{"id":990,"date":"2010-10-06T14:22:00","date_gmt":"2010-10-06T12:22:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.tierversuchsgegner.at\/wpibt\/2010\/10\/06\/reach-wurde-verabschiedet\/"},"modified":"2010-10-06T14:22:00","modified_gmt":"2010-10-06T12:22:00","slug":"reach-wurde-verabschiedet","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.tierversuchsgegner.at\/wpibt\/2010\/10\/06\/reach-wurde-verabschiedet\/","title":{"rendered":"REACH wurde verabschiedet"},"content":{"rendered":"<p>REACH &#8211; die Kurzformel steht f\u00fcr die Registrierung, Bewertung, Zulassung und Beschr\u00e4nkung chemischer Stoffe &#8211; , mit der die Chemikalienpolitik der Europ\u00e4ischen Union neu geordnet und reformiert wurde, ist abgeschlossen. Am 13.12.2006 nahm das Europ\u00e4ische Parlament in seiner zweiten Lesung den Anfang Dezember 2006 erzielten Kompromisstext von Europaparlament, Rat und Kommission an. Am 18.12.2006 haben auch die EU-Umweltminister ihre Zustimmung gegeben. Somit tritt die <a href=\"images\/stories\/tierversuche\/tv_pdfs\/reach_verordnung.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">REACH-Verordnung<\/a> am 1. Juni 2007 in Kraft.<\/p>\n<p>Da mit REACH die sogenannten chemischen &#8220;Altstoffe&#8221;, von denen 30.000 in Umlauf sind, in den kommenden elf Jahren &#8211; stufenweise, je nach in Verkehr gebrachter Menge &#8211; neu erfasst und auf ihre Gef\u00e4hrlichkeit hin bewertet werden, ist bis 2018 mit einem immensen Anstieg von Tierversuchen zu rechnen. Aufgrund jahrelanger und massiver Interventionen europ\u00e4ischer TierversuchsgegnerInnen konnte das Schreckensszenario, der Verbrauch von 45 Millionen Versuchstieren, abgewendet werden. Die Verantwortlichen konnten f\u00fcr das Thema Tierversuche sensibilisiert und viele Verbesserungen erreicht werden:<\/p>\n<ul>\n<li>Die Unternehmen sind verpflichtet, Testdaten aus Tierversuchen freizugeben bzw. auszutauschen, um Doppelt- und Mehrfachversuche f\u00fcr die gleichen Chemikalien zu vermeiden.<\/li>\n<li>Sollen mit einer Substanz Tierversuche durchgef\u00fchrt werden, muss der entsprechende Testvorschlag 45 Tage lang ins Internet gestellt werden. Interessensgruppen haben die M\u00f6glichkeit nach Alternativmethoden zu recherchieren.<\/li>\n<li>Die Entwicklung, F\u00f6rderung und Validierung von Ersatzmethoden soll forciert werden. (Rund 80 Millionen Euro wurden im sechsten EU-Forschungsprogramm daf\u00fcr bereitgestellt.)<\/li>\n<li>Die neue Europ\u00e4ische Chemikalienagentur in Helsinki muss regelm\u00e4\u00dfig \u00fcber die Entwicklung von Alternativmethoden berichten. <\/li>\n<\/ul>\n<p>Wie viele Tiere nun trotz dieser Festschreibungen f\u00fcr REACH leiden und sterben werden, ist ungewiss. Gewiss ist, dass f\u00fcr uns TierversuchsgegnerInnen dieses Thema nicht abgeschlossen ist. Es liegt nun an uns, darauf zu achten, dass die gesetzlichen Vorgaben auch stringent umgesetzt werden und vor allem weiter ausgebaut werden. Das Ziel muss der v\u00f6llige Ersatz von Tierversuchen durch die Etablierung tierversuchsfreier Teststrategien sein. <\/p>\n<p>Siehe dazu auch <a href=\"index.php\/tierversuche\/info\/1029-tierversuche-fhemikalien\" target=\"_self\" rel=\"noopener noreferrer\">Tierversuche f\u00fcr Chemikalien &#8211; das REACH-Programm<\/a><\/p>\n<p>Aufrufe: 41<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>REACH &#8211; die Kurzformel steht f\u00fcr die Registrierung, Bewertung, Zulassung und Beschr\u00e4nkung chemischer Stoffe &#8211; , mit der die Chemikalienpolitik der Europ\u00e4ischen Union neu geordnet und reformiert wurde, ist abgeschlossen. 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