{"id":977,"date":"2011-06-30T07:13:00","date_gmt":"2011-06-30T05:13:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.tierversuchsgegner.at\/wpibt\/2011\/06\/30\/leserbrief-an-die-presse\/"},"modified":"2011-06-30T07:13:00","modified_gmt":"2011-06-30T05:13:00","slug":"leserbrief-an-die-presse","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.tierversuchsgegner.at\/wpibt\/2011\/06\/30\/leserbrief-an-die-presse\/","title":{"rendered":"Leserbrief an die Presse"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: center;\"><strong>Leserbrief zu dem <\/strong><a href=\"http:\/\/diepresse.com\/home\/meinung\/wisskommentar\/647610\/Solche-wie-Busek-braeuchte-das-Land-Nur-woher-nehmen\" target=\"_self\" rel=\"noopener noreferrer\"><strong>Artikel von Kurt Kotrschal &#8220;Solche wie Busek br\u00e4uchte das Land. Nur, woher nehmen?&#8221;<\/strong><\/a><strong>, ersch. in &#8220;Die Presse&#8221;, Print-Ausgabe, 05.04.2011<\/strong><\/p>\n<p>Kurt Kotrschal f\u00fchrt als Beispiel f\u00fcr Buseks <em>Aktivit\u00e4ten als Wissenschaftsminister, die nicht immer Begeisterung hervorriefen<\/em>, das Tierversuchsgesetz an, das unter Buseks Amtszeit 1990 in Kraft trat. Ein \u00e4u\u00dferst schlecht gew\u00e4hltes Beispiel, weil die von Kotrschal angef\u00fchrten Sachverhalte und Verallgemeinerungen (die tierexperimentelle Forschung wird mit der gesamten \u201eheimischen Forschung\u201c, ja sogar mit der Wissenschaft schlechthin gleichgesetzt) einfach nicht stimmen:<br \/>Allein Kotrschals Messlatte, dass politische Aktivit\u00e4ten, gar ein Gesetz, um das jahrelang unter Ber\u00fccksichtigung verschiedenster Interessenlagen m\u00fchsam gerungen wurde, alle zu begeistern habe, ist kindisch.<\/p>\n<p>Dass die Tierversuchslobby von den dringend erforderlichen gesetzlichen Regelungen nicht begeistert war und ist, mag sein. Die TierversuchsgegnerInnen sind schlie\u00dflich auch nicht begeistert: Denn entgegen Kotrschals Behauptung verhindert das Tierversuchsgesetz keinen einzigen Tierversuch und sei er ethisch \u00f6ffentlich so umstritten, wie dies etwa bei den grausamen Lawinenexperimenten mit Schweinen in Tirol der Fall war. Aber immerhin werden durch das Tierversuchsgesetz \u2013 das Kotrschal leger als \u201eFehlkonstruktion\u201c bezeichnet &#8211; die Experimente an Tieren \u2013 allerdings nur jene an den lebenden Wirbeltieren &#8211; reglementiert, seltener schon &#8211; selbst im Rahmen der gesetzlichen Vorschriften \u2013 auch kontrolliert.<\/p>\n<p>Entgegen Kotrschals Behauptung und entgegen demokratischer Prinzipien ist die Kommission zur Genehmigung von Tierversuchen seit jeher nicht parit\u00e4tisch besetzt. Eine Gesch\u00e4ftsordnung wurde erst j\u00fcngst \u2013 nach \u00fcber 20 Jahren &#8211; verabschiedet, weil der Rechnungshof die undurchsichtigen Verfahrensg\u00e4nge dieser Kommission beanstandet hat.<br \/>Zuletzt musste sogar die Volksanwaltschaft eingeschaltet werden, weil das Wissenschaftsministerium ein von der Tierschutzseite nominiertes, qualifiziertes Mitglied weder best\u00e4tigt noch zu den Sitzungen einl\u00e4dt.<\/p>\n<p>Ich denke, dass sich Erhard Busek nie zu diesen Demokratie\u00e4ngstlichkeiten, ja \u2013feindlichkeiten heruntergelassen h\u00e4tte \u2013 auch nicht zum Preis heller Begeisterungszurufe egal welcher Lobbyisten: &#8211; daf\u00fcr ist ihm Respekt zu zollen.<\/p>\n<p>Mag. Romana Rathmanner<br \/>Mitarbeiterin des Internationalen Bundes der Tierversuchsgegner<br \/>Mitglied der im Wissenschaftsministerium angesiedelten Kommission gem. \u00a7 13 Tierversuchsgesetz<\/p>\n<p>Aufrufe: 67<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Leserbrief zu dem Artikel von Kurt Kotrschal &#8220;Solche wie Busek br\u00e4uchte das Land. 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