{"id":810,"date":"2008-08-13T14:30:00","date_gmt":"2008-08-13T12:30:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.tierversuchsgegner.at\/wpibt\/2008\/08\/13\/hoffnung-auf-verbot-von-tierversuchen-an-menschenaffen\/"},"modified":"2008-08-13T14:30:00","modified_gmt":"2008-08-13T12:30:00","slug":"hoffnung-auf-verbot-von-tierversuchen-an-menschenaffen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.tierversuchsgegner.at\/wpibt\/2008\/08\/13\/hoffnung-auf-verbot-von-tierversuchen-an-menschenaffen\/","title":{"rendered":"Hoffnung auf Verbot von Tierversuchen an Menschenaffen"},"content":{"rendered":"<p>Der &#8220;Internationale Bund der Tierversuchsgegner&#8221; (IBT) hat heute Mittwoch die sehr erfolgreiche <a href=\"http:\/\/www.parlinkom.gv.at\/portal\/page?_pageid=908,644130&#038;_dad=portal&#038;_schema=PORTAL\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">parlamentarische B\u00fcrgerinitiative<\/a> f\u00fcr ein Verbot von Tierversuchen an den\u00a0Menschenaffen (Schimpansen, Gorillas, Orang-Utans und Bonobos) im Parlament eingereicht. <\/p>\n<p>Gerda Matias, Pr\u00e4sidentin des IBT, betonte, dass bei der Bev\u00f6lkerung das angestrebte Verbot von Tierversuchen an den Menschenaffen ein sehr positives Echo gefunden hat: Statt der erforderlichen 500 Unterst\u00fctzungserkl\u00e4rungen konnten <a href=\"images\/stories\/tierversuche\/tv_pdfs\/bi-menschenaffen.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">6.040 Unterschriften beigebracht werden<\/a>.<\/p>\n<p>Nationalratspr\u00e4sident Univ.-Prof. Dr. Andreas Khol nahm die Unterst\u00fctzungserkl\u00e4rungen pers\u00f6nlich entgegen und wird die parlamentarische B\u00fcrgerinitiative zus\u00e4tzlich an alle Fraktionen weiterleiten, weil er bei diesem Thema auf den Konsens aller Parteien hofft.<\/p>\n<p>Auch aufgrund der deutlichen Unterst\u00fctzung aus der Bev\u00f6lkerung erwarten sich die TierversuchsgegnerInnen, dass der &#8220;Ausschuss f\u00fcr Petitionen und B\u00fcrgerinitiativen&#8221; das Anliegen dem &#8220;Ausschuss f\u00fcr Wissenschaft und Forschung&#8221; zuweisen wird, der die M\u00f6glichkeit wahrnehmen kann, direkt gesetzgeberische Ma\u00dfnahmen \u2013 eben das erforderliche Verbot der Tierversuche an den Gro\u00dfen Menschenaffen \u2013 in die Wege zu leiten, was die erkl\u00e4rte Absicht dieser parlamentarischen B\u00fcrgerinitiative ist.<\/p>\n<p>Die Forderung der TierversuchsgegnerInnen nach einem Verbot von Experimenten an Menschenaffen st\u00fctzt sich auf die Erkenntnisse der modernen Verhaltensforschung, wonach die\u00a0Menschenaffen dem Menschen sehr \u00e4hneln. Sie verf\u00fcgen ebenso wie der Mensch \u00fcber ein reiches Gef\u00fchlsleben, haben Sinn f\u00fcr Humor, sie sind zu gewissen kulturellen Leistungen bef\u00e4higt, verhalten sich intelligent, besitzen sprachliche F\u00e4higkeiten, entwickeln starke famili\u00e4re Bindungen und haben auch ein komplexes Sozialleben.<\/p>\n<p>Aufgrund der \u00c4hnlichkeiten zwischen Menschen und den\u00a0Menschenaffen kam schon 1995 die weltweit bekannte und renommierte Primatenforscherin, Jane Goddall, zu dem Ergebnis, dass Tierversuche an Schimpansen besonders unethisch sind.<br \/>K\u00fcrzlich haben Wissenschafter vorgeschlagen, die Schimpansen in die Gattung &#8220;Homo&#8221; aufzunehmen, da die genetischen \u00dcbereinstimmungen zwischen den Schimpansen und dem Homo sapiens besonders markant sind.<\/p>\n<p>Fortschrittliche Staaten wie Neuseeland, Gro\u00dfbritannien, Holland und Schweden haben schon Konsequenzen aus diesen Erkenntnissen gezogen und das Verbot von Tierversuchen an den\u00a0 Menschenaffen gesetzlich verankert.<br \/>In \u00d6sterreich wurden bis 1999 Versuche an Schimpansen durchgef\u00fchrt. Tierversuche, die die betreffende Pharmafirma inzwischen von sich aus eingestellt hat.<br \/>In \u00d6sterreich ist es jedoch nach wie vor gesetzlich und auch gem\u00e4\u00df der EU-Tierversuchsrichtlinie erlaubt, Versuche an\u00a0Menschenaffen durchzuf\u00fchren, obwohl diese gesetzlichen Voraussetzungen mittlerweile v\u00f6llig \u00fcberholt sind, da laut Tierversuchsgesetz die Versuche dem &#8220;anerkannten Stand der Wissenschaft anzupassen&#8221; und &#8220;Erkenntnisse der Verhaltensforschung zu ber\u00fccksichtigen&#8221; sind.<\/p>\n<p>&#8220;Auch in Anbetracht der seit Jahren alarmierend steigenden Anzahl von Tierversuchen ist es ein Gebot der Stunde, endlich durch konkrete Beschl\u00fcsse ein politisches Signal in Richtung Reduzierung von Tierversuchen zu setzen. Ein Verbot von Tierversuchen an den Gro\u00dfen Menschenaffen w\u00e4re ein erster Schritt&#8221;, appelliert Gerda Matias an die politisch Verantwortlichen.<\/p>\n<p><strong>R\u00fcckfragehinweis:<br \/><\/strong>Mag. Romana Rathmanner<br \/>Internationaler Bund der Tierversuchsgegner (IBT)<br \/>Tel.: +43\/1\/713 08 23-10, Fax: +43\/1\/713 08 24,<br \/>E-Mail: <a href=\"mailto:tierversuchsgegner@chello.at\">tierversuchsgegner@chello.at<\/a><\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p>Siehe dazu auch <a href=\"index.php\/tierversuche\/info\/1032-kampagne-gegen-das-gr-affenforschungslabor-bprc-in-europa\" target=\"_self\" rel=\"noopener noreferrer\">Kampagne gegen das gr\u00f6\u00dfte Affenforschungslabor BPRC in Europa<\/a><br \/>Siehe dazu auch <a href=\"index.php\/tierversuche\/info\/1031-tierversuche-an-primaten\" target=\"_self\" rel=\"noopener noreferrer\">Tierversuche an Primaten<\/a><\/p>\n<p>Aufrufe: 51<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der &#8220;Internationale Bund der Tierversuchsgegner&#8221; (IBT) hat heute Mittwoch die sehr erfolgreiche parlamentarische B\u00fcrgerinitiative f\u00fcr ein Verbot von Tierversuchen an den\u00a0Menschenaffen (Schimpansen, Gorillas, Orang-Utans und Bonobos) im Parlament eingereicht. 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