{"id":992,"date":"2010-10-06T14:18:00","date_gmt":"2010-10-06T12:18:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.tierversuchsgegner.at\/wpibt\/2010\/10\/06\/eu-chemikalienverordnung-umweltausschuss-flternativmethoden\/"},"modified":"2010-10-06T14:18:00","modified_gmt":"2010-10-06T12:18:00","slug":"eu-chemikalienverordnung-umweltausschuss-flternativmethoden","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.tierversuchsgegner.at\/wpibt\/2010\/10\/06\/eu-chemikalienverordnung-umweltausschuss-flternativmethoden\/","title":{"rendered":"EU-Chemikalienverordnung: Umweltausschuss f\u00fcr Alternativmethoden"},"content":{"rendered":"<p>Seit 1991 wird in der Europ\u00e4ischen Union an einer neuen Regelung bei der Registrierung, Bewertung und Zulassung von Chemikalien (kurz REACH genannt) gearbeitet. Nach dem EU-Kommissions-Entwurf sollen dabei nicht nur die neuen Chemikalien erfasst und bewertet werden, sondern auch die sogenannten 30.000 &#8220;Alt-&#8221; Chemikalien, die vor 1981 mit mehr als einer Jahrestonne auf den Markt gekommen sind, da man \u2013 obwohl diese seit Jahrzehnten im Umlauf sind \u2013 nichts \u00fcber deren gef\u00e4hrlichen Eigenschaften f\u00fcr Mensch und Umwelt wei\u00df. Die Umsetzung dieses Entwurfes h\u00e4tte den grausamen Vergiftungstod von Versuchstieren in einem unvorstellbaren Ausmass \u2013 von bis zu 45 Millionen Tiere in den kommenden 15 Jahren &#8211; nach sich gezogen. Aber ein einhelliger europaweiter Aufschrei aller Tierschutz-, Tierrechts- und TierversuchsgegnerInnenorganisationen brachte die damit befassten Politiker und Gremien zum Einlenken. In den diversen Arbeitssitzungen wurde immer wieder beteuert, dass der Entwicklung und dem Einsatz von Ersatzmethoden Vorrang gegeben werden muss.<br \/>So zuletzt auch am 4. Oktober 2005, an dem der parlamentarische EU-Umweltausschuss in Br\u00fcssel zu diesem Thema den Kompromiss-Vorschlag der britischen Ratspr\u00e4sidentschaft beraten hat.<\/p>\n<\/p>\n<p><strong>\u00c4nderungsvorschl\u00e4ge wurden von einer breiten Mehrheit der ParlamentarierInnen angenommen:<\/strong><\/p>\n<ul>\n<li>Die Hersteller desselben Stoffes werden verpflichtet, gemeinsam die Registrierung zu beantragen (&#8220;Osor&#8221;= one substance, one registration\/ ein Stoff, eine Registrierung), was Kosten spart und die mehrfache Durchf\u00fchrung von Tierversuchstests verhindert.<\/li>\n<li>Die geplante EU-Chemikalienagentur soll sich f\u00fcr die Entwicklung von Alternativen zu Tierversuchen einsetzen und Strategien zur Vermeidung von Tierversuchen entwickeln. Ein Teil der Registrierungsgelder soll f\u00fcr die Forschung nach Alternativmethoden eingesetzt werden.<\/li>\n<li>Auch die Entsch\u00e4rfung der Informationspflicht, die \u2013 wohl zulasten des Umweltschutzes &#8211; der chemischen Industrie mit ihren auch mittleren und kleineren Unternehmen entgegenkommt, bewirkt \u2013 indirekt \u2013 eine immense Einsparung von Tierversuchen:<br \/>So m\u00fcssen f\u00fcr die produzierenden bzw. importierten Stoffmengen zwischen ein und zehn Jahrestonnen (die 20.000 der insgesamt 30.000 von der Verordnung betroffenen Alt-Chemikalien ausmachen) nur mehr die schon vorhandenen Daten von den Firmen geliefert werden, au\u00dfer es handelt sich um potentiell gef\u00e4hrliche Stoffe. <\/li>\n<\/ul>\n<p>Mitte November kommt REACH im Europaparlament zur Ersten Lesung. Da die ParlamentarierInnen ein Mitentscheidungsrecht haben, werden sich Parlament und Rat \u2013 bis zur Zweiten Lesung -auf einen Kompromiss einigen m\u00fcssen. Man rechnet damit, dass sich die Beratungen sicherlich noch \u00fcber das kommende Jahr 2006 hinziehen werden.<\/p>\n<p>Siehe dazu auch <a href=\"index.php\/tierversuche\/meldungen\/975-tierversuche-fhemikalien-die-eu-kommission-lenkt-ein\" target=\"_self\" rel=\"noopener noreferrer\">Tierversuche f\u00fcr Chemikalien &#8211; die EU-Kommission lenkt ein<\/a><\/p>\n<p>Siehe dazu auch <a href=\"index.php\/tierversuche\/info\/1029-tierversuche-fhemikalien\" target=\"_self\" rel=\"noopener noreferrer\">Tierversuche f\u00fcr Chemikalien &#8211; das REACH-Programm<\/a><\/p>\n<p>Aufrufe: 88<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Seit 1991 wird in der Europ\u00e4ischen Union an einer neuen Regelung bei der Registrierung, Bewertung und Zulassung von Chemikalien (kurz REACH genannt) gearbeitet. Nach dem EU-Kommissions-Entwurf sollen dabei nicht nur die neuen Chemikalien erfasst und bewertet werden, sondern auch die sogenannten 30.000 <\/p>\n<p><a class=\"read-more\" href=\"https:\/\/www.tierversuchsgegner.at\/wpibt\/2010\/10\/06\/eu-chemikalienverordnung-umweltausschuss-flternativmethoden\/\">weiterlesen<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_lmt_disableupdate":"","_lmt_disable":"","footnotes":""},"categories":[10,4],"tags":[],"modified_by":null,"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.tierversuchsgegner.at\/wpibt\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/992"}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.tierversuchsgegner.at\/wpibt\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.tierversuchsgegner.at\/wpibt\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.tierversuchsgegner.at\/wpibt\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.tierversuchsgegner.at\/wpibt\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=992"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.tierversuchsgegner.at\/wpibt\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/992\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.tierversuchsgegner.at\/wpibt\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=992"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.tierversuchsgegner.at\/wpibt\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=992"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.tierversuchsgegner.at\/wpibt\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=992"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}