{"id":859,"date":"2011-03-03T14:54:00","date_gmt":"2011-03-03T13:54:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.tierversuchsgegner.at\/wpibt\/2011\/03\/03\/tierversuchsstatistik-fas-jahr-2009-eine-analyse\/"},"modified":"2011-03-03T14:54:00","modified_gmt":"2011-03-03T13:54:00","slug":"tierversuchsstatistik-fas-jahr-2009-eine-analyse","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.tierversuchsgegner.at\/wpibt\/2011\/03\/03\/tierversuchsstatistik-fas-jahr-2009-eine-analyse\/","title":{"rendered":"Tierversuchsstatistik f\u00fcr das Jahr 2009 &#8211; eine Analyse"},"content":{"rendered":"<p>Am 25.06.2010 ist die <a href=\"images\/stories\/tierversuche\/tv_pdfs\/statistik-amtlich-2009.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Tierversuchsstatistik gem\u00e4\u00df \u00a7 16 Tierversuchsgesetz f\u00fcr das Jahr 2009<\/a> im Amtsblatt der Wiener Zeitung und auf der Homepage des Bundesministeriums f\u00fcr Wissenschaft und Forschung ver\u00f6ffentlicht worden.<br \/>Demnach wurden im Jahr 2009 an 207.738 lebenden Wirbeltieren und an 214 erneut verwendeten Tieren Experimente und Tests durchgef\u00fchrt, die f\u00fcr die Tiere mit Leiden, Schmerzen und \u00c4ngsten verbunden waren. Gegen\u00fcber dem Jahr 2008 stellt dies eine Verringerung um 5,8 % (12.718 weniger Tiere) dar.<\/p>\n<p><span> <\/p>\n<p>Wie schon bei den vorhergehenden Berichten angef\u00fchrt, ist bei der statistischen Darstellung der Versuchstiere folgendes zu ber\u00fccksichtigen und festzuhalten:<\/p>\n<ul>\n<li>Wie viele Tiere im Jahr 2009 tats\u00e4chlich f\u00fcr Experimente und Tests verwendet wurden, ist der amtlichen Statistik nicht zu entnehmen. Denn nach dem Tierversuchsgesetz gilt nicht jeder experimentelle Eingriff an einem Tier (auch wenn dieser in einem Tierversuchslabor statt findet!) als ein Tierversuch und scheint somit auch nicht in der offiziellen Statistik auf. Nach dem Gesetz handelt es sich nur dann um einen Tierversuch und wird auch nur dann statistisch erfasst, wenn\n<\/li>\n<\/ul>\n<blockquote>\n<p><strong>1.<\/strong> der Versuch an einem Wirbeltier durchgef\u00fchrt wird. Versuche an Wirbellosen (z.B. Krebse, Hummer, Langusten, Tintenfische) gelten nicht als Tierversuche \u2013 und werden auch nicht statistisch erfasst!<\/p>\n<p><strong>2.<\/strong> der Versuch mit Schmerzen, Leiden und \u00c4ngsten verbunden ist. Alle Eingriffe, die nach der pers\u00f6nlichen (!) Einsch\u00e4tzung des Experimentators f\u00fcr das Tier nicht belastend sind, gelten nicht als Tierversuche \u2013 und werden auch nicht statistisch erfasst!<\/p>\n<p><strong>3.<\/strong> der Versuch am lebenden Tier durchgef\u00fchrt wird. Versuche an Tieren, die vorher eigens (zum Zwecke der Gewinnung von Gewebe, Zellen, Organen etc.) daf\u00fcr get\u00f6tet wurden, gelten nicht als Tierversuche \u2013 und werden auch nicht statistisch erfasst!<\/p>\n<p><strong>4.<\/strong> Ebenso wenig gelten Versuche an Tierf\u00f6ten und -embryonen als Tierversuche \u2013 und werden auch nicht statistisch erfasst.<\/p>\n<p><strong>5.<\/strong> Labortiere, die get\u00f6tet werden, weil sie nicht dem Versuchsziel entsprechen oder weil sie als sog. &#8220;\u00dcberschuss&#8221; nicht gebraucht werden, scheinen auch nicht in der Statistik auf.<\/p>\n<\/blockquote>\n<ul>\n<li>Zudem ist der Statistik nicht zu entnehmen, wie viele Versuche ein einzelnes Versuchstier insgesamt bis zu seinem qualvollen Tod \u00fcber sich ergehen lassen musste. Es wird lediglich die Zahl der erneut verwendeten Tiere \u2013 das sind f\u00fcr das Jahr 2009 insgesamt 214 \u2013 angef\u00fchrt.<\/li>\n<li>Auch werden Klonversuche, gentechnische Experimente und der Einsatz von transgenen Tieren nicht eigens ausgewiesen. <\/li>\n<li>Dar\u00fcber hinaus unterliegen Tierversuche, die in einem anderen Land in Auftrag gegeben oder als (auch mit \u00f6sterreichischen Steuermitteln gef\u00f6rdertes) Forschungsprojekt in ein anders Land verlagert werden nicht dem \u00f6sterreichischen Tierversuchsgesetz \u2013 und werden auch nicht statistisch erfasst.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Der schnelleren und leichteren \u00dcbersichtlichkeit wegen, habe ich die 40 Tabellen der offiziellen Statistik auf 4 Seiten zusammengefasst, indem bei den Tabellen 2 \u2013 7 die Aufschl\u00fcsselung nach den einzelnen Tierarten weggelassen wurde.<br \/>Hinzugef\u00fcgt wurde die Spalte f\u00fcr das Jahr 2008, so dass ein direkter Vergleich mit dem Jahr 2009 zu ziehen ist. <a href=\"images\/stories\/tierversuche\/tv_pdfs\/statstiktab09.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Die Tabellen sind hier abrufbar.<br \/><\/a><\/p>\n<p> <strong> <\/p>\n<p>Tabelle1:<br \/>Anzahl der verwendeten Tiere nach ihrer Herkunft:<\/p>\n<p> <\/strong> <\/p>\n<p>Lediglich ein Drittel aller Versuchstiere (33,4 %) kommt aus einer <strong>\u00f6sterreichischen registrierten Zucht- oder Liefereinrichtung<\/strong>.<br \/>Nach wie vor stammen die meisten Tiere, n\u00e4mlich fast zwei Drittel (64,5 %),<strong> &#8220;aus anderen Quellen innerhalb der EU&#8221;<\/strong>.<br \/>Die Anzahl der Tiere aus unbestimmter, n\u00e4mlich <strong>&#8220;sonstiger Herkunft&#8221;<\/strong> (4.363), hat sich gegen\u00fcber dem Vorjahr kaum verringert.<br \/>Dies widerspricht v\u00f6llig der Zielvorgabe der Tierversuchsstatistik-Verordnung, nach der die Tiere vorrangig aus registrierten Einrichtungen kommen sollten.<\/p>\n<p><strong>Anzahl der verwendeten Tiere nach den zust\u00e4ndigen Ressorts:<br \/><\/strong><br \/>Mit 143.264 Tieren, das sind 69 % vom Gesamtverbrauch, hat wieder das <strong>Bundesministerium f\u00fcr Gesundheit<\/strong> die h\u00f6chste Anzahl zu melden \u2013 jedoch um 11.897 Tiere weniger als im Jahr 2008.<br \/>Davon wurden die meisten Tiere abermals, n\u00e4mlich 74.152, f\u00fcr die Forschung und Entwicklung von Produkten und Ger\u00e4ten der Human-, Zahn- und Veterin\u00e4rmedizin eingesetzt.<br \/>50 Tiere wurden erneut verwendet.<\/p>\n<p>Mit einer Anzahl von 60.334 Tieren, das sind 29 % des Gesamtverbrauches, folgt wieder an zweiter Stelle das <strong>Bundesministerium f\u00fcr Wissenschaft und Forschung<\/strong>. Im Vergleich zu 2008 hat es eine Erh\u00f6hung um 1.363 Tieren zu verzeichnen.<br \/>Davon wurden die meisten Tiere abermals, n\u00e4mlich 41.114, im Bereich der Grundlagenforschung eingesetzt.<br \/>158 Tiere wurden erneut verwendet.<\/p>\n<p>Das <strong>Bundesministerium f\u00fcr Wirtschaft, Familie und Jugend<\/strong> meldete den Verbrauch von 4.130 Tieren \u2013 um fast doppelt so viel wie im Jahr 2008, wobei die eine H\u00e4lfte (2.045 Tiere) in der Grundlagenforschung und die andere H\u00e4lfte (2.055 Tiere) f\u00fcr toxikologische und sonstige Unbedenklichkeitspr\u00fcfungen verwendet wurde.<\/p>\n<p>Das <strong>Bundesministerium f\u00fcr<\/strong> <strong>Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft<\/strong> verzeichnet lediglich 10 Rinder und 6 erneut verwendete Rinder aus \u00f6sterreichischen registrierten Zucht- oder Liefereinrichtungen, die zu &#8220;sonstigen&#8221; Zwecken eingesetzt wurden.<br \/>Dies ist sehr auff\u00e4llig, zumal im Jahr 2008 fast 4.000 Tiere, haupts\u00e4chlich f\u00fcr toxikologische und sonstige Unbedenklichkeitspr\u00fcfungen verwendet wurden und in etwa auch dem Durchschnittsverbrauch der letzten zehn Jahre entspricht (von 2.319 Tieren im Jahr 2002 bis hin zu 4.415 Tiere im Jahr 2006).<\/p>\n<p><strong><br \/>Anzahl der verwendeten Tiere nach ihrer Art:<\/strong><\/p>\n<p>Nach wie vor sind die <strong>M\u00e4use <\/strong>mit einer Anzahl von 169.393 und 28 erneut verwendeten Tieren traurige Spitzenreiter. Ihnen folgen mit Abstand die <strong>Kaninchen<\/strong> mit 16.441 und 16 erneut verwendeten Tieren. Die dritte Stelle nehmen abermals die <strong>Ratten<\/strong> mit 8.796 und 4 erneut verwendeten Tieren ein. <br \/>Weiters wurden folgende Tierarten in absteigender Reihenfolge verwendet: Schweine (5.291), Meerschweinchen (3.664), Fische (1.728, +11), Andere V\u00f6gel (791, +19), Hamster (723), Rinder (220, +6), Amphibien (198, +18), Schafe (142, +42), Pferde\/Esel\/Kreuzungen (93, +35), Hunde (59, +29), Katzen (77), Andere Nager (45), Marder (44), Ziegen (18, +6) und Andere S\u00e4ugetiere (15).<\/p>\n<p>Bei folgendenTierarten ist es zu eine <strong>Zunahme <\/strong>gegen\u00fcber 2008 gekommen: Meerschweinchen, Schweine, Schafe, Pferde\/Esel\/Kreuzungen, Katzen, Hunde, Hamster und Marder.<\/p>\n<p>Bei folgenden Tierarten ist es zu einer <strong>Verringerung <\/strong>gegen\u00fcber 2008 gekommen: M\u00e4use, Kaninchen, Ratten, Fische, Andere V\u00f6gel, Ziegen, Rinder, Amphibien, Andere Nager.<\/p>\n<p>Als neue Tierart gegen\u00fcber dem Jahr 2008 scheinen &#8220;Andere S\u00e4ugetiere auf&#8221;.<br \/>Nicht mehr verwendet wurden &#8220;Reptilien&#8221; und &#8220;Wachtel&#8221;.<\/p>\n<p><strong>Tabelle 2:<br \/>Anzahl der verwendeten Tiere nach dem Versuchszweck:<\/strong><\/p>\n<p>70,5 % der Versuchstiere (146.519) wurden f\u00fcr <strong>die Forschung, Entwicklung, Herstellung und Qualit\u00e4tskontrolle von Produkten und Ger\u00e4ten der Human-, Zahn- und Veterin\u00e4rmedizin<\/strong> verwendet.<\/p>\n<p>Im Bereich der <strong>Grundlagenforschung<\/strong> mussten 24,6 % von den gesamten Versuchstieren <strong>f\u00fcr biologische Untersuchungen<\/strong>, das sind 51.120 Tiere, sterben \u2013 um 3.303 weniger als im Vorjahr.<\/p>\n<p>Die f\u00fcr die Tiere extrem <strong>belastenden toxikologischen und sonstigen Unbedenklichkeitspr\u00fcfungen<\/strong> (Haut- und Augenreizungstests etwa) sind gegen\u00fcber 2008 um 2.514 Tiere gesunken und machen mit 5.538 Tieren fast 2,7 % aller &#8220;verbrauchten&#8221; Tiere aus. (In den Tabellen 3, 6 und 7 werden diese detaillierter aufgeschl\u00fcsselt.)<\/p>\n<p><strong>Tierversuche im Rahmen der Ausbildung<\/strong> an 1.613 lebenden Tieren (in absteigender Reihenfolge an M\u00e4usen, Schweinen, Ratten, Rinder, Kaninchen, Schafe, Andere V\u00f6ge,l Ziegen, Pferde\/Esel\/Kreuzungen, Hunde, Meerschweinchen), die in den letzten Jahren stark zugenommen haben (2005: verdoppelt, 2006: + 36 %; 2007: + 20 %, 2008: + 12 %) sind endlich etwas \u2013 um 318 Tiere gesunken. Der Anteil am gesamten Verbrauch betr\u00e4gt 0,8 %.<\/p>\n<p>Zum Zwecke der Krankheitsdiagnostik wurden 1.501 Tiere verwendet, um 204 mehr, so dass der Anteil am gesamten Verbrauch 0,7 % ausmacht.<\/p>\n<p>F\u00fcr <strong>&#8220;sonstige&#8221; Versuchszwecke<\/strong> wurden 1.447 Tiere registriert.<\/p>\n<p><strong>Tabelle 3:<br \/><\/strong><strong>Die Spalte 2.6 mit den 5.538 Tieren wird hier weiter nach der untersuchten Stoffart aufgeschl\u00fcsselt. Siehe auch Spalte 8.13.<\/strong> <\/p>\n<p>F\u00fcr toxikologische und sonstige Unbedenklichkeitspr\u00fcfungen wurden 5.538 Tiere insgesamt verwendet.<br \/>An 3.483 Tiere wurden Giftigkeitstests f\u00fcr <strong>Produkte\/Stoffe\/Ger\u00e4te der Human-, Zahn- und Veterin\u00e4rmedizin<\/strong> durchgef\u00fchrt.<br \/>2.055 Tiere wurden der Rubrik 3.10. (bzw. in Tabelle 8 der Spalte i) zugeteilt, die mit dem Titel <strong>&#8220;sonstige toxikologische und Unbedenklichkeitspr\u00fcfungen&#8221; <\/strong>eigentlich gar keine Stoffart bzw. Produktgruppe darstellt.<br \/>F\u00fcr <strong>Kosmetika, Lebensmittel- und Futtermittelzusatzstoffe, f\u00fcr Produkte\/Stoffe im Haushalt, in der Landwirtschaft und in der Industrie<\/strong> wurden \u2013 wie auch schon in den Vorjahren (2005, 2006, 2007, 2008) &#8211; keine Giftigkeitstests durchgef\u00fchrt.<br \/>Dar\u00fcber hinaus wurden im Jahr 2009 auch keine Tiere zu Untersuchungen f\u00fcr <strong>&#8220;m\u00f6gliche oder tats\u00e4chliche Kontaminanten in der Umwelt, die nicht in den anderen Spalten aufgef\u00fchrt sind&#8221;<\/strong>, herangezogen.<\/p>\n<p><strong>Tabelle 4: <br \/>Anzahl der verwendeten Tiere bei Versuchen im Zusammenhang mit Krankheiten von Mensch und Tier:<\/p>\n<p><\/strong>Hierf\u00fcr wurden insgesamt 121.814 Tiere verwendet (um 30.745 mehr als im Vorjahr), davon 21.312 f\u00fcr <strong>Krebserkrankungen<\/strong> beim Menschen, 6.198 f\u00fcr <strong>Nervenleiden und Geisteskrankheiten<\/strong> des Menschen und 4.817 f\u00fcr <strong>Herz-Kreislauf-Erkrankungen des Menschen<\/strong>.<br \/>F\u00fcr <strong>spezielle Tierkrankheiten<\/strong> betreffende Untersuchungen mussten im Jahr 2009 deutlich mehr Tiere als im Jahr 2008 (1.294) sterben, n\u00e4mlich 5.686.<br \/>Nach wie vor findet sich die h\u00f6chste Anzahl der verwendeten Tieren mit 83.801 (um 30.307 Tiere mehr als 2008) in der Rubrik f\u00fcr <strong>&#8220;sonstige Krankheiten des Menschen&#8221;<\/strong>. Nach wie vor fordern wir, dass hier die Statistik im Sinne der Aussagekraft weiter nach Krankheiten differenziert werden sollte (etwa nach Diabetes, Allergien etc.).<\/p>\n<p><strong>Tabelle 5:<br \/>Die Zahlenangaben der Spalten 2.4 und 2.5, n\u00e4mlich die Anzahl der 65.642 verwendeten Tiere bei der Herstellung und Qualit\u00e4tskontrolle von Produkten und Ger\u00e4ten der Human-, Zahn- und Veterin\u00e4rmedizin werden hier weiter nach den Rechtsvorschriften aufgeschl\u00fcsselt:<\/strong><\/p>\n<p>49.055 Tiere wurden aufgrund von einer <strong>Kombination von Rechtsvorschriften<\/strong> (EU, Europarat, nationale und sonstige) verwendet; 15.815 Tiere wurden aufgrund von <strong>EU-Rechtsvorschriften<\/strong> den Versuchen unterzogen; an 355 Tieren wurden aufgrund <strong>\u00f6sterreichischer Rechtsvorschriften<\/strong> Experimente durchgef\u00fchrt.<br \/>Waren f\u00fcr das Jahr 2004 in der Rubrik f\u00fcr <strong>&#8220;sonstige Rechtsvorschriften&#8221;<\/strong> noch 22.537 Tiere, im Jahr 2005 461 Tiere, im Jahr 2006 70 Tiere, im Jahr 2007 3 Tiere, im Jahr 2008 wieder 376 Tiere registriert, so sind es diesmal wohl weniger, aber immer noch 316.<br \/>Die Zahl der Versuche, die auf <strong>keine (!!!) Rechtsvorschriften<\/strong> basieren, sind wieder gestiegen, n\u00e4mlich von 14 auf 101.<\/p>\n<p><strong>Tabelle 6:<br \/>Die Spalte 2.6 wird hier mit den 5.538 Tieren weiter nach den Rechtsvorschriften aufgeschl\u00fcsselt:<\/strong><\/p>\n<p>An 2.788 Tieren wurden toxikologische und sonstige Unbedenklichkeitspr\u00fcfungen aufgrund einer <strong>Kombination von Rechtsvorschriften<\/strong> (EU, Europarat, nationale und sonstige) durchgef\u00fchrt.<br \/>An 2.376 Tieren wurden Giftigkeitstests aufgrund von <strong>EU-Rechtsvorschriften<\/strong> vorgenommen.<br \/>Aufgrund <strong>nationaler Rechtsvorschriften<\/strong> wurden 270 Tiere Tests unterzogen.<br \/>An 82 Tieren (um 76 weniger als im Vorjahr) wurden Giftigkeitstests <strong>ohne jegliche Rechtsvorschriften<\/strong> durchgef\u00fchrt!!!<br \/>An 22 Tieren wurden toxikologische und sonstige Unbedenklichkeitspr\u00fcfungen aufgrund <strong>&#8220;sonstiger Rechtsvorschriften&#8221;<\/strong> durchgef\u00fchrt.<\/p>\n<p><strong>Tabelle 7:<br \/>Die Spalte 2.6 wird hier mit den 5.538 Tieren weiter nach der Art der Toxizit\u00e4tspr\u00fcfungen aufgeschl\u00fcsselt. Siehe auch Zeile 8j.<\/strong><\/p>\n<p>Die Toxizit\u00e4tstests, die au\u00dferordentlich belastend f\u00fcr die Tiere sind und mit gro\u00dfen Schmerzen und Leiden einhergehen, sind deutlich, n\u00e4mlich um 31 %, von 8.052 auf 5.538 zur\u00fcckgegangen.<\/p>\n<p>F\u00fcr <strong>akute und subakute Toxizit\u00e4tstests<\/strong> wurden 2.271 Tiere verwendet, um 813 weniger als im Jahr 2008.<\/p>\n<p>Weiters wurde weniger Tiere bei <strong>Hautreizungs-<\/strong> (134), <strong>Hautsensibilisierungs-<\/strong> (934) und <strong>Augenreiztests<\/strong> (50), bei <strong>Toxizit\u00e4tspr\u00fcfungen f\u00fcr Wasserwirbeltiere<\/strong> (72), bei Pr\u00fcfungen auf <strong>subchronische und chronische Toxizit\u00e4t<\/strong> (971) verwendet. Auch in der Rubrik f\u00fcr <strong>&#8220;sonstiges&#8221;<\/strong> werden weniger Tiere registriert (972). F\u00fcr Pr\u00fcfungen auf <strong>Mutagenit\u00e4t<\/strong> wurden diesmal \u00fcberhaupt keine Tiere eingesetzt, daf\u00fcr jedoch 134 Tiere <strong>Reproduktionstoxizit\u00e4tstests <\/strong>ausgesetzt.<br \/>Unverst\u00e4ndlich ist, dass f\u00fcr 2009 noch immer Tiere zu Haureizungstests herangezogen wurden, obwohl sowohl EU-Kommission als auch OECD Anfang 2009 eine tierversuchsfreie Pr\u00fcfmethode als vollwertigen Ersatz verabschiedet haben.<\/p>\n<p><strong>Tabelle 8:<br \/>Die Spalte 2.6 wird hier mit den 5.538 Tieren weiter nach der Art der Toxizit\u00e4tspr\u00fcfungen aufgeschl\u00fcsselt und nach den Produktgruppen eingeteilt:<\/strong><\/p>\n<p>F\u00fcr toxikologische und sonstige Unbedenklichkeitspr\u00fcfungen wurden 5.538 Tiere insgesamt verwendet. An mehr als der H\u00e4lfte der Tiere, n\u00e4mlich an 3.483, wurden Giftigkeitstests f\u00fcr <strong>Produkte\/Stoffe\/Ger\u00e4te der Human-, Zahn- und Veterin\u00e4rmedizin<\/strong> durchgef\u00fchrt, davon wiederum haupts\u00e4chlich <strong>akute und subakute Giftigkeitstests<\/strong> (1.803), gefolgt von den Testungen auf <strong>subchronische und chronische Toxizit\u00e4t<\/strong> mit 623 Tieren; in die Rubrik &#8220;sonstiges&#8221; fallen 965 Tiere.<br \/>Weiteres dazu entnehmen Sie bitte der Analyse zu den Tabellen 3 und 7, da diese in der Tabelle 8 zusammengefasst sind.<\/p>\n<p>Siehe dazu auch unsere Presseinfo <a href=index.php\/presse\/pressemeldungen\/1564-terreich-tierversuche-geringf-gesunken-aber-keine-trendwende-in-sicht\" target=\"_self\">\u00d6sterreich: Tierversuche geringf\u00fcgig gesunken, aber keine Trendwende in Sicht.<\/a><\/p>\n<p> <\/span><\/p>\n<p>Aufrufe: 339<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Am 25.06.2010 ist die Tierversuchsstatistik gem\u00e4\u00df \u00a7 16 Tierversuchsgesetz f\u00fcr das Jahr 2009 im Amtsblatt der Wiener Zeitung und auf der Homepage des Bundesministeriums f\u00fcr Wissenschaft und Forschung ver\u00f6ffentlicht worden.Demnach wurden im Jahr 2009 an 207.738 lebenden Wirbeltieren und an 214 erneut <\/p>\n<p><a class=\"read-more\" href=\"https:\/\/www.tierversuchsgegner.at\/wpibt\/2011\/03\/03\/tierversuchsstatistik-fas-jahr-2009-eine-analyse\/\">weiterlesen<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_lmt_disableupdate":"","_lmt_disable":"","footnotes":""},"categories":[13,9,4],"tags":[],"modified_by":null,"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.tierversuchsgegner.at\/wpibt\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/859"}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.tierversuchsgegner.at\/wpibt\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.tierversuchsgegner.at\/wpibt\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.tierversuchsgegner.at\/wpibt\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.tierversuchsgegner.at\/wpibt\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=859"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.tierversuchsgegner.at\/wpibt\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/859\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.tierversuchsgegner.at\/wpibt\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=859"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.tierversuchsgegner.at\/wpibt\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=859"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.tierversuchsgegner.at\/wpibt\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=859"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}