{"id":901,"date":"2017-05-24T13:48:00","date_gmt":"2017-05-24T11:48:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.tierversuchsgegner.at\/wpibt\/2017\/05\/24\/undercover-recherche-erschuetternde-bilder-aus-bruesseler-tierversuchslabor\/"},"modified":"2017-05-24T13:48:00","modified_gmt":"2017-05-24T11:48:00","slug":"undercover-recherche-erschuetternde-bilder-aus-bruesseler-tierversuchslabor","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.tierversuchsgegner.at\/wpibt\/2017\/05\/24\/undercover-recherche-erschuetternde-bilder-aus-bruesseler-tierversuchslabor\/","title":{"rendered":"Undercover-Recherche: Ersch\u00fctternde Bilder aus Br\u00fcsseler Tierversuchslabor"},"content":{"rendered":"<p>Jetzt ver\u00f6ffentlichte, verdeckt gemachte Videoaufnahmen aus der Freien Universit\u00e4t Br\u00fcssel zeigen die ersch\u00fctternde Realit\u00e4t der Tierversuche. Lebenden M\u00e4usen wird mit einem Kugelschreiber das Genick gebrochen oder mit der Schere der Kopf abgeschnitten, neugeborene Ferkel werden gek\u00f6pft und M\u00e4use mit geplatzten Tumoren bleiben unbehandelt. Ein Mitarbeiter der belgischen Tierrechtsorganisation GAIA hatte drei Monate lang als Tierpfleger im Tierhaus der Universit\u00e4t gearbeitet und verdeckt gefilmt. Der Verein &#8220;\u00c4rzte gegen Tierversuche&#8221; sieht in dem dokumentierten Tierleid keinen Einzelfall, sondern prangert das System \u201eTierversuch\u201c selbst an.<\/p>\n<ul \/>\n<li>Hier geht es zu den Videoaufnahmen: <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=3Cc0iIPw8Dk&#038;feature=youtu.be\">https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=3Cc0iIPw8Dk&#038;feature=youtu.be<\/a><\/li>\n<li \/>Hier geht es zu einem <a href=\"http:\/\/www.gaia.be\/sites\/default\/files\/paragraph\/files\/2016_report_eng.pdf\" target=\"_self\" rel=\"noopener noreferrer\">ausf\u00fchrlichen Bericht von GAIA<\/a> (in englischer Sprache) <\/li>\n<\/ul>\n<p>Von M\u00e4rz bis Juni 2016 hatte ein Ermittler der belgischen Tierrechtsorganisation GAIA dokumentiert, was sich im \u201eAnimalarium\u201c der Freien Universit\u00e4t Br\u00fcssel (Vrije Universiteit Brussel, Jette Campus), eine der renommiertesten Hochschulen des Landes, abspielt. In der Anlage, in der Ratten, M\u00e4use, Kaninchen und Schweine gehalten werden, dokumentierte er t\u00e4glich massive Verst\u00f6\u00dfe gegen die EU-Tierversuchsrichtlinie. Kranke Tiere wurden massiv vernachl\u00e4ssigt, K\u00e4fige waren chronisch \u00fcberbelegt, was zu Kannibalismus und stereotypen Verhaltensweisen f\u00fchrte. Zudem wurden unzul\u00e4ssige T\u00f6tungsmethoden routinem\u00e4\u00dfig angewendet, wie lebend Einfrieren und K\u00f6pfen ohne Bet\u00e4ubung.<\/p>\n<p>Der Undercover-Ermittler berichtet in einem ausf\u00fchrlichen Bericht wie Forscher und andere Uni-Mitarbeiter sich gegen\u00fcber dem offensichtlichen Tierleid und den Gesetzesverst\u00f6\u00dfen vollkommen gleichg\u00fcltig zeigten.<\/p>\n<p>In sogenannten \u00dcberlebensstudien wurden M\u00e4usen Krebszellen injiziert, um zu beobachten, wann die Tiere sterben. Dabei wurden die Tumore oftmals so gro\u00df, dass sie platzten. Bei Ratten wurden Symptome der menschlichen Parkinson Krankheit hervorgerufen, indem der Kopf in einen Halteapparat gespannt und eine Substanz in das Gehirn injiziert wurde. Im Bereich der Angst- und Depressionsforschung wurden M\u00e4use im forcierten Schwimmtest zum Schwimmen gezwungen, bis sie verzweifelt aufgeben. In einem anderen Test wird eine Maus am Schwanz aufgeh\u00e4ngt. Wenn sie sich h\u00e4ngen l\u00e4sst, gilt sie als depressiv. Neugeborenen Ferkeln wurde ohne Bet\u00e4ubung der Kopf abgeschnitten, um Zellen f\u00fcr die Diabetes-Forschung zu gewinnen.<\/p>\n<p>\u201eDiese schockierenden Dokumente belegen erneut das unermessliche Leid, das sich hinter den verschlossenen Labort\u00fcren abspielt\u201c, ist sich Dr. med. vet. Corina Gericke, stellvertretende Vorsitzende von \u00c4rzte gegen Tierversuche, sicher. \u201eMangelnde Transparenz bei gleichzeitiger Sch\u00f6nf\u00e4rberei vonseiten der Tierversuchslobby sollen die \u00d6ffentlichkeit glauben machen, Tierversuche seien nicht schlimmer als eine Blutabnahme beim Tierarzt. Nur Undercover-Recherchen zeigen, wie es in den Laboren tats\u00e4chlich zugeht\u201c.<\/p>\n<p>Dabei handelt es sich laut Gericke nicht um einen Einzelfall. Der forcierte Schwimmtest und der Tail-Suspension-Test (Schwanzh\u00e4ngetest) werden auch an deutschen Universit\u00e4ten routinem\u00e4\u00dfig in der Depressionsforschung eingesetzt. Ebenso wird Parkinson \u00fcblicherweise durch Injektion eines Giftes in das Gehirn von Ratten ausgel\u00f6st, Krebs durch Injektion von Krebszellen. \u201eDoch welchen Wert haben Ergebnisse aus Experimenten, bei denen komplexe menschliche Erkrankungen auf so primitive Weise nachgeahmt werden? Keinen!\u201c, mahnt Tier\u00e4rztin Gericke. \u201eWenn die Tiere dann auch noch durch die qualvollen Haltungsbedingungen chronisch gestresst sind, f\u00fchren die Ergebnisse aus Versuchen mit diesen Tieren vollends ad absurdum.\u201c<\/p>\n<p>Ein Abstellen der Haltungsm\u00e4ngel w\u00fcrde das Problem laut \u00c4rzte gegen Tierversuche aber nicht l\u00f6sen. Dem Verein zufolge ist der Tierversuch ein ungeeignetes System, um menschliche Krankheiten urs\u00e4chlich zu erforschen und zu behandeln. Innovative Forschungsmethoden mit Multiorganchips und pluripotenten Stammzellen sind dagegen der richtige Weg.<\/p>\n<p>Aufrufe: 55<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Jetzt ver\u00f6ffentlichte, verdeckt gemachte Videoaufnahmen aus der Freien Universit\u00e4t Br\u00fcssel zeigen die ersch\u00fctternde Realit\u00e4t der Tierversuche. 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