{"id":662,"date":"2025-01-25T16:28:06","date_gmt":"2025-01-25T15:28:06","guid":{"rendered":"https:\/\/www.tierversuchsgegner.at\/wpibtblog\/?p=662"},"modified":"2025-04-23T16:28:21","modified_gmt":"2025-04-23T14:28:21","slug":"zweifelhafter-nutzen-von-tierversuchen-menschen-reagieren-auf-verletzungen-voellig-anders","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.tierversuchsgegner.at\/wpibtblog\/2025\/01\/25\/zweifelhafter-nutzen-von-tierversuchen-menschen-reagieren-auf-verletzungen-voellig-anders\/","title":{"rendered":"Zweifelhafter Nutzen von Tierversuchen: Menschen reagieren auf Verletzungen v\u00f6llig anders"},"content":{"rendered":"<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Anmerkung d. Redaktion: Wir bringen diesen Artikel aus dem Jahr 2013, da er an Aktualit\u00e4t nichts verloren hat!<\/strong><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Wie genetische Analysen zeigen, verlaufen entz\u00fcndliche Erkrankungen bei M\u00e4usen sehr viel schw\u00e4cher und k\u00fcrzer als bei Menschen.<\/strong><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Paolo Alto (USA) &#8211; M\u00e4use sind die am h\u00e4ufigsten eingesetzten Versuchstiere zur Erforschung menschlicher Krankheiten. Dabei geht man davon aus, dass sich die im Tiermodell erzielten Ergebnisse im Wesentlichen auf den Menschen \u00fcbertragen lassen. Amerikanische Forscher haben jetzt erstmals verglichen, welche Reaktionen im K\u00f6rper von Menschen und M\u00e4usen bei schweren Verletzungen ablaufen, die mit Entz\u00fcndungen verbunden sind. Dazu analysierten sie \u00fcber einen l\u00e4ngeren Zeitraum, wie sich die Aktivit\u00e4ten mehrerer tausend Gene in Blutzellen mit Beginn der Erkrankung ver\u00e4ndern. Die Reaktionen der Gene waren bei Menschen mit v\u00f6llig unterschiedlichen Verletzungen und Infektionen \u00fcberraschend \u00e4hnlich. Sie unterschieden sich aber ganz betr\u00e4chtlich von den Reaktionen bei den M\u00e4usen, berichten die Genetiker im Fachjournal \u201eProceedings of the National Academy of Sciences (PNAS)\u201c. Sie empfehlen daher, sich bei der Erforschung entz\u00fcndlicher Erkrankungen weniger als bisher auf Tierversuche zu konzentrieren.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>\u201eWir m\u00f6chten mit unserer Arbeit eine breite Diskussion unter Wissenschaftlern und Forschungsorganisationen dar\u00fcber in Gang setzen, welchen Wert Mausmodelle bei unterschiedlichen Fragestellungen haben\u201c, sagt Shaw Warren vom Massachusetts General Hospital in Boston, einer der beteiligten Forscher. In fr\u00fcheren Untersuchungen hatte die Arbeitsgruppe bereits festgestellt, dass schwere Verletzungen einen \u201eSturm im Genom\u201c des Patienten ausl\u00f6sen: Etwa 80 Prozent aller Gene \u00e4ndern ihre Aktivit\u00e4t und verursachen damit unter anderem Entz\u00fcndungsreaktionen. F\u00fcr ihre neue Studie w\u00e4hlten sie 167 Patienten mit gr\u00f6\u00dferen Wunden und 244 Menschen mit Brandverletzungen aus, um den zeitlichen Verlauf der ver\u00e4nderten Genaktivit\u00e4ten zu verfolgen. Dazu entnahmen sie wiederholt Blutproben und analysierten, welche Gene der wei\u00dfen Blutk\u00f6rperchen ein- oder ausgeschaltet sind. Parallel dazu ermittelten sie entsprechende Gen-Daten von verletzten M\u00e4usen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>In den menschlichen Zellen hatten 6 bis 12 Stunden nach der Verletzung mehr als 5.500 Gene ihre Aktivit\u00e4t ver\u00e4ndert. Obwohl 4.900 davon auch im Erbgut der Maus vorliegen, zeigten bei den Tieren nur ein Drittel dieser Gene erh\u00f6hte oder verringerte Aktivit\u00e4ten. Au\u00dferdem hielten die Ver\u00e4nderungen beim Menschen ein bis sechs Monate an, bei M\u00e4usen dagegen nur einige Stunden bis vier Tage. Die Forscher best\u00e4tigten diese Befunde durch Genanalysen von Patienten mit verschiedenen Infektionen und anderen entz\u00fcndlichen Erkrankungen. Unabh\u00e4ngig von Art und Schweregrad der Krankheit und unabh\u00e4ngig von Alter, Geschlecht und Therapieform zeigten s\u00e4mtliche Patienten \u00e4hnlich ver\u00e4nderte Genaktivit\u00e4ten, die nicht mit den Messungen bei M\u00e4usen vergleichbar waren.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Offenbar reagieren Menschen mit viel st\u00e4rkeren und l\u00e4nger andauernden Entz\u00fcndungsreaktionen als die Tiere. Daher sei es wenig effektiv, entz\u00fcndungshemmende Medikamente an M\u00e4usen zu testen, schreiben die Forscher. Andererseits k\u00f6nnten weitere vergleichende Forschungsarbeiten dabei helfen, neue Mittel zu entwickeln, die gegen eine Vielzahl entz\u00fcndlicher Erkrankungen gleichzeitig wirksam w\u00e4ren. F\u00fcr die dazu notwendigen Tests sollten, so die Autoren, vermehrt menschliche Zell- und Gewebekulturen anstelle von Tieren eingesetzt werden.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<hr \/>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Wir haben obigen Artikel aus der Vergangenheit hier abgedruckt, da er zu einem aktuellen Artikel aus dem SPIEGEL guten Hintergrund liefert.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Darin geht es um einen \u201eArtikel \u00fcber die Affenversuche des A. Kreiter\u201c &#8211; <strong>Neurowissenschafter Andreas Kreiter erforscht Affengehirne, um Leiden wi Parkinson und Epilepsie besser behandeln zu k\u00f6nnen. Seit Jahrzehnten bedrohen ihn Aktivisten, weil er daf\u00fcr Elektroden in die Gehirne schiebt. Muss das sein?<\/strong><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Hier ein Leserbrief an den SPIEGEL von Frau Marianne Rautenberg:<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>An den Chefredakteur Herrn Dirk Kurbjuweit<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Sehr geehrter Herr Kurbjuweit,<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>den grausamen vermeintlich medizinischen Experimenten des A. Kreiter, der diese an Affen durchf\u00fchrt, wird in dem u.a. Spiegelartikel v\u00f6llig unkritisch eine Wissenschaftlichkeit angedichtet, die dieser absolut nicht entspricht. Einem Magazin, wie der Spiegel, den ich vor langen Jahren auch mal aboniert hatte, steht es nciht gut zu Gesicht, einen Kreiter als seri\u00f6sen Forscher darzustellen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Unabh\u00e4ngig davon, dass durch derartige Grausamkeiten an Mitgesch\u00f6pfen, die uns Menschen darartig \u00e4hnlich sind, nicht im entferntesten tats\u00e4chliche Erkenntnisse f\u00fcr die Menschliche Erkrankung &#8222;Parkinson&#8220; zu erwarten sind, gibt es Lebensgesetze, die uns verbieten, einem f\u00fchlenden Mitgesch\u00f6pf derartiges Leid anzutun.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Vor Jahren habe ich gegen Herrn Kreiter und die verantwortliche Ethikkommission Strafanzeige wegen v\u00f6llig unsinnigen grausamen Tierversuchen gestellt. ( Durch Ertrinken von Ratten nach langem \u00dcberlebenskampf sollten angebliche Erkenntnisse in der Demenzforschung zu erwarten sein.) Zum besseren Verst\u00e4ndnis: in meiner jetzigen Berufst\u00e4tigkeit arbeite ich mit Demenzkranken.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Das qualvoll verzerrte Gesichtchen eines Affen, der sein Leben lang fixiert schmerzhafte Experimente erleiden muss, spricht B\u00e4nde und sollte jedem klarmachen, dass es sich hier um nichts anderes als Verbrechen an der Sch\u00f6pfung handelt. Erkenntnisse zu Parkinso sind reichlich vorhanden, Herr Kreiter und all die, die Forschungsgelder einstreichen und sich mit vermeintlich wissenschaftlichen Ver\u00f6ffentlichungen einen Heiligenschein verdienen wollen verweise ich auf die einschl\u00e4gigen seri\u00f6sen Forschungsergebnisse, die vorhanden sind,- z.B. Dr. Bernhard Rambeck &#8211; ohne das empfindsame Mitgesch\u00f6pfe zu Tode gequ\u00e4lt worden sind.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Dem Spiegel kann ich nur nahelegen, hier kritisch zu recherchieren, anstatt ausgerechnet einem A. Kreiter ein derartiges Podium zu bieten.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Ich habe \u00fcbrigens in meinem langen medizinischen Berufsleben auch viele Jahre mit sehr guten \u00c4rzten und \u00c4rztinnen in der Neurologie zusammen gearbeitet, ohne Ausnahme waren alle gegen Tierexperimente.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>ZUM SPIEGEL-ARTIKEL:<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/wissenschaft\/medizin\/tierversuche-andreas-kreiter-hassfigur-fuertierversuchsgegner-a-8af9203d-4bef-4855-99a0-6a982f82a286\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">https:\/\/www.spiegel.de\/wissenschaft\/medizin\/tierversuche-andreas-kreiter-hassfigur-fuertierversuchsgegner-a-8af9203d-4bef-4855-99a0-6a982f82a286<\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&nbsp; Anmerkung d. 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