{"id":811,"date":"2008-08-13T14:28:00","date_gmt":"2008-08-13T12:28:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.tierversuchsgegner.at\/wpibt\/2008\/08\/13\/24-april-welttag-des-versuchstieres-2004\/"},"modified":"2008-08-13T14:28:00","modified_gmt":"2008-08-13T12:28:00","slug":"24-april-welttag-des-versuchstieres-2004","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.tierversuchsgegner.at\/wpibt\/2008\/08\/13\/24-april-welttag-des-versuchstieres-2004\/","title":{"rendered":"24. April: Welttag des Versuchstieres 2004"},"content":{"rendered":"<p>Am 24. April wird weltweit der Abermillionen Tiere gedacht, die hinter verschlossenen Labort&uuml;ren meist unter miserablen Haltungsbedingungen solange schmerzhafte Experimente und Tests erleiden m&uuml;ssen, bis sie &ndash; letztendlich &ndash; den Qualen erliegen. <\/p>\n<p>Allein in &Ouml;sterreich verendet alle drei Minuten ein Versuchstier im Labor. Das ist allerdings nur die offizielle Zahl, die in Wirklichkeit blo&szlig; die Spitze des Eisberges bildet. Schlie&szlig;lich m&uuml;ssen Experimente an wirbellosen Tieren, eigens daf&uuml;r get&ouml;teten Tieren und Tieren, die nach der subjektiven Einsch&auml;tzung des Experimentators durch dessen Eingriffe nicht leiden, weder genehmigt oder gemeldet, noch in der amtlichen Tierversuchsstatistik ber&uuml;cksichtigt werden. <br \/>&#8220;Aus diesem Grund ist der wirkliche Verbrauch an Versuchstieren ein Vielfaches der rund 200.000 offiziell gemeldeten Versuchstiere&#8221;, betont Gerda Matias, Pr&auml;sidentin des Internationalen Bundes (IBT) und Initiatorin des Tierschutzvolksbegehrens, und verlangt mehr Ehrlichkeit, Offenheit und Transparenz im Tierversuchswesen. <\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong><\/p>\n<p>Hinter verschlossenen T&uuml;ren <\/p>\n<p><\/strong><\/p>\n<p>Denn Tierversuche finden weiterhin unter Ausschluss der &Ouml;ffentlichkeit hinter verschlossenen Labort&uuml;ren statt. &#8220;Es ist daher sehr m&uuml;hsam, &uuml;berhaupt Informationen zu erhalten, wer, wo, wie viele und welche Tierversuche macht&#8221;, kritisieren die TierversuchsgegnerInnen. <br \/>So wurde j&uuml;ngst dem IBT, der erfahren wollte, welche Zucht-, Liefer- und Tierversuchseinrichtungen in &Ouml;sterreich nach dem Tierversuchsgesetz genehmigt und registriert wurden, vom Wirtschaftsministerium trotz mehrfacher Nachfrage lediglich mitgeteilt, dass die Tierversuchseinrichtungen dem IBT nicht genannt werden, weil &#8220;&hellip; nach R&uuml;cksprache mit den in Betracht kommenden Tr&auml;gern der Tierversuchseinrichtungen &hellip; diese mir ihrer Namhaftmachung &hellip; nicht einverstanden sind&#8221;, und das Ministerium die von den Experimentatoren vorgebrachte &#8220;&hellip; Bef&uuml;rchtung von St&ouml;rungen des Arbeitsablaufes und der Forschungst&auml;tigkeit &hellip;&#8221; nachvollziehen kann. <\/p>\n<p>Diese abenteuerlich anmutende Auskunftsverweigerung wirft die naheliegende Frage auf, was die Experimentatoren und das zust&auml;ndige Ministerium zu verheimlichen haben. Schlie&szlig;lich ist es die Pflicht des zust&auml;ndigen Ministeriums das Tierversuchsgesetz unparteilich zu vollziehen. Statt dessen &uuml;bt das Ministerium eine fragw&uuml;rdige Schirmherrschaft &uuml;ber die umstrittenen Tierversuchseinrichtungen aus. <\/p>\n<p>&Uuml;berhaupt ist der Vollzug des 1989 von den Tiersch&uuml;tzerInnen m&uuml;hsam erk&auml;mpften Tierversuchsgesetzes sehr mangelhaft. Beispielsweise werden nicht einmal die j&auml;hrlich mindestens einmal vorgeschriebenen unangemeldeten Kontrollen von Tierversuchseinrichtungen durchgef&uuml;hrt.<br \/>Die lasche Haltung der f&uuml;r Tierversuchsangelegenheiten zust&auml;ndigen Organe und die Ausweitung der Gentechnologie, die sich gro&szlig;teils auf Tierversuche st&uuml;tzt, f&uuml;hren dazu, dass die Zahl der Tierversuche von Jahr zu Jahr steigt.<\/p>\n<p>&#8220;Diese Entwicklung widerspricht v&ouml;llig dem gesetzlichen Auftrag, dass der Verbrauch der Versuchstiere zu reduzieren ist. Der IBT fordert daher einen strikteren Vollzug des Tierversuchsgesetzes. Weiters soll die Vergabe von &ouml;ffentlichen Mitteln mit Auflagen verbunden werden, die auch ethische Kriterien beinhalten. In diesem Sinne soll die &ouml;ffentliche Hand nur noch Forschungsprojekte ohne Tierversuche f&ouml;rdern&#8221;, fordert Gerda Matias abschlie&szlig;end.<\/p>\n<p>Der Internationale Bund der Tierversuchsgegner (IBT) ist ein seit 1968 bestehender gemeinn&uuml;tziger Verein. Er setzt sich f&uuml;r die Abschaffung aller Tierversuche ein und lehnt Tierversuche aus ethischen, wissenschaftskritischen und verbraucherpolitischen Gr&uuml;nden ab.<\/p>\n<p>Zuletzt hat der IBT eine parlamentarische B&uuml;rgerinitiative f&uuml;r ein Verbot von Tierversuchen an den Menschenaffen im Parlament eingereicht, die nun im Petitionsausschuss behandelt wird.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>R&uuml;ckfragehinweis:<br \/><\/strong>Mag. Romana Rathmanner<br \/>Internationaler Bund der Tierversuchsgegner (IBT)<br \/>Tel.: +43\/1\/713 08 23-10, Fax: +43\/1\/713 08 24,<br \/>E-Mail: <a href=\"mailto:tierversuchsgegner@chello.at\">tierversuchsgegner@chello.at<\/a><\/p>\n<p>Aufrufe: 51<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Am 24. April wird weltweit der Abermillionen Tiere gedacht, die hinter verschlossenen Labort&uuml;ren meist unter miserablen Haltungsbedingungen solange schmerzhafte Experimente und Tests erleiden m&uuml;ssen, bis sie &ndash; letztendlich &ndash; den Qualen erliegen. 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