{"id":598,"date":"2024-08-14T15:34:09","date_gmt":"2024-08-14T13:34:09","guid":{"rendered":"https:\/\/www.tierversuchsgegner.at\/wpibtblog\/?p=598"},"modified":"2024-08-22T13:03:49","modified_gmt":"2024-08-22T11:03:49","slug":"213-schafe-starben-qualvoll-ehemaliger-tierarzt-erneut-vor-gericht-wiener-neustadt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.tierversuchsgegner.at\/wpibtblog\/2024\/08\/14\/213-schafe-starben-qualvoll-ehemaliger-tierarzt-erneut-vor-gericht-wiener-neustadt\/","title":{"rendered":"213 Schafe starben qualvoll: Ehemaliger Tierarzt erneut vor Gericht Wiener Neustadt"},"content":{"rendered":"<p><br \/>\n<em>aus dem Kurier &#8211; 12.8.2024<\/em><br \/>\n&nbsp;<br \/>\nFotos und Videos von\u00a0<strong>Tiersch\u00fctzern\u00a0<\/strong>dokumentieren\u00a0<strong>grausame Szenen\u00a0<\/strong>aus dem\u00a0<strong>Sommer 2021<\/strong>: In einem Schlachtbetrieb in<strong>\u00a0Haschendorf (Bezirk Wiener Neustadt)<\/strong>\u00a0wurden insgesamt 213 Schafe f\u00fcr ein\u00a0<strong>muslimisches Opferfest<\/strong>\u00a0gesch\u00e4chtet \u2013 ohne die gesetzlich vorgeschriebene Bet\u00e4ubung und nicht gem\u00e4\u00df den Bestimmungen des\u00a0<strong>Tierschutzgesetzes<\/strong>. Die zappelnden Tiere bluteten qualvoll aus.<br \/>\n&nbsp;<br \/>\n<strong>Schuldspruch aufgehoben<\/strong><br \/>\n&nbsp;<br \/>\nJene sechs M\u00e4nner aus Wien, die die dilettantische Prozedur vorgenommen hatten, sind deshalb bereits\u00a0<strong>rechtskr\u00e4ftig verurteilt\u00a0<\/strong>worden. Der Schuldspruch gegen den\u00a0<strong>von der Bezirkshauptmannschaft hinzugezogenen Tierarzt<\/strong>, der die illegale Sch\u00e4chtung nicht gestoppt, sondern daran teilgenommen hat, wurde vom Oberlandesgericht Wien allerdings\u00a0<strong>wegen formaler M\u00e4ngel<\/strong>\u00a0aufgehoben. Er stand nun am Montag erneut vor Gericht.<br \/>\n&nbsp;<br \/>\n&#8222;Unn\u00f6tige Qualen&#8220;<br \/>\n&nbsp;<br \/>\nDem\u00a0<strong>mittlerweile pensionierten Veterin\u00e4r\u00a0<\/strong>wird von der Staatsanwaltschaft Wiener Neustadt\u00a0<strong>Tierqu\u00e4lerei und Amtsmissbrauch<\/strong>\u00a0vorgeworfen. Statt seiner Kontrollpflicht nachzukommen, habe er sich an den illegalen Schlachtungen beteiligt und ebenfalls im Widerspruch zu den gesetzlichen Vorschriften gehandelt, lautet der Vorwurf. Er habe die Identit\u00e4ten und Bef\u00e4higungen der Sch\u00e4chter nicht \u00fcberpr\u00fcft und die blutige Prozedur auch dann nicht beendet, als klar war, dass hier geltendes Recht gebrochen wurde.<br \/>\n&nbsp;<br \/>\n<strong>Sch\u00e4chtungen\u00a0<\/strong>d\u00fcrfen in \u00d6sterreich nur in Anwesenheit eines amtlichen Kontrollorgans, nur durch Personen mit entsprechender Genehmigung und nur mit sofortiger Bet\u00e4ubung nach dem T\u00f6tungsschnitt durchgef\u00fchrt werden. In Haschendorf sei der Hals der Tiere aber nicht mit einem Schnitt ge\u00f6ffnet worden, was zu\u00a0<strong>unn\u00f6tigen Qualen<\/strong>\u00a0gef\u00fchrt habe, sagt die Staatsanw\u00e4ltin.<br \/>\n&nbsp;<br \/>\nNicht qualifiziert<br \/>\n&nbsp;<br \/>\nStatt die Schafe sofort zu bet\u00e4uben, habe auch der Tierarzt dies erst nach einiger Zeit zustande gebracht.<br \/>\n&nbsp;<br \/>\nSchneller sei die\u00a0<strong>Bet\u00e4ubung\u00a0<\/strong>aber nicht m\u00f6glich gewesen, lautet die Rechtfertigung des Veterin\u00e4rs. Warum er die Schlachtungen nicht gestoppt habe, als klar wurde, dass sie nicht im Rahmen der Vorschriften ablaufen, begr\u00fcndete der Angeklagte so: Seitens der zust\u00e4ndigen Beh\u00f6rde sei niemand zu erreichen gewesen, also habe er entschieden, selbst die Bet\u00e4ubungen durchzuf\u00fchren \u2013 so rasch als m\u00f6glich.<br \/>\n&nbsp;<br \/>\nEigentlich h\u00e4tte die\u00a0<strong>Grausamkeit\u00a0<\/strong>gar nicht beginnen d\u00fcrfen. Denn die M\u00e4nner, die in Haschendorf zur Tat schritten, verf\u00fcgten nicht \u00fcber die\u00a0<strong>geforderte Befugnis<\/strong>. Teilweise seien ihnen die gesetzlichen Bestimmungen\u00a0<strong>gar nicht bekannt<\/strong>\u00a0gewesen, gaben sie im ersten Prozess im Jahr 2023 zu Protokoll.<br \/>\n&nbsp;<br \/>\nAcht Freiwillige<br \/>\n&nbsp;<br \/>\nAls die\u00a0<strong>zwei urspr\u00fcnglich seitens der Beh\u00f6rde zugelassenen Schlachter<\/strong>\u00a0am Tag des Opferfestes nicht verf\u00fcgbar gewesen seien, h\u00e4tten sich zun\u00e4chst insgesamt acht andere M\u00e4nner an ihrer Stelle gemeldet, erinnerte sich der Tierarzt. &#8222;Aber ein paar von ihnen konnten das nicht so gut, daher habe ich gesagt, sie sollen wieder aufh\u00f6ren.&#8220; Wie viele der Freiwilligen dies gewesen seien, wollte die vorsitzende Richterin wissen. &#8222;Vier von acht&#8220;, lautete die Antwort.<br \/>\n&nbsp;<br \/>\nBedingte Haftstrafe<br \/>\n&nbsp;<br \/>\nEinen\u00a0<strong>Identit\u00e4tsnachweis\u00a0<\/strong>habe der Mediziner nicht gefordert, r\u00e4umt er in seiner Aussage selbst ein. &#8222;Die Schafe waren aus dem Ausland angeliefert worden und es kamen auch schon die ersten G\u00e4ste des Festes. Wenn wir alles abgesagt h\u00e4tten, h\u00e4tte das bestimmt zu chaotischen Szenen gef\u00fchrt&#8220;, sagte der Veterin\u00e4r. Und: &#8222;Man musste getaktet vorgehen, um alle Tiere wegarbeiten zu k\u00f6nnen.&#8220;<br \/>\n&nbsp;<br \/>\nWie schon im ersten Prozess bekannte sich der Mann\u00a0<strong>nicht schuldig<\/strong>, wie schon im ersten Prozess wurde er zu einer\u00a0<strong>bedingten Haftstrafe<\/strong>\u00a0verurteilt: diesmal zu\u00a0<strong>zehn Monaten<\/strong>\u00a0&#8211; 2023 waren es elf gewesen.\u00a0<strong>Nicht rechtskr\u00e4ftig.<\/strong><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>aus dem Kurier &#8211; 12.8.2024 &nbsp; Fotos und&hellip;<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[5],"tags":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.tierversuchsgegner.at\/wpibtblog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/598"}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.tierversuchsgegner.at\/wpibtblog\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.tierversuchsgegner.at\/wpibtblog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.tierversuchsgegner.at\/wpibtblog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.tierversuchsgegner.at\/wpibtblog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=598"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/www.tierversuchsgegner.at\/wpibtblog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/598\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":605,"href":"https:\/\/www.tierversuchsgegner.at\/wpibtblog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/598\/revisions\/605"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.tierversuchsgegner.at\/wpibtblog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=598"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.tierversuchsgegner.at\/wpibtblog\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=598"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.tierversuchsgegner.at\/wpibtblog\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=598"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}