{"id":836,"date":"2007-03-29T10:19:00","date_gmt":"2007-03-29T08:19:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.tierversuchsgegner.at\/wpibt\/2007\/03\/29\/nein-zum-vorliegenden-entwurf-eines-bundestierschutzgesetzes\/"},"modified":"2007-03-29T10:19:00","modified_gmt":"2007-03-29T08:19:00","slug":"nein-zum-vorliegenden-entwurf-eines-bundestierschutzgesetzes","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.tierversuchsgegner.at\/wpibt\/2007\/03\/29\/nein-zum-vorliegenden-entwurf-eines-bundestierschutzgesetzes\/","title":{"rendered":"Nein zum vorliegenden Entwurf eines Bundestierschutzgesetzes"},"content":{"rendered":"<p>Die Initiatorin des Tierschutz-Volksbegehrens, Gerda Matias, lehnt den vom Bundeskanzleramt ausgesandten Begutachtungsentwurf zu einem Bundestierschutzgesetz in der vorliegenden Fassung strikt ab, &#8220;da zentrale und somit wesentliche Forderungen des Tierschutz-Volksbegehrens, wie die Verankerung des Tierschutzes als Rechtsgut im Verfassungsrang und die Einrichtung einer unabh&auml;ngigen Tieranwaltschaft, einfach ignoriert wurden&#8221;. <\/p>\n<p>Gerda Matias f&uuml;hlt sich den 460.000 Unterst&uuml;tzerInnen des Tierschutz-Volksbegehrens verpflichtet und beharrt auf die Ber&uuml;cksichtigung dieser beiden wesentlichen Forderungen, da diese auch f&uuml;r den effizienten Vollzug unabdingbar sind.<\/p>\n<p>&#8220;Beispielsweise kann &#8211; solange Tierschutz nicht in der Verfassung verankert ist &#8211; etwa wegen der Religionsfreiheit kein Sch&auml;chtverbot durchgesetzt, k&ouml;nnen wegen der Freiheit der Wissenschaft grausame Tierversuche nicht unterbunden und wegen der Freiheit der Kunst das T&ouml;ten von Tieren zu filmischen Zwecken nicht geahndet werden&#8221;, erl&auml;utert Gerda Matias die Notwendigkeit des Verfassungsranges f&uuml;r den Tierschutz.<\/p>\n<p>F&uuml;r ebenso essentiell h&auml;lt sie die Einrichtung einer Tieranwaltschaft mit Kontroll- und &Uuml;berwachungsbefugnissen und das Instrumentarium des Verbandsklagerechtes, um endlich gegen Tierqu&auml;lereien auch rechtlich einschreiten zu k&ouml;nnen. Der umstrittene Entwurf sieht derzeit allein einen Tierschutzrat vor, der lediglich beratende, empfehlende und vorschlagende Funktionen aus&uuml;bt.<\/p>\n<p>Weiters kritisiert die Volksbegehrens-Initiatorin die vielen schwammigen Formulierungen, die einen breiten Interpretationsspielraum bieten und dass wesentliche Tierschutzbereiche, wie etwa die Haltung der Nutztiere, der Zirkustiere, der Wildtiere, nicht gesetzlich, sondern erst per Verordnung &#8211; und dies ohne jeden Zeitrahmen &#8211; geregelt werden sollen.<br \/>Als v&ouml;llig inakzeptabel erachtet Gerda Matias die im Gesetz vorgenommene Ungleichstellung der Tiere:<br \/>So werden landwirtschaftliche Nutztiere bei den diversen Verboten eigens ausgenommen, z.B. vom Verbot des schmerzhaften Eingriffes an Tieren, vom Verbot der Qualz&uuml;chtungen, vom Verbot des Kupierens von Ohren, Schwanz oder Schnabel eines Tieres.<\/p>\n<p>&#8220;Diese Ausnahmen sind v&ouml;llig haltlos. Der Sinn eines Tierschutzgesetzes ist es doch, die Tiere vor Leiden, &Auml;ngsten, Schmerzen und Qualen zu sch&uuml;tzen, egal zu welchen Zwecken ihnen diese Leiden zugef&uuml;gt werden. Das Stutzen des Schnabels einer Henne ist f&uuml;r diese schmerzhaft &#8211; egal zu welchem Zweck dies geschieht. Und ein ernst gemeintes Tierschutzgesetz hat jedenfalls die Henne vor diesen Schmerzen zu sch&uuml;tzen&#8221;, so Gerda Matias abschlie&szlig;end.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>R&uuml;ckfragehinweis:<br \/><\/strong>Mag. Romana Rathmanner<br \/>Internationaler Bund der Tierversuchsgegner (IBT)<br \/>Tel.: +43\/1\/713 08 23-10, Fax: +43\/1\/713 08 24,<br \/>E-Mail: <a href=\"mailto:tierversuchsgegner@chello.at\">tierversuchsgegner@chello.at<\/a><\/p>\n<p>Aufrufe: 69<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Initiatorin des Tierschutz-Volksbegehrens, Gerda Matias, lehnt den vom Bundeskanzleramt ausgesandten Begutachtungsentwurf zu einem Bundestierschutzgesetz in der vorliegenden Fassung strikt ab, &#8220;da zentrale und somit wesentliche Forderungen des Tierschutz-Volksbegehrens, wie die Verankerung des Tierschutzes als Rechtsgut im Verfassungsrang und die Einrichtung einer <\/p>\n<p><a class=\"read-more\" href=\"https:\/\/www.tierversuchsgegner.at\/wpibt\/2007\/03\/29\/nein-zum-vorliegenden-entwurf-eines-bundestierschutzgesetzes\/\">weiterlesen<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_lmt_disableupdate":"","_lmt_disable":"","footnotes":""},"categories":[38,39],"tags":[],"modified_by":null,"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.tierversuchsgegner.at\/wpibt\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/836"}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.tierversuchsgegner.at\/wpibt\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.tierversuchsgegner.at\/wpibt\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.tierversuchsgegner.at\/wpibt\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.tierversuchsgegner.at\/wpibt\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=836"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.tierversuchsgegner.at\/wpibt\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/836\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.tierversuchsgegner.at\/wpibt\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=836"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.tierversuchsgegner.at\/wpibt\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=836"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.tierversuchsgegner.at\/wpibt\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=836"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}