{"id":919,"date":"2016-05-12T15:42:00","date_gmt":"2016-05-12T13:42:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.tierversuchsgegner.at\/wpibt\/2016\/05\/12\/berliner-forscher-haben-hunderte-tierversuchsstudien-zu-schlaganfall-und-krebs-untersucht-und-dabei-gravierende-maengel-aufgedeckt\/"},"modified":"2016-05-12T15:42:00","modified_gmt":"2016-05-12T13:42:00","slug":"berliner-forscher-haben-hunderte-tierversuchsstudien-zu-schlaganfall-und-krebs-untersucht-und-dabei-gravierende-maengel-aufgedeckt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.tierversuchsgegner.at\/wpibt\/2016\/05\/12\/berliner-forscher-haben-hunderte-tierversuchsstudien-zu-schlaganfall-und-krebs-untersucht-und-dabei-gravierende-maengel-aufgedeckt\/","title":{"rendered":"Berliner Forscher haben hunderte Tierversuchsstudien zu Schlaganfall und Krebs untersucht und dabei gravierende M\u00e4ngel aufgedeckt"},"content":{"rendered":"<p><span style=\"color: #000000; font-family: Times New Roman; font-size: small;\"> <\/span><\/p>\n<p style=\"margin: 0cm 0cm 10pt;\">Eine Forschergruppe der Charit\u00e9 Universit\u00e4tsmedizin Berlin* hat hunderte von Tierexperimenten zu Schlaganfall und Krebs, sogenannte pr\u00e4klinische Studien, durchforstet. Dabei stellten sie fest, dass in den meisten Publikationen sehr ungenau \u00fcber die Anzahl der in den Versuchen verwendeten Tiere berichtet wird. Doch genau diese Zahlen sind ein wesentlicher Bestandteil jeder pr\u00e4klinischen Studie und von wesentlicher Bedeutung f\u00fcr die Nachvollziehbarkeit der Experimente und der Beurteilung der statistischen Aussagekraft und Wertigkeit des Ergebnisses.<\/p>\n<p style=\"margin: 0cm 0cm 10pt;\">\u00a0<\/p>\n<p \/><span style=\"line-height: 115%; font-family: \" \/><span style=\"color: #000000;\" \/> <\/span><\/span><\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p>Weiters stellten die Berliner Wissenschafter fest, dass in den meisten Studien die Herausnahme bzw. das Verschwinden von Tieren \u00fcberhaupt nicht dokumentiert und kommentiert wird, so dass man weder \u00fcber die verbleibende Tieranzahl noch \u00fcber die Gr\u00fcnde des Verschwindens (absichtlich aussortiert? verstorben?) Bescheid wei\u00df. Es bleibt offen, ob die verschwundenen Tiere in die Auswertung mit einbezogen wurden. Dass ein derartiges Vorgehen das Ergebnis beeinflusst, verzerrt, verf\u00e4lscht, sich auf diese Weise auch manipulieren l\u00e4sst, liegt auf der Hand. Die Berliner Wissenschafter haben dies auch in einer Studie simuliert und nachgewiesen.<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p style=\"margin: 0cm 0cm 10pt;\">Auch wenn wir TierversuchsgegnerInnen uns nicht mehr \u00fcber den Wissenschaftsbetrieb wundern, der ja auch den Tierversuch ohne haltbare Kriterien als wissenschaftliche Methode einstuft, ist es doch schockierend, wieder mal bewiesen zu bekommen, dass so viele Tiere v\u00f6llig sinnlos \u2013 lediglich f\u00fcr die Publikationen schlampiger Studien &#8211; leiden und sterben m\u00fcssen.<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p style=\"margin: 0cm 0cm 10pt;\">*(Holman C, Piper SK, Grittner U, Diamantaras AA, Kimmelman J, Siegerink B, Ulrich Dirnagl: Where Have All the Rodents Gone? The Effects of Attrition in Experimental Research on Cancer and Stroke. PLOS Biology 14(1): e1002331. DOI:10.1371\/journal.pbio.1002331. Published: January 4, 2016). <a href=\"images\/stories\/tierversuche\/tv_pdfs\/studien-dirnagl.pdf\" target=\"_self\" rel=\"noopener noreferrer\">Die Studie ist hier abrufbar.<\/a><\/p>\n<p>Aufrufe: 56<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Eine Forschergruppe der Charit\u00e9 Universit\u00e4tsmedizin Berlin* hat hunderte von Tierexperimenten zu Schlaganfall und Krebs, sogenannte pr\u00e4klinische Studien, durchforstet. Dabei stellten sie fest, dass in den meisten Publikationen sehr ungenau \u00fcber die Anzahl der in den Versuchen verwendeten Tiere berichtet wird. 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