{"id":930,"date":"2015-02-12T13:07:00","date_gmt":"2015-02-12T12:07:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.tierversuchsgegner.at\/wpibt\/2015\/02\/12\/die-einzelstaatliche-foerderung-von-ersatzmethoden-zu-tierversuchen-in-der-eu-eine-untersuchung\/"},"modified":"2015-02-12T13:07:00","modified_gmt":"2015-02-12T12:07:00","slug":"die-einzelstaatliche-foerderung-von-ersatzmethoden-zu-tierversuchen-in-der-eu-eine-untersuchung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.tierversuchsgegner.at\/wpibt\/2015\/02\/12\/die-einzelstaatliche-foerderung-von-ersatzmethoden-zu-tierversuchen-in-der-eu-eine-untersuchung\/","title":{"rendered":"Die einzelstaatliche F\u00f6rderung von Ersatzmethoden zu Tierversuchen in der EU \u2013 eine Untersuchung"},"content":{"rendered":"<p>Gem\u00e4\u00df Artikel 47 der im Jahre 2013 in Kraft getretenen Tierversuchsrichtlinie (Richtlinie 2010\/63\/EU zum Schutz der f\u00fcr wissenschaftliche Zwecke verwendeten Tiere) haben die einzelnen Mitgliedstaaten zur Entwicklung, F\u00f6rderung, Validierung und Informationsverbreitung alternativer Methoden beizutragen (Abs. 1 und 4).<br \/>Auch sollen die Mitgliedstaaten der Kommission bei der Ermittlung und Benennung von Laboratorien f\u00fcr die Durchf\u00fchrung von Validierungsstudien behilflich sein (Abs. 2) und eine einzige Kontaktstelle namhaft machen, die \u00fcber die regulatorische Relevanz und Eignung von zur Validierung vorgeschlagenen alternativen Ans\u00e4tzen ber\u00e4t (Abs. 5).<\/p>\n<p>Um zu eruieren, ob und in welchem Ausma\u00df die einzelnen Mitgliedstaaten diesem gesetzlichen Auftrag nachkommen, hat Katy Taylor von unserer englischen Dachorganisation gegen Tierversuche, der European Coalition to End Animal Experiments (ECEAE) eine diesbez\u00fcgliche Umfrage koordiniert und ausgewertet. Sie wurde dabei von allen Partnervereinen der ECEAE, somit auch vom IBT, unterst\u00fctzt. Die besorgniserregenden Ergebnisse der Umfrage wurden nun im <a href=\"images\/stories\/tierversuche\/tv_pdfs\/katy.pdf\" target=\"_self\" rel=\"noopener noreferrer\">Wissenschaftsjournal ALTEX Online publiziert<\/a>.<\/p>\n<p>Jeder Partnerverein fragte in seinem jeweiligen Mitgliedstaat bei den zust\u00e4ndigen Beh\u00f6rden \u00fcber den Stand der F\u00f6rderungen von Ersatzmethoden zu Tierversuchen an (mit Ausnahme der Niederlande, da diese zu diesem Zeitpunkt die Richtlinie noch nicht umgesetzt hatte).<br \/>Nur die H\u00e4lfte der L\u00e4nder \u2013 n\u00e4mlich dreizehn &#8211; antwortete \u00fcberhaupt, wobei davon in nur sieben Staaten Ersatzmethoden gezielt gef\u00f6rdert werden, n\u00e4mlich in Belgien, D\u00e4nemark, Deutschland, Finnland, Gro\u00dfbritannien, \u00d6sterreich und Schweden.<\/p>\n<p>Die gesamte F\u00f6rderungssumme dieser sieben Staaten bel\u00e4uft sich auf 18,7 Millionen Euro im Jahr 2013.<br \/>Irland, Litauen, Luxemburg, Slowakei, Tschechien und Spanien gaben an, dass weder 2013 noch vorher F\u00f6rdergelder zur Entwicklung von Ersatzmethoden zum Einsatz kamen.<\/p>\n<p>Weiters ergab die Untersuchung, dass in D\u00e4nemark, Finnland, Gro\u00dfbritannien und \u00d6sterreich die F\u00f6rderungen gegen\u00fcber den Vorjahren 2010, 2011 und 2012 deutlich gestiegen sind. Dar\u00fcber hinaus plant D\u00e4nemark ein Alternativen-Zentrum und Spanien will ein Netzwerk zur Unterst\u00fctzung von alternativen Methoden aufbauen.<\/p>\n<p><strong>\u00d6sterreich:<br \/>Fragen und die Antworten des Wissenschaftsministeriums <\/strong><\/p>\n<p><strong>1. Frage:<\/strong> In welcher H\u00f6he wurden von \u00d6sterreich Mittel zur Entwicklung von Ersatzmethoden (Ersatz, Verminderung und Vermeidung) zu Tierversuchen bereitgestellt? Bitte um jeweilige Aufschl\u00fcsselung f\u00fcr die Jahre 2010, 2011 und 2012.<\/p>\n<p><strong>Antwort:<br \/><\/strong>Vom Bundesministerium f\u00fcr Wissenschaft und Forschung wurden f\u00fcr Ersatz- und Erg\u00e4nzungsmethoden zu Tierversuchen in den letzten drei Jahren insgesamt EUR 162.193,64 zur Verf\u00fcgung gestellt. Die nach Jahren aufgeschl\u00fcsselten Betr\u00e4ge, die wegen der F\u00e4lligkeitstermine der Auszahlungen stark fluktuieren, sind wie folgt 74.700,- EUR (2010), 1.506, &#8211; EUR (2011) und 85.987,64 EUR (2012).<\/p>\n<p><strong>2. Frage:<\/strong> In welcher H\u00f6he sind Mittel f\u00fcr das Jahr 2013 (und f\u00fcr langfristigere Projekte dar\u00fcber hinaus) zur Entwicklung, F\u00f6rderung und Validierung von Ersatzmethoden veranschlagt?<\/p>\n<p><strong>Antwort:<br \/><\/strong>Im Bundesvoranschlag f\u00fcr 2013 sind f\u00fcr Ersatz- und Erg\u00e4nzungsmethoden zu Tierversuchen (zusammen mit Sicherheitsforschung zur Gentechnik) EUR 290.000,- vorgesehen. Dar\u00fcber hinaus besteht die M\u00f6glichkeit, Mittel f\u00fcr Ersatzmethoden auch aus dem EU Rahmenprogramm f\u00fcr Forschung und Innovation, im Rahmen der gesellschaftlichen Herausforderung ,,Gesundheit, Wohlbefinden und demografischer Wandel&#8221; zu lukrieren. F\u00fcr Forschung zu dieser gesellschaftlichen Herausforderung stehen f\u00fcr die Jahre 2014 &#8211; 2020 insgesamt 7,2 Mrd. EUR bereit.<\/p>\n<p><strong>3. Frage:<\/strong> Hat \u00d6sterreich der Kommission Laboratorien f\u00fcr die Durchf\u00fchrung von Validierungsstudien benannt? Wenn ja, welche? Wenn nein, warum nicht?<\/p>\n<p><strong>Antwort:<br \/><\/strong>Laboratorien f\u00fcr die Durchf\u00fchrung von Validierungsstudien wurden bisher noch nicht benannt, da die Suche nach Kandidaten, welche die daf\u00fcr erforderlichen Anforderungen erf\u00fcllen k\u00f6nnen und auch zur \u00dcbernahme dieser Aufgabe bereit sind, noch nicht abgeschlossen ist.<\/p>\n<p><strong>4. Frage:<\/strong> Welche Ma\u00dfnahmen werden gem\u00e4\u00df Abs. 4 gesetzt, um die F\u00f6rderung von Ersatzmethoden zu gew\u00e4hrleisten und die diesbez\u00fcglichen Informationen zu verbreiten?<\/p>\n<p><strong>Antwort:<br \/><\/strong>Zur Verbreitung von Informationen \u00fcber Ersatzmethoden zu Tierversuchen unterst\u00fctzt und organisiert das Bundesministerium f\u00fcr Wissenschaft und Forschung weiterhin &#8211; wie auch schon in den vergangenen Jahren &#8211; wissenschaftliche Veranstaltungen, die \u00fcber Tierversuche, Ersatz- und Erg\u00e4nzungsmethoden informieren. Dazu geh\u00f6ren insbesondere die nahezu j\u00e4hrlich in Linz stattfindenden Kongresse der ,,European Society for Alternatives to Animal Testing&#8221; (EUSAAT), sowie eigene Veranstaltungen des Bundesministeriums f\u00fcr Wissenschaft und Forschung wie die Beh\u00f6rdenseminare zur Weiterbildung und zum Erfahrungsaustausch der mit der Vollziehung des Tierversuchsgesetzes befassten Beh\u00f6rden.<\/p>\n<p>Aufrufe: 91<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Gem\u00e4\u00df Artikel 47 der im Jahre 2013 in Kraft getretenen Tierversuchsrichtlinie (Richtlinie 2010\/63\/EU zum Schutz der f\u00fcr wissenschaftliche Zwecke verwendeten Tiere) haben die einzelnen Mitgliedstaaten zur Entwicklung, F\u00f6rderung, Validierung und Informationsverbreitung alternativer Methoden beizutragen (Abs. 1 und 4).Auch sollen die Mitgliedstaaten der <\/p>\n<p><a class=\"read-more\" href=\"https:\/\/www.tierversuchsgegner.at\/wpibt\/2015\/02\/12\/die-einzelstaatliche-foerderung-von-ersatzmethoden-zu-tierversuchen-in-der-eu-eine-untersuchung\/\">weiterlesen<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_lmt_disableupdate":"","_lmt_disable":"","footnotes":""},"categories":[10,4],"tags":[],"modified_by":null,"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.tierversuchsgegner.at\/wpibt\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/930"}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.tierversuchsgegner.at\/wpibt\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.tierversuchsgegner.at\/wpibt\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.tierversuchsgegner.at\/wpibt\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.tierversuchsgegner.at\/wpibt\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=930"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.tierversuchsgegner.at\/wpibt\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/930\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.tierversuchsgegner.at\/wpibt\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=930"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.tierversuchsgegner.at\/wpibt\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=930"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.tierversuchsgegner.at\/wpibt\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=930"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}