{"id":862,"date":"2007-06-28T12:09:00","date_gmt":"2007-06-28T10:09:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.tierversuchsgegner.at\/wpibt\/2007\/06\/28\/tierversuchsstatistik-fas-jahr-2000-eine-analyse\/"},"modified":"2007-06-28T12:09:00","modified_gmt":"2007-06-28T10:09:00","slug":"tierversuchsstatistik-fas-jahr-2000-eine-analyse","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.tierversuchsgegner.at\/wpibt\/2007\/06\/28\/tierversuchsstatistik-fas-jahr-2000-eine-analyse\/","title":{"rendered":"Tierversuchsstatistik f\u00fcr das Jahr 2000 &#8211; eine Analyse"},"content":{"rendered":"<p>Laut der am 25. Juni 2001 auf der Homepage des Bundesministeriums f&uuml;r Bildung, Wissenschaft und Kultur ver&ouml;ffentlichen <a href=\"images\/stories\/tierversuche\/tv_pdfs\/statistik2000.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Tierversuchsstatistik<\/a> befanden sich im Jahr 2000 165.028 Wirbeltiere im Tierversuch, wobei 585 Tiere aus dem Vorjahr erneut in einen Versuch kamen, so dass sich eine Gesamtzahl von 165.613 Tieren f&uuml;r das Jahr 2000 ergibt. (Im Jahr 1999 mussten somit von den 131.249 Versuchstieren 130.644 in den Labors sterben.)<\/p>\n<p>Im Vergleich zum Vorjahr wurden 34.364 mehr Tiere verwendet, wovon der gr&ouml;&szlig;te Teil, n&auml;mlich 26.196 in den Zust&auml;ndigkeitsbereich des BMs f&uuml;r Soziale Sicherheit und Generationen f&auml;llt. Auch beim Gesamtverbrauch nimmt das BM f&uuml;r Soziale Sicherheit und Generationen mit 123.522 Tieren, die haupts&auml;chlich f&uuml;r die Forschung, Entwicklung, Herstellung und Qualit&auml;tskontrolle von Produkten und Ger&auml;ten der Human-, Zahn- und Veterin&auml;rmedizin eingesetzt wurden, eine einsame Spitze ein. Dem folgt das BM f&uuml;r Bildung, Wissenschaft und Kultur mit 36.489 Tieren, die gr&ouml;&szlig;ten Teils f&uuml;r biologische Untersuchungen im Bereich der Grundlagenforschung verwendet werden. Neu ist der Tierverbrauch aus dem Ressorts des BM f&uuml;r Wirtschaft und Arbeit. Der &uuml;berwiegende Teil der 2.810 Tiere wurde Unbedenklichkeitspr&uuml;fungen ausgesetzt. Allein das BM f&uuml;r Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft hat einen R&uuml;ckgang von 908 Tieren zu melden.<\/p>\n<p>Als Grund f&uuml;r den immens hohen Mehrverbrauch von Tieren f&uuml;r Versuche ist die janusk&ouml;pfige Forschungsf&ouml;rderungspolitik des BM f&uuml;r Bildung, Wissenschaft und Kultur anzusehen und die Bem&uuml;hungen der Gemeinde\/Stadt Wien um die Ansiedlung von immer mehr Biotechnikfirmen in Wien. So werden auf der einen Seite f&uuml;r die Forschung ohne Tierversuche ganz geringe Mittel aufgewendet (f&uuml;r die Verleihung des Staatspreises und f&uuml;r Projekte, die zum Ziel die Reduzierung, &#8220;Verfeinerung&#8221; und den Ersatz von Tierversuchen zum Ziel haben), wobei auf der anderen Seite &#8211; meist auf indirektem Weg &#8211; durch die Vergabe von immens hohen Forschungsf&ouml;rderungssummen (in Form von Preisen, Projektgeldern, Zusch&uuml;ssen, kostenlosen Baugrund, etc.) Forschungen mit Tierversuchen gest&uuml;tzt und gef&ouml;rdert werden. So hat z.B. Frau Ministerin Gehrer den h&ouml;chsten Wissenschaftspreis der Republik, n&auml;mlich den &#8220;Wittgenstein-Preis&#8221;, mit &ouml;S 15 Millionen an Meinrad Busslinger vom Institut f&uuml;r molekulare Pathologie f&uuml;r Arbeiten verliehen, die u.a. auch auf Tierversuche basieren!<\/p>\n<p>Bei der Verwendung der Tierarten ist eine Zunahme bei den M&auml;usen (+ 33.207), Amphibien (+ 1.703), Meerschweinchen (+ 1.082), Fischen (+ 504), Meerkatzen (+ 88) und Pferden, Esel und Kreuzungen (+ 5) zu verzeichnen. Bei allen anderen Tierarten konnten Verringerungen registriert werden.<\/p>\n<p>Laut Statistik musste auch f&uuml;r das Jahr 2000 kein einziges Tier f&uuml;r das Inverkehrbringen, die Entwicklung und Herstellung von Kosmetika, aber auch nicht f&uuml;r Lebensmittelzusatzstoffe leiden. Die meisten Tierversuche, n&auml;mlich 4.501 wurden f&uuml;r Produkte bzw. Stoffe gemacht, die in der Industrie verwendet werden.<\/p>\n<p>F&uuml;r die allgemeine und berufliche Ausbildung wurden im Vergleich zum Vorjahr eindeutig viel weniger Tiere verwendet. Im Jahr 2000 wurden an 270 Tieren Experimente durchgef&uuml;hrt, wobei betont werden muss, dass die eigens hierf&uuml;r get&ouml;teten Tiere nicht gez&auml;hlt werden, so dass beim Verbrauch von Versuchstieren f&uuml;r die Ausbildung von einer gro&szlig;en Dunkelziffer auszugehen ist.<\/p>\n<p>40.262 Tiere wurden f&uuml;r Versuche im Zusammenhang mit Krankheiten herangezogen, vorrangig in Bezug auf Krebserkrankungen und &#8220;sonstige&#8221;. Bei 307 Tieren zielten die Tests auf die Kl&auml;rung von Tierkrankheiten ab.<\/p>\n<p>Innerhalb der Unbedenklichkeitspr&uuml;fungen haben die f&uuml;r die Tiere immens belastenden Toxizit&auml;tstests zugenommen, insbesondere die Pr&uuml;fung auf chronische und subchronische Toxizit&auml;t und der laut &ouml;sterreichischer Gesetzgebung verbotene LD-50 Test! Auch Tests hinsichtlich der Hautsensibilisierung haben sich fast verdoppelt.<\/p>\n<p>Die Statistik schweigt sich weiterhin dar&uuml;ber aus, wie viele Tiere sich tats&auml;chlich in den Versuchslabors befinden, da sich die Zahlen nur auf die Labortiere, die im betreffenden Jahr im Versuch waren, beziehen. Es ist durchaus &uuml;blich, Tiere in Versuchslabors quasi als Vorrat zu halten. Auch kann man der Statistik nicht entnehmen, wie viele Versuche ein Versuchstier &uuml;ber sich ergehen lassen musste.<br \/>Dar&uuml;ber hinaus gelten Versuche an Wirbellose nicht als Tierversuche und m&uuml;ssen somit weder gemeldet noch aufgezeichnet werden und finden somit ebenfalls nicht Eingang in die Statistik.<br \/>Ebenso fehlt die Angabe von Tieren, die eigens zum Zweck der Gewinnung von Gewebe, Zellen, Organen etc. get&ouml;tet werden, wie auch die Verwendung von F&ouml;ten oder Embryonen.<br \/>Der Statistik ist nicht zu entnehmen, mit wie vielen Tieren Klonversuche und gentechnische Experimente durchgef&uuml;hrt werden. Auch wird die Verwendung von transgenen Tieren nicht eigens ausgewiesen.<\/p>\n<p>Aufrufe: 129<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Laut der am 25. 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