{"id":943,"date":"2014-05-08T10:55:00","date_gmt":"2014-05-08T08:55:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.tierversuchsgegner.at\/wpibt\/2014\/05\/08\/manipulierte-kfen-klimaschutz\/"},"modified":"2014-05-08T10:55:00","modified_gmt":"2014-05-08T08:55:00","slug":"manipulierte-kfen-klimaschutz","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.tierversuchsgegner.at\/wpibt\/2014\/05\/08\/manipulierte-kfen-klimaschutz\/","title":{"rendered":"Manipulierte K\u00fche f\u00fcr den Klimaschutz"},"content":{"rendered":"<p>Seit 1900 hat sich die Anreicherung von Methan in der Atmosph\u00e4re verdoppelt, was in einem direkten Zusammenhang mit dem vermehrten Fleischkonsum steht. Denn die Wiederk\u00e4uer wie Rinder, Schafe, Ziegen stossen laufend Methangas aus*, ein aggressives Treibhausgas, das wesentlich zur Erderw\u00e4rmung beitr\u00e4gt. Fast die H\u00e4lfte der Methanemissionen und 18 Prozent der Treibhausgase \u00fcberhaupt stammt aus der Erzeugung tierischer Lebensmittel inklusive der Futtermittelerzeugung und der Ausbringung von G\u00fclle und D\u00fcngermittel.<\/p>\n<p>Statt nun zu der einfachen L\u00f6sung zu greifen, auf den \u00f6kologischen Landbau mit geringerem Tierbestand in artgerechter Haltung umzusteigen, den Fleisch-, Milch- und Eierkonsum auch aus \u00f6kologischen Gr\u00fcnden einzuschr\u00e4nken oder idealer Weise gleich auf die sowieso ges\u00fcndere und auch ethisch vertretbarere vegetarische oder gar vegane Ern\u00e4hrung umzustellen, machen sich findige Wissenschafter \u2013 offenbar Arm in Arm mit der Fleischindustrie &#8211; daran, die Tiere \u2013 zun\u00e4chst in Tierversuchen &#8211; derart zu manipulieren, so dass sie kein oder weniger Methan bilden bzw. aussto\u00dfen.<\/p>\n<ul>\n<li>In der Schweiz wurden F\u00fctterungsversuche mit K\u00fchen und Schafen durchgef\u00fchrt, wobei Futterzus\u00e4tze (Fette, Saponine und Tannine) getestet wurden, die dazu gef\u00fchrt haben sollen, dass K\u00fche und Schafe 10 bis 40 Prozent weniger Methangas erzeugten. Die Tiere wurden dabei einzeln in eine Respirationskammer, einen Glaskasten, verbracht, wo sie gef\u00fcttert wurden und laufend das Methan gemessen wurde. Da durch die Methanabgabe auch Energie aus der Nahrung verloren geht, erhofft man sich durch die Methanverringerung nicht nur einen Beitrag zum Klimaschutz, sondern gleich auch mehr Ertr\u00e4ge in Form von mehr Milch und mehr Fleisch.\n<\/li>\n<li>In Neuseeland arbeiten Wissenschafter daran, die Bakterien, die im Verdauungstrakt der Wiederk\u00e4uer das Methan produzieren, gentechnisch zu ver\u00e4ndern, damit sie weniger oder gar kein Methan mehr erzeugen.\n<\/li>\n<li>In Australien wird versucht, Magenmikroben von K\u00e4ngurus \u2013 Wiederk\u00e4uer, die wenig Methan abgeben \u2013 auf K\u00fche zu \u00fcbertragen, nachdem die Verabreichung eines Impfstoffes gegen die Archaebakterien bei Schafen wenig Erfolg versprechend verlaufen ist.\n<\/li>\n<li>Da das Methan insbesondere beim Abbau der Zellulose entsteht, stehen auch \u00dcberlegungen an, den Tieren weniger Gras und Heu zu f\u00fcttern und mehr Kraftfutter. Da letzteres jedoch teurer ist, werden die Tiere vorerst noch von dieser artfremden Kost verschont.<\/li>\n<\/ul>\n<p>* Die Abgase einer einzigen Milchkuh sollen in etwa so klimasch\u00e4dlich sein wie die eines Kleinwagens, der 18.000 km im Jahr gefahren wird.<\/p>\n<p>Aufrufe: 99<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Seit 1900 hat sich die Anreicherung von Methan in der Atmosph\u00e4re verdoppelt, was in einem direkten Zusammenhang mit dem vermehrten Fleischkonsum steht. Denn die Wiederk\u00e4uer wie Rinder, Schafe, Ziegen stossen laufend Methangas aus*, ein aggressives Treibhausgas, das wesentlich zur Erderw\u00e4rmung beitr\u00e4gt. 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