.de\/kampagnen__themen\/gentechnik\/golden_rice\/index_ger.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">&#8220;Vitamin-A-Reis: Fragw&uuml;rdige Versprechen der Gentechnikindustrie&#8221;<\/a><\/p>\n<p>Aufrufe: 63<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Ank&uuml;ndigungen der Gentechnik-Konzerne Monsanto, BASF, Syngenta, Bayer, Dow und DuPont-Pioneer, schon bald k&ouml;nne mit gentechnisch ver&auml;nderten Nutzpflanzen der Welthunger bek&auml;mpft, die Energieversorgung gesichert oder dem Klimawandel begegnet werden, halten nach Analysen des Bund f&uuml;r Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) einer &Uuml;berpr&uuml;fung <\/p>\n<p><a class=\"read-more\" href=\"https:\/\/www.tierversuchsgegner.at\/wpibt\/2009\/02\/11\/unrealistische-heilsversprechen-gentech-wunderpflanzen\/\">weiterlesen<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_lmt_disableupdate":"","_lmt_disable":"","footnotes":""},"categories":[38,39],"tags":[],"modified_by":null,"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.tierversuchsgegner.at\/wpibt\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/803"}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.tierversuchsgegner.at\/wpibt\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.tierversuchsgegner.at\/wpibt\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.tierversuchsgegner.at\/wpibt\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.tierversuchsgegner.at\/wpibt\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=803"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.tierversuchsgegner.at\/wpibt\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/803\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.tierversuchsgegner.at\/wpibt\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=803"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.tierversuchsgegner.at\/wpibt\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=803"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.tierversuchsgegner.at\/wpibt\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=803"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}