{"id":854,"date":"2013-07-17T12:21:00","date_gmt":"2013-07-17T10:21:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.tierversuchsgegner.at\/wpibt\/2013\/07\/17\/tierversuchsstatistik-2011-eine-analyse\/"},"modified":"2020-03-24T12:15:04","modified_gmt":"2020-03-24T11:15:04","slug":"tierversuchsstatistik-2011-eine-analyse","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.tierversuchsgegner.at\/wpibt\/2013\/07\/17\/tierversuchsstatistik-2011-eine-analyse\/","title":{"rendered":"Tierversuchsstatistik f\u00fcr das Jahr 2011 &#8211; eine Analyse"},"content":{"rendered":"<p>Am 29. Juni 2012 ist die <a href=\"images\/stories\/tierversuche\/tv_pdfs\/stat2011-min.pdf\" target=\"_self\" rel=\"noopener noreferrer\">Tierversuchsstatistik gem\u00e4\u00df \u00a7 16 Tierversuchsgesetz f\u00fcr das Jahr 2011<\/a> im Amtsblatt der Wiener Zeitung und auf der Homepage des Bundesministeriums f\u00fcr Wissenschaft und Forschung ver\u00f6ffentlicht worden. (<a href=\"images\/stories\/tierversuche\/tv_pdfs\/stat2011-tab.pdf\" target=\"_self\" rel=\"noopener noreferrer\">Der schnelleren und leichteren \u00dcbersichtlichkeit wegen haben wir die 40 Tabellen der offiziellen Statistik auf 4 Seiten zusammengefasst und sind hier abrufbar.<\/a>)<\/p>\n<p>Demnach wurden im Jahr 2011 an 191.288 lebenden Wirbeltieren und an 231 erneut verwendeten Tieren Experimente und Tests durchgef\u00fchrt, die f\u00fcr die Tiere mit Angst, Schmerzen, Leiden oder dauerhaften Sch\u00e4den verbunden waren. Gegen\u00fcber dem Jahr 2010 stellt dies einen Anstieg um 2,2 % (um 4.052 Tiere mehr) dar.<\/p>\n<p>Wie schon bei den vorhergehenden Berichten angef\u00fchrt, ist bei der statistischen Darstellung der Versuchstiere Folgendes zu ber\u00fccksichtigen und festzuhalten:<\/p>\n<p>\u2022 Wie viele Tiere im Jahr 2011 tats\u00e4chlich f\u00fcr Experimente und Tests verwendet wurden, ist der amtlichen Statistik nicht zu entnehmen. Denn nach dem Tierversuchsgesetz gilt nicht jeder experimentelle Eingriff an einem Tier (auch wenn dieser in einem Tierversuchslabor stattfindet!) als Tierversuch und scheint somit auch nicht in der offiziellen Statistik auf.<br \/>Nach dem Gesetz handelt es sich nur dann um einen Tierversuch, der statistisch erfasst wird,<\/p>\n<p><strong>1.<\/strong> wenn der Versuch an einem Wirbeltier durchgef\u00fchrt wird. Versuche an Wirbellosen (z.B. Krebse, Hummer, Langusten, Tintenfische) gelten nicht als Tierversuche \u2013 und werden daher auch nicht statistisch erfasst!<\/p>\n<p><strong>2.<\/strong> Wenn der Versuch mit Angst, Schmerzen, Leiden oder dauerhaften Sch\u00e4den verbunden ist. Alle Eingriffe, die nach der pers\u00f6nlichen (!) Einsch\u00e4tzung des Experimentators f\u00fcr das Tier nicht belastend sind, gelten nicht als Tierversuche \u2013 und werden auch nicht statistisch erfasst!<\/p>\n<p><strong>3.<\/strong> Wenn der Versuch am lebenden Tier durchgef\u00fchrt wird. Versuche an Tieren, die vorher eigens (z.B. zum Zwecke der Gewinnung von Gewebe, Zellen, Organen etc.) daf\u00fcr get\u00f6tet wurden, gelten nicht als Tierversuche \u2013 und werden auch nicht statistisch erfasst!<\/p>\n<p><strong>4.<\/strong> Ebenso wenig gelten Versuche an Tierf\u00f6ten und -embryonen als Tierversuche \u2013 und werden auch nicht statistisch erfasst.<\/p>\n<p><strong>5.<\/strong> Labortiere, die get\u00f6tet werden, weil sie nicht dem Versuchsziel entsprechen oder weil sie als sogenannter &#8220;\u00dcberschuss&#8221; nicht gebraucht werden, scheinen auch nicht in der Statistik auf.<\/p>\n<p>\u2022 Zudem ist der Statistik nicht zu entnehmen, wie viele Versuche ein einzelnes Versuchstier insgesamt bis zu seinem qualvollen Tod \u00fcber sich ergehen lassen musste. Es wird lediglich die Zahl der erneut verwendeten Tiere \u2013 das sind f\u00fcr das Jahr 2011 insgesamt 231 \u2013 angef\u00fchrt.<\/p>\n<p>\u2022 Auch Klonversuche, gentechnische Experimente und der Einsatz von transgenen Tieren werden nicht eigens ausgewiesen.<\/p>\n<p>\u2022 Dar\u00fcber hinaus unterliegen Tierversuche, die in einem anderen Land in Auftrag gegeben oder als (auch mit \u00f6sterreichischen Steuermitteln gef\u00f6rdertes) Forschungsprojekt in ein anders Land verlagert werden nicht dem \u00f6sterreichischen Tierversuchsgesetz \u2013 und werden auch statistisch nicht erfasst.<\/p>\n<p>Der schnelleren und leichteren \u00dcbersichtlichkeit wegen, habe ich die 40 Tabellen der offiziellen Statistik auf 4 Seiten zusammengefasst, indem bei den Tabellen 2 \u2013 7 die Aufschl\u00fcsselung nach den einzelnen Tierarten weggelassen wurde.<br \/>Hinzugef\u00fcgt wurde bei den Tabellen 1-7 die Spalte f\u00fcr das Jahr 2010, so dass ein direkter Vergleich mit dem Jahr 2011 m\u00f6glich ist. <a href=\"images\/stories\/tierversuche\/tv_pdfs\/stat2011-tab.pdf\" target=\"_self\" rel=\"noopener noreferrer\">Die Tabellen sind hier abrufbar.<\/a><\/p>\n<\/p>\n<p><strong>Tabelle1:<br \/>Anzahl der verwendeten Tiere nach ihrer Herkunft:<\/strong><\/p>\n<p>Lediglich rund ein Drittel aller Versuchstiere (36,4 %) kommt aus einer <strong>\u00f6sterreichischen registrierten Zucht- oder Liefereinrichtung<\/strong>.<\/p>\n<p>Nach wie vor stammen die meisten Tiere, n\u00e4mlich fast zwei Drittel (61,3), <strong>&#8220;aus anderen Quellen innerhalb der EU&#8221;<\/strong>.<\/p>\n<p>Die Anzahl der Tiere aus unbestimmter, n\u00e4mlich <strong>&#8220;sonstiger Herkunft&#8221;<\/strong> (4.214), hat sich gegen\u00fcber dem Vorjahr sogar \u2013 um 1.108 Tiere &#8211; erh\u00f6ht.<br \/>Dies widerspricht v\u00f6llig der Zielvorgabe der Tierversuchsstatistik-Verordnung, nach der die Tiere vorrangig aus registrierten (am besten aus \u00f6sterreichischen, weil auch nur diese von den \u00f6sterreichischen Beh\u00f6rden kontrolliert werden k\u00f6nnen) Einrichtungen kommen sollten.<\/p>\n<p><strong>Anzahl der verwendeten Tiere nach den zust\u00e4ndigen Ressorts:<\/strong><\/p>\n<p>Mit 116.613 Tieren, das sind rund 61 % des Gesamtverbrauches, hat wieder das <strong>Bundesministerium f\u00fcr Gesundheit<\/strong> die h\u00f6chste Anzahl zu melden \u2013 um 6.531 mehr als im Jahr 2010. (Damit ist die Tendenz der Reduzierung wieder gekappt. Im Jahre 2010 hatte es gegen\u00fcber 2009 eine Verringerung um 33.182 Tiere gegeben. Im Jahre 2009 zum Vergleichsjahr 2008 sogar um 11.897 weniger.)<br \/>Davon wurden die meisten Tiere abermals, n\u00e4mlich 101.157, f\u00fcr die Forschung, Entwicklung, Herstellung und Qualit\u00e4tskontrolle von Produkten und Ger\u00e4ten der Human-, Zahn- und Veterin\u00e4rmedizin eingesetzt.<br \/>41 Tiere wurden erneut verwendet.<\/p>\n<p>Mit einer Anzahl von 68.024 Tieren, das sind 35,6 % des Gesamtverbrauches, folgt wieder an zweiter Stelle das <strong>Bundesministerium f\u00fcr Wissenschaft und Forschung<\/strong>. Im Vergleich zum Vorjahr hat es abermals, aber diesmal eine deutliche Erh\u00f6hung um 6.051 Tiere zu verzeichnen, die haupts\u00e4chlich auf die vermehrte Verwendung in der Grundlagenforschung zur\u00fcckgeht. (Schon im Jahre 2010 wurden gegen\u00fcber 2009 1.639 mehr Tiere angezeigt. Im Jahre 2009 gegen\u00fcber dem Vergleichsjahr 2008 um 1.363 mehr Tiere.)<br \/>Davon wurden die meisten Tiere wie schon in den Vorjahren abermals, n\u00e4mlich 52.345, das sind 77 %, im Bereich der Grundlagenforschung eingesetzt.<br \/>180 Tiere wurden erneut verwendet.<\/p>\n<p>Das <strong>Bundesministerium f\u00fcr Wirtschaft, Familie und Jugend<\/strong> meldete den Verbrauch von 4.807 Tieren, das sind 2,5 % des Gesamtverbrauches, um 10.225 weniger als im Jahr 2010. Hiervon wurden die meisten Tiere in der Grundlagenforschung, n\u00e4mlich 74 %, eingesetzt.<br \/>(Im Jahr 2010 wurden 15.032 Tieren \u2013 bald vier Mal (!) so viel wie im Jahr 2009 &#8211; gemeldet, die ebenso gr\u00f6\u00dftenteils in der Grundlagenforschung verwendet wurden. Schon im Jahre 2009 hatte sich die wenn auch noch viel niedrigere Zahl von 4.130 Tieren gegen\u00fcber 2008 fast verdoppelt.)<\/p>\n<p>Das <strong>Bundesministerium f\u00fcr Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft<\/strong> meldete den Verbrauch von 1.844 Tieren, das sind 0,96 % des Gesamtverbrauches, um 1.695 mehr als im Jahr 2010. Auff\u00e4llig dabei ist die Verwendung von 400 Schafen f\u00fcr \u2013 laut Statistik &#8211; \u201esonstige\u201c Zwecke.<br \/>(Im Jahr 2010 wurden 106 Rinder, 2 \u201eAndere V\u00f6gel\u201c und 41 Fische gemeldet. Im Jahr 2009 lediglich 10 Rinder. Im Jahr 2008 wurden noch fast 4.000 Tiere, haupts\u00e4chlich f\u00fcr toxikologische und sonstige Unbedenklichkeitspr\u00fcfungen verwendet, was in etwa auch dem Durchschnittsverbrauch der letzten Jahre davor entspricht: von 2.319 Tieren im Jahr 2002 bis hin zu 4.415 Tiere im Jahr 2006).<\/p>\n<p><strong>Anzahl der verwendeten Tiere nach ihrer Art:<\/strong><\/p>\n<p>Nach wie vor sind die <strong>M\u00e4use<\/strong> mit einer Anzahl von 153.153 verwendeten Tieren, das sind 80 % von der Gesamtzahl, traurige Spitzenreiter. Ihnen folgen mit Abstand die <strong>Kaninchen<\/strong> mit 15.633 und 20 erneut verwendeten Tieren (in der Folge wird hierf\u00fcr die Abk\u00fcrzung \u201ee.v.T.\u201c verwendet), das sind 8,2 %. Die dritte Stelle nehmen abermals die <strong>Ratten<\/strong> mit 9.026 Tieren ein, das sind 4,7 % des Gesamtverbrauches.<\/p>\n<p>Weiters wurden folgende Tierarten in absteigender Reihenfolge verwendet: Meerschweinchen (3.797), Fische (3.267, +24 e.v.T.), \u201eAndere V\u00f6gel\u201c (1.940, +65 e.v.T.), Rinder (1.582, +18 e.v.T.), Schweine (1.553, +23 e.v.T.), Schafe (683, +26 e.v.T.), Amphibien (176), Pferde\/Esel\/Kreuzungen (128, +21 e.v.T.), Hamster (125), Hunde (75), \u201eAndere Nager\u201c (64), Ziegen (60, +26 e.v.T.), Katzen (14, +8 e.v.T.), Marder (12).<\/p>\n<p>Bei folgenden Tierarten ist es zu einer <strong>Zunahme<\/strong> gegen\u00fcber 2010 gekommen: Rinder, Schafe, Pferde\/Esel\/Kreuzungen, \u201eAndere Nager\u201c, Ziegen, Fische, \u201eAndere V\u00f6gel\u201c, M\u00e4use. (2009: Kaninchen, Ratten, Meerschweinchen, Fische, \u201eAndere V\u00f6gel\u201c, Hamster, Rinder, Schafe, Hunde, Ziegen.)<\/p>\n<p>Bei folgenden Tierarten ist es zu einer <strong>Verringerung<\/strong> gegen\u00fcber 2010 gekommen: Hamster, Katzen, Marder, Hunde, Schweine, Meerschweinchen, Amphibien, Kaninchen, Ratten. (2009: M\u00e4use, Schweine, Amphibien, Pferde\/Esel\/Kreuzungen, Katzen, Marder, \u201eAndere Nager\u201c.)<\/p>\n<p>Nicht mehr verwendet wurden &#8220;Andere S\u00e4ugetiere\u201c (wie schon im Jahr 2010) und auch keine Reptilien und Wachteln (wie schon im Jahre 2010 und 2009).<\/p>\n<\/p>\n<p><strong>Tabelle 2:<br \/>Anzahl der verwendeten Tiere nach dem Versuchszweck:<\/strong><\/p>\n<p>59 % der Versuchstiere (112.744, um 3.852 weniger als im Jahr 2010) wurden f\u00fcr die <strong>Forschung, Entwicklung, Herstellung und Qualit\u00e4tskontrolle von Produkten und Ger\u00e4ten der Human-, Zahn- und Veterin\u00e4rmedizin<\/strong> verwendet.<\/p>\n<p>Im Bereich der <strong>Grundlagenforschung<\/strong> mussten 35,8 % von den gesamten Versuchstieren <strong>f\u00fcr biologische Untersuchungen<\/strong>, das sind 68.435, sterben \u2013 um 6.948 mehr als im Vorjahr. (Auch im Jahr 2010 hat es gegen\u00fcber dem Jahr 2009 eine Erh\u00f6hung \u2013 um 10.367 Tiere mehr \u2013 gegeben.)<\/p>\n<p>Die f\u00fcr die Tiere extrem <strong>belastenden toxikologischen und sonstigen Unbedenklichkeitspr\u00fcfungen<\/strong> (Haut- und Augenreizungstests etwa) sind \u2013 wenn auch gering, so doch &#8211; abermals gesunken: Gegen\u00fcber 2010 um 560 Tiere und machen insgesamt 4.504 aus, das sind 2,4 % des Gesamtverbrauches. In den Tabellen 3, 6 und 7 werden diese detaillierter aufgeschl\u00fcsselt. (Auch im Jahre 2010 ist gegen\u00fcber 2009 der Verbrauch um 474 Tiere zur\u00fcckgegangen.)<\/p>\n<p><strong>Tierversuche im Rahmen der allgemeinen und beruflichen Bildung<\/strong> an 1.810 lebenden Wirbeltieren (das sind 1,3 % des Gesamtverbrauches) haben sich gegen\u00fcber 2010 um 314 Tiere erh\u00f6ht. (In absteigender Reihenfolge an M\u00e4usen, Schweinen, Ratten, Rinder, \u201eAndere V\u00f6gel\u201c, Schafe, Fische, Kaninchen, Hunde.)<br \/>Damit wird die Tendenz zur Zunahme der Tierversuche in diesem Bereich wieder aufgenommen, nachdem es in den Jahren 2009 und 2010 zu einer Reduktion gekommen ist.<br \/>(2007: 1.725; 2008: 1.931; 2009: 1.613; 2010: 1.496)<\/p>\n<p>Zum Zwecke der <strong>Krankheitsdiagnostik<\/strong> wurden 1.359 Tiere, um 71 weniger, gemeldet, so dass der Anteil am gesamten Verbrauch 0,7 % ausmacht.<\/p>\n<p>In der Rubrik f\u00fcr <strong>&#8220;sonstige&#8221; Versuchszwecke<\/strong> sind gegen\u00fcber 2010 mehr als doppelt so viele Tiere angef\u00fchrt, n\u00e4mlich 2.436, das sind 1,3 % des Gesamtverbrauches.<\/p>\n<\/p>\n<p><strong>Tabelle 3:<br \/>Die Spalte 2.6 mit den 4.504 Tieren wird hier weiter nach der untersuchten Stoffart aufgeschl\u00fcsselt. Siehe auch Spalte 8.13.<\/strong><\/p>\n<p>F\u00fcr toxikologische und sonstige Unbedenklichkeitspr\u00fcfungen wurden insgesamt 4.504 Tiere verwendet.<br \/>An 1.971 Tiere wurden Giftigkeitstests f\u00fcr <strong>Produkte\/Stoffe\/Ger\u00e4te der Human-, Zahn- und Veterin\u00e4rmedizin<\/strong> durchgef\u00fchrt.<\/p>\n<p>2.410 Tiere wurden der Rubrik 3.10. (bzw. in Tabelle 8 der Spalte i) zugeteilt, die mit dem Titel <strong>&#8220;sonstige toxikologische und Unbedenklichkeitspr\u00fcfungen&#8221;<\/strong> eigentlich gar keine Stoffart bzw. Produktgruppe darstellt<\/p>\n<p>In der Rubrik f\u00fcr <strong>&#8220;m\u00f6gliche oder tats\u00e4chliche Kontaminanten in der Umwelt, die nicht in den anderen Spalten aufgef\u00fchrt sind&#8221;<\/strong>, scheinen 123 Tiere auf.<\/p>\n<p>F\u00fcr <strong>Kosmetika, Lebensmittel- und Futtermittelzusatzstoffe, f\u00fcr Produkte\/Stoffe im Haushalt, in der Landwirtschaft und in der Industrie<\/strong> wurden \u2013 wie auch schon in den Vorjahren (2005, 2006, 2007, 2008, 2009, 2010) &#8211; keine Giftigkeitstests durchgef\u00fchrt.<\/p>\n<\/p>\n<p><strong>Tabelle 4: <br \/>Anzahl der verwendeten Tiere bei Versuchen im Zusammenhang mit Krankheiten von Mensch und Tier:<\/strong><\/p>\n<p>Hierf\u00fcr wurden insgesamt 98.242 Tiere verwendet (um 16.336 weniger als im Jahr 2010), davon 23.882 f\u00fcr <strong>Krebserkrankungen<\/strong> beim Menschen, 9.641 f\u00fcr <strong>Nervenleiden und Geisteskrankheiten<\/strong> des Menschen und 6.383 f\u00fcr <strong>Herz-Kreislauf-Erkrankungen<\/strong> des Menschen.<\/p>\n<p>F\u00fcr <strong>spezielle Tierkrankheiten<\/strong> betreffende Untersuchungen mussten 2.528 Tiere ihr Leben lassen.<\/p>\n<p>Nach wie vor findet sich die h\u00f6chste Anzahl der verwendeten Tiere mit 55.808 in der Rubrik f\u00fcr <strong>&#8220;sonstige Krankheiten des Menschen&#8221;<\/strong>. Nach wie vor fordern wir, dass hier die Statistik hinsichtlich einer sinnvollen Aussagekraft weiter nach Krankheiten differenziert werden sollte (etwa nach Diabetes, Allergien etc.).<\/p>\n<\/p>\n<p><strong>Tabelle 5:<br \/>Die Zahlenangaben der Spalten 2.4 und 2.5, n\u00e4mlich die Anzahl der 63.025 verwendeten Tiere bei der Herstellung und Qualit\u00e4tskontrolle von Produkten und Ger\u00e4ten der Human-, Zahn- und Veterin\u00e4rmedizin werden hier weiter nach den Rechtsvorschriften aufgeschl\u00fcsselt:<\/strong><\/p>\n<p>49.336 Tiere wurden aufgrund von einer <strong>Kombination von Rechtsvorschriften<\/strong> (EU, Europarat, nationale und sonstige) verwendet; 13.346 Tiere wurden aufgrund von EU-Rechtsvorschriften den Versuchen unterzogen.<\/p>\n<p>Schienen f\u00fcr das Jahr 2004 in der Rubrik f\u00fcr <strong>&#8220;sonstige Rechtsvorschriften&#8221;<\/strong> noch 22.537 Tiere auf, im Jahr 2005 461 Tiere, im Jahr 2006 70 Tiere, im Jahr 2007 3 Tiere, im Jahr 2008 376 Tiere, im Jahr 2009 316 Tiere, im Jahre 2010 738 Tiere \u2013 so musste hierf\u00fcr im Jahre 2011 \u00fcberhaupt kein Versuchstier sein Leben lassen.<\/p>\n<p>Die Zahlen der Verwendung von Versuchstieren, die auf <strong>keinen (!!!) Rechtsvorschriften<\/strong> basieren, sind abermals gestiegen und haben sich mit 239 Tieren mehr als verdoppelt. (2008: 14; 2009: 101; 2010: 110).<\/p>\n<p>Aufgrund <strong>nationaler Rechtsvorschriften eines einzelnen EU-Mitgliedstaates<\/strong> wurden an 104 Tieren Experimente durchgef\u00fchrt (2009: 355; 2010: 0)<\/p>\n<p>Aufgrund von <strong>Rechtsvorschriften eines Mitgliedslandes des Europarates, die keine EU-Vorschriften sind<\/strong>, wurden wie schon im Jahre 2010 keine Tierversuche durchgef\u00fchrt.<\/p>\n<\/p>\n<p><strong>Tabelle 6:<br \/>Die Spalte 2.6 wird hier mit den 4.504 Tieren weiter nach den Rechtsvorschriften aufgeschl\u00fcsselt:<\/strong><\/p>\n<p>An 3.078 wurden toxikologische und sonstige Unbedenklichkeitspr\u00fcfungen aufgrund einer <strong>Kombination von Rechtsvorschriften<\/strong> (EU, Europarat, nationale und sonstige) durchgef\u00fchrt.<\/p>\n<p>An 1.391 Tieren wurden Giftigkeitstests aufgrund von <strong>EU-Rechtsvorschriften<\/strong> vorgenommen.<\/p>\n<p>Aufgrund von <strong>nationalen Rechtsvorschriften eines einzelnen EU-Mitgliedstaates<\/strong> und aufgrund von <strong>Rechtsvorschriften eines Mitgliedslandes des Europarates, die keine EU-Vorschriften sind<\/strong> wurden wie schon auch im Jahre 2010 keine Tierversuche durchgef\u00fchrt.<\/p>\n<p>An 28 Tieren (immerhin um 17 Tiere weniger als im Vorjahr) wurden Giftigkeitstests <strong>ohne jegliche Rechtsvorschriften<\/strong> durchgef\u00fchrt!!! (2008: 158; 2009: 82; 2010: 45)<\/p>\n<p>An 7 Tieren (2009: 22; 2010: 3) wurden toxikologische und sonstige Unbedenklichkeitspr\u00fcfungen aufgrund <strong>&#8220;sonstiger Rechtsvorschriften&#8221;<\/strong> durchgef\u00fchrt.<\/p>\n<\/p>\n<p><strong>Tabelle 7:<br \/>Die Spalte 2.6 wird hier mit den 4.504 Tieren weiter nach der Art der Toxizit\u00e4tspr\u00fcfungen aufgeschl\u00fcsselt. Siehe auch Zeile 8z.<\/strong><\/p>\n<p>Die Toxizit\u00e4tstests, die au\u00dferordentlich belastend f\u00fcr die Tiere sind und mit gro\u00dfen Schmerzen und Leiden einhergehen, sind abermals etwas zur\u00fcckgegangen und machen jetzt 4.504 Tiere aus (gegen\u00fcber 2010 um 560 weniger). (2008: 8.052; 2009: 5.538; 2010: 5.064)<\/p>\n<p>F\u00fcr <strong>akute und subakute Toxizit\u00e4tstests<\/strong> wurden 1.791 Tiere, um 593 weniger als 2010, verwendet. (2008: 3.084; 2009: 2.271; 2010: 2.384)<br \/>F\u00fcr <strong>Hautreizungstests<\/strong> wurden 58 Tiere, um 60 weniger als 2010, und f\u00fcr Pr\u00fcfungen auf <strong>subchronische und chronische Toxizit\u00e4t<\/strong> 458 Tiere, um 412 weniger als 2010, eingesetzt.<\/p>\n<p>F\u00fcr <strong>Hautsensibilisierungstests<\/strong> wurden 1.088 Tiere, um 24 mehr als 2010, und f\u00fcr <strong>Augenreizungstests<\/strong> 108 Tiere, um 11 mehr als 2010, verwendet. <br \/>F\u00fcr Pr\u00fcfungen auf <strong>Mutagenit\u00e4t<\/strong> wurden 424 Tiere, um 334 mehr als 2010, eingesetzt.<br \/>Der Rubrik \u201esonstiges\u201c wurden 454 Tiere, um 187 mehr als 2010, zugeordnet.<br \/>Bei <strong>Toxizit\u00e4tspr\u00fcfungen f\u00fcr Wasserwirbeltiere<\/strong> mussten 123 Tiere ihr Leben lassen. Im Jahre 2010 wurde hierf\u00fcr kein Tier eingesetzt.<\/p>\n<\/p>\n<p><strong>Tabelle 8:<br \/>Die Spalte 2.6 wird hier mit den 4.504 Tieren weiter nach der Art der Toxizit\u00e4tspr\u00fcfungen aufgeschl\u00fcsselt und nach den Produktgruppen eingeteilt:<\/strong><\/p>\n<p>F\u00fcr toxikologische und sonstige Unbedenklichkeitspr\u00fcfungen wurden 4.504 Tiere insgesamt verwendet. An knapp der H\u00e4lfte der Tiere, n\u00e4mlich an 1.971, wurden Giftigkeitstests f\u00fcr <strong>Produkte\/Stoffe\/Ger\u00e4te der Human-, Zahn- und Veterin\u00e4rmedizin<\/strong> durchgef\u00fchrt, davon wiederum haupts\u00e4chlich <strong>akute und subakute Giftigkeitstests<\/strong> (1.161).<br \/>2.410 Tiere wurden f\u00fcr <strong>\u201esonstige toxikologische und Unbedenklichkeitspr\u00fcfungen\u201c<\/strong> eingesetzt, wobei der gr\u00f6\u00dfte Teil zu <strong>Hautsensibilisierungstests<\/strong> (1.014) herangezogen wurde.<br \/>Weiteres dazu entnehmen Sie bitte der Analyse zu den Tabellen 3 und 7, da diese in der Tabelle 8 zusammengefasst sind.<\/p>\n<p>Siehe dazu auch unsere Presseinfo <a href=\"index.php\/presse\/pressemeldungen\/1658-oesterreich-rueckschlag-fuer-den-tierschutz-tierversuche-angestiegen\" target=\"_self\" rel=\"noopener noreferrer\">\u00d6sterreich: R\u00fcckschlag f\u00fcr den Tierschutz: Tierversuche angestiegen<\/a><\/p>\n<p>Aufrufe: 235<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Am 29. Juni 2012 ist die Tierversuchsstatistik gem\u00e4\u00df \u00a7 16 Tierversuchsgesetz f\u00fcr das Jahr 2011 im Amtsblatt der Wiener Zeitung und auf der Homepage des Bundesministeriums f\u00fcr Wissenschaft und Forschung ver\u00f6ffentlicht worden. (Der schnelleren und leichteren \u00dcbersichtlichkeit wegen haben wir die 40 <\/p>\n<p><a class=\"read-more\" href=\"https:\/\/www.tierversuchsgegner.at\/wpibt\/2013\/07\/17\/tierversuchsstatistik-2011-eine-analyse\/\">weiterlesen<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_lmt_disableupdate":"","_lmt_disable":"","footnotes":""},"categories":[13,9,4],"tags":[],"modified_by":null,"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.tierversuchsgegner.at\/wpibt\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/854"}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.tierversuchsgegner.at\/wpibt\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.tierversuchsgegner.at\/wpibt\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.tierversuchsgegner.at\/wpibt\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.tierversuchsgegner.at\/wpibt\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=854"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/www.tierversuchsgegner.at\/wpibt\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/854\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":855,"href":"https:\/\/www.tierversuchsgegner.at\/wpibt\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/854\/revisions\/855"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.tierversuchsgegner.at\/wpibt\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=854"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.tierversuchsgegner.at\/wpibt\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=854"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.tierversuchsgegner.at\/wpibt\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=854"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}