{"id":822,"date":"2007-04-05T16:10:00","date_gmt":"2007-04-05T14:10:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.tierversuchsgegner.at\/wpibt\/2007\/04\/05\/tierversuchsstatistik-f005\/"},"modified":"2007-04-05T16:10:00","modified_gmt":"2007-04-05T14:10:00","slug":"tierversuchsstatistik-f005","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.tierversuchsgegner.at\/wpibt\/2007\/04\/05\/tierversuchsstatistik-f005\/","title":{"rendered":"Tierversuchsstatistik f\u00fcr 2005"},"content":{"rendered":"<p><strong>Zahl der Versuchstiere ist gesunken &#8211; aber Transparenz der Statistik l\u00e4sst weiter zu w\u00fcnschen \u00fcbrig.<\/strong><\/p>\n<p>Der amtlichen Tierversuchsstatistik, die am 27. Juni 2006 vom Bundesministerium f\u00fcr Bildung, Wissenschaft und Forschung \u00fcber seine Homepage ver\u00f6ffentlicht wurde, ist zu entnehmen, dass im Jahr 2005 in \u00d6sterreich 167.312 lebende Wirbeltiere f\u00fcr belastende, schmerzhafte Experimente eingesetzt wurden. Dies stellt gegen\u00fcber dem Vorjahr eine markante Verringerung von \u00fcber 10 % dar und betrifft haupts\u00e4chlich M\u00e4use und Kaninchen und mit weitem Abstand auch Meerschweinchen, &#8220;Andere Nager&#8221;, Hunde, Pferde, Meerkatzen und Katzen.<\/p>\n<p>Gerda Matias, Pr\u00e4sidentin des Internationalen Bundes der Tierversuchsgegner (IBT) und des Verbandes der \u00d6sterreichischen Tierschutzvereine (V\u00d6T) nimmt dieses Ergebnis mit Erleichterung zur Kenntnis. &#8220;Endlich ist der Bann gebrochen&#8221;, so Gerda Matias, denn seit dem Jahre 1999 haben die Tierversuche mit einer einzigen Ausnahme stetig zugenommen, zuletzt sogar um 9 %, obwohl das Tierversuchsgesetz laut \u00a7 1 schon seit 1989 unmissverst\u00e4ndlich vorschreibt, dass &#8220;die Zahl der Tierversuche zu reduzieren&#8221; ist.<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p><strong><\/p>\n<p>Statistik ist unvollst\u00e4ndig<\/p>\n<p><\/strong><\/p>\n<p>Gerda Matias weist darauf hin, dass die amtlich gemeldeten Zahlen \u00fcber die in den Labors &#8220;verbrauchten&#8221; Tiere nicht der tats\u00e4chlichen Zahl der Tiere entspricht, die in den Labors ihr Leben lassen und fordert daher mehr Transparenz. Schlie\u00dflich fehlen in der Statistik all jene Tiere, die f\u00fcr die umstrittenen Experimente eigens vorher get\u00f6tet werden. Auch \u00fcbersch\u00fcssige Tiere, Versuche an Wirbellosen, an Embryonen und F\u00f6ten fehlen v\u00f6llig. Ebenso alle jene Versuche, die nach der Meinung des Experimentators f\u00fcr das Tier nicht belastend und schmerzhaft sind. Inwieweit geklonte und genmanipulierte Tiere in der amtlichen Statistik aufscheinen oder auch nicht \u2013 bleibt ungekl\u00e4rt.<\/p>\n<p>Trotz deutlicher Reduzierung gegen\u00fcber dem Vorjahr wurden auch im Jahr 2005 nach wie vor am h\u00e4ufigsten M\u00e4use (128.634) und Kaninchen (18.439) zu Tests herangezogen. Die Verwendung von sogenannten Nutztieren wie Schweinen, Rindern, Schafen und Ziegen hat sich verdoppelt. Eine Tendenz, die sich schon im Vorjahr abgezeichnet hat. Eine weitere Zunahme ist bei Ratten, Fischen, &#8220;Anderen V\u00f6geln&#8221;, Amphibien und Hamstern festzustellen. Neu ist der Einsatz von Reptilien und Wachteln f\u00fcr Experimente.<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p><strong><\/p>\n<p>Verwendete Tiere nach dem Versuchszweck<\/p>\n<p><\/strong><\/p>\n<p>\u00dcber zwei Drittel der Versuchstiere wurden f\u00fcr die Forschung, Entwicklung, Herstellung und Qualit\u00e4tskontrolle von Produkten und Ger\u00e4ten der Human-, Zahn- und Veterin\u00e4rmedizin verwendet \u2013 um 8 % weniger als im Vorjahr.<br \/>Im Bereich der Grundlagenforschung mussten 20 % der Versuchstiere sterben \u2013 um 5 % mehr, was Gerda Matias heftig kritisiert, da es hier um keine zweckdienliche und zielgerichtete Forschung geht. Sie beanstandet auch den Anstieg bei den toxikologischen und sonstigen Unbedenklichkeitspr\u00fcfungen (etwa Haut- und Augenreizung) um fast 4 %, da diese brutalen Tests f\u00fcr die Tiere extrem belastend sind. <\/p>\n<p>&#8220;Absolut unverst\u00e4ndlich ist die Verdoppelung der verwendeten lebenden Versuchstiere f\u00fcr Experimente im Rahmen der Ausbildung, da es gerade in diesem Bereich ausreichend Alternativmethoden gibt&#8221;, so Gerda Matias.<br \/>Zum Zweck der Krankheitsdiagnostik wurden weniger als 1 % der Tiere verwendet.<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p><strong><\/p>\n<p>Verwendete Tiere nach der Herkunft<\/p>\n<p><\/strong><\/p>\n<p>Nach wie vor stammen \u00fcber drei Viertel aller Versuchstiere aus nicht registrierten Zucht- oder Liefereinrichtungen. Lediglich 28 % (aber immerhin um 8 % mehr als im Vorjahr) kommen aus einer \u00f6sterreichischen registrierten Zucht- oder Liefereinrichtung. Dies widerspricht v\u00f6llig der Zielvorgabe der Tierversuchsstatistik-Verordnung, nach der die Tiere vorrangig aus registrierten Einrichtungen kommen sollten.<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p><strong>R\u00fcckfragehinweis:<br \/><\/strong>Mag. Romana Rathmanner<br \/>Internationaler Bund der Tierversuchsgegner (IBT)<br \/>Tel.: +43\/1\/713 08 23-10, Fax: +43\/1\/713 08 24,<br \/>E-Mail: <a href=\"mailto:tierversuchsgegner@chello.at\">tierversuchsgegner@chello.at<\/a><\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p>Siehe dazu auch <a href=\"index.php\/presse\/pressemeldungen\/1003-tierversuchsstatistik-f005\" target=\"_self\" rel=\"noopener noreferrer\">Tierversuchsstatistik f\u00fcr 2005<\/a><\/p>\n<p>Aufrufe: 59<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zahl der Versuchstiere ist gesunken &#8211; aber Transparenz der Statistik l\u00e4sst weiter zu w\u00fcnschen \u00fcbrig. Der amtlichen Tierversuchsstatistik, die am 27. 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