{"id":813,"date":"2008-08-13T14:25:00","date_gmt":"2008-08-13T12:25:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.tierversuchsgegner.at\/wpibt\/2008\/08\/13\/erfolgreiche-brinitiative-gegen-tierversuche-an-menschenaffen\/"},"modified":"2008-08-13T14:25:00","modified_gmt":"2008-08-13T12:25:00","slug":"erfolgreiche-brinitiative-gegen-tierversuche-an-menschenaffen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.tierversuchsgegner.at\/wpibt\/2008\/08\/13\/erfolgreiche-brinitiative-gegen-tierversuche-an-menschenaffen\/","title":{"rendered":"Erfolgreiche B\u00fcrgerinitiative gegen Tierversuche an Menschenaffen"},"content":{"rendered":"<p>Am Freitag, den 10.12.2004, wurde der Vier-Parteien-Antrag f\u00fcr ein Verbot von Tierversuchen an Menschenaffen vom Plenum des Nationalrates beschlossen. Gerda Matias, Pr\u00e4sidentin des Internationalen Bundes der Tierversuchsgegner (IBT) und Initiatorin der Parlamentarischen B\u00fcrgerinitiative f\u00fcr ein Verbot von Tierversuchen an Menschenaffen ist \u00fcber diesen erfolgreichen Abschluss hoch erfreut: &#8220;Mit dem gesetzlich verankerten Verbot wurde endlich ein klares und deutliches politisches Signal zur Einschr\u00e4nkung von Tierversuchen gesetzt.&#8221;<\/p>\n<p>Als sehr positiv bewertet Gerda Matias auch die Einhelligkeit, mit der alle Fraktionen diese Forderung von Anfang an unterst\u00fctzt haben sowie die ernsthaften Bem\u00fchungen der ParlamentarierInnen, das Verbot so rasch als m\u00f6glich umzusetzen, wof\u00fcr sie den politisch Verantwortlichen dankt.<br \/>Nun hoffen die TierversuchsgegnerInnen, die gleichzeitig mit der erfolgreich abgeschlossenen B\u00fcrgerinitiative auch eine gleichlautende Petition an das Europ\u00e4ische Parlament eingebracht haben, dass es bald in der ganzen EU keine Experimente mehr an den\u00a0Menschenaffen geben wird.<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p><strong><\/p>\n<p>Zur Geschichte:<\/p>\n<p><\/strong><\/p>\n<p>Im September 2003 hat der Internationale Bund der Tierversuchsgegner die <a href=\"http:\/\/www.parlinkom.gv.at\/portal\/page?_pageid=908,644130&#038;_dad=portal&#038;_schema=PORTAL\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Parlamentarische B\u00fcrgerinitiative<\/a> f\u00fcr ein gesetzliches Verbot von Tierversuchen an den\u00a0Menschenaffen (Schimpansen, Gorillas, Orang-Utans, Bonobos und Gibbons) gestartet, die bei der Bev\u00f6lkerung gro\u00dfe Zustimmung fand. So konnten Anfang Februar 2004 dem Nationalratspr\u00e4sidenten Univ.-Prof. Dr. Andreas Khol statt der erforderlichen 500 Unterst\u00fctzungserkl\u00e4rungen <a href=\"images\/stories\/tierversuche\/tv_pdfs\/bi-menschenaffen.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">6.040 Unterschriften vorgelegt werden<\/a>.<br \/>Urspr\u00fcnglich sollte die Parlamentarische B\u00fcrgerinitiative am 15. Dezember erneut im Petitionsausschuss behandelt werden. Aber auf Initiative der Gr\u00fcnen haben sich schon am 2. Dezember die Mitglieder des Wissenschaftsausschusses auf einen Entschlie\u00dfungsantrag f\u00fcr ein Verbot von Experimenten an Menschenaffen geeinigt.<\/p>\n<p>Auch den weiteren Punkten des Entschlie\u00dfungsantrages hat das Plenum des Nationalrates am Freitag zugestimmt:<\/p>\n<ul>\n<li>a) Verst\u00e4rkte F\u00f6rderung von Forschungsprojekten f\u00fcr Ersatzmethoden,<\/li>\n<li>b) auf EU-Ebene sollen Ersatzmethoden schneller anerkannt und validierte Methoden auch verbindlich eingesetzt werden,<\/li>\n<li>c) f\u00fcr den Aufbau einer EU-weiten Datenbank f\u00fcr Alternativen zu Tierversuchen sollen Anstrengungen unternommen werden.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Jetzt ist Bildungsministerin Gehrer mit ihrem Ministerium gefordert, rasch eine Regierungsvorlage f\u00fcr eine Novelle zum Tierversuchsgesetz vorzulegen und Schritte zu setzen, um den weiteren Auftragspunkten des Parlaments nachzukommen.<br \/>Durch diese Ma\u00dfnahmen erhoffen sich sowohl TierversuchsgegnerInnen als auch PolitikerInnen eine deutliche Reduzierung der Tierversuche in \u00d6sterreich, was hoffentlich auch in der Tierversuchsstatistik ihren Niederschlag finden wird. <\/p>\n<p>Dass diesen ersten, wichtigen Schritten nun weitere folgen m\u00fcssen, ist f\u00fcr den IBT, der noch viele Schwachpunkte speziell auch im Tierversuchsgesetz ortet, eine klare Zielvorgabe. &#8220;Die nun bevorstehende Novellierung des Tierversuchsgesetzes stellt eine Chance dar, all jene Unklarheiten, die seit Bestehen des Gesetzes zutage getreten sind, zu beseitigen.<br \/>Zum Beispiel entscheidet in \u00d6sterreich der Experimentator selber, ob seine Tierversuche einer Genehmigung bed\u00fcrfen oder nicht. Denn laut dem jetzigen Tierversuchsgesetz gelten nur belastende Eingriffe am Tier als Tierversuche. Wird der Eingriff allerdings als nicht belastend eingestuft, handelt es sich laut Gesetz um keinen Tierversuch. Ob es sich aber um einen belastenden Tierversuch handelt (der somit genehmigt werden muss) oder nicht, entscheidet der Experimentator allein. Dieser unhaltbare Missstand geh\u00f6rt dringend bereinigt.&#8221; <\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p><strong>R\u00fcckfragehinweis:<br \/><\/strong>Mag. Romana Rathmanner<br \/>Internationaler Bund der Tierversuchsgegner (IBT)<br \/>Tel.: +43\/1\/713 08 23-10, Fax: +43\/1\/713 08 24,<br \/>E-Mail:<strong> <\/strong><a href=\"mailto:tierversuchsgegner@chello.at\">tierversuchsgegner@chello.at<\/a><\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p>Siehe dazu auch <a href=\"index.php\/tierversuche\/info\/1032-kampagne-gegen-das-gr-affenforschungslabor-bprc-in-europa\" target=\"_self\" rel=\"noopener noreferrer\">Kampagne gegen das gr\u00f6\u00dfte Affenforschungslabor BPRC in Europa<\/a><br \/>Siehe dazu auch <a href=\"index.php\/tierversuche\/info\/1031-tierversuche-an-primaten\" target=\"_self\" rel=\"noopener noreferrer\">Tierversuche an Primaten<\/a><\/p>\n<p>Aufrufe: 51<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Am Freitag, den 10.12.2004, wurde der Vier-Parteien-Antrag f\u00fcr ein Verbot von Tierversuchen an Menschenaffen vom Plenum des Nationalrates beschlossen. 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