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Am 26. April 2017 hat Air France mit einem Passagierflugzeug (Air France Flight 463 und 730) 120 Langschwanzmakaken – als Fracht verpackt in hölzernen Kisten – von Mauritius über Paris in die USA transportiert. Die Affen waren für das Auftragslabor “Charles River Laboratories” bestimmt, welches toxikologische Tests (Giftigkeitstests) an Tieren für Arzneimittel und Chemikalien durchführt. Hier geht es zu einem Video dazu. Diese aktuellen Informationen konnte Cruelty Free International/CFI, unser britischer Partnerverein, in Erfahrung bringen und ruft zu erneuten Protesten gegen Air France auf. Denn Air France ist die einzige europäische Passagier-Fluggesellschaft, die immer noch Affen für die Tierversuchsforschung transportiert.
Im Gegensatz zu vielen anderen europäischen Fluglinien transportiert Air France noch immer Affen an die Tierversuchsindustrie. In einer Presseaussendung bedankt sich gar die Basel Declaration Society, die Experimente für den medizinischen Fortschritt als unverzichtbar hält, “ausdrücklich bei Air France für ihre verantwortungsbewusste Entscheidung, weiterhin für Tiertransporte … zur Verfügung zu stehen”. Die gesamte Pressemitteilung ist hier abrufbar. Machen Sie mit und füllen Sie bitte die Online-Petition gegen den Transport von Versuchsaffen unserer englischen Dachorganisation gegen Tierversuche (ECEAE), der wir als Partnerorganisation angehören, aus.
Die Petition ist hier abrufbar
Jahrelange und ständige Proteste der TierversuchsgegnerInnen haben dazu geführt, dass immer mehr europäische Luftlinien bereit sind, keine Affen mehr zu Versuchszwecken zu transportieren. Austrian Airlines, British Airways, Brussels Airlines, Czech Airlines, LOT Polish Airlines, Lufthansa, KLM Royal Dutch Airlines, Swiss International Airlines, TAP Portugal und viele andere mehr beteiligen sich nicht mehr an dem grausamen Geschäft mit Versuchstieren. Aber auch außereropäische Fluggesellschaften ziehen sich aus den Affentransporten zurück. So hat etwa auch die chinesische Fluglinie Hainan aufgrund massenhafter Proteste, an denen sich auch der IBT beteiligt hat, von einem Affentransport von China nach Kanada abgesehen. Darüber hinaus hat Hainan Airlines zugesichert, auch in Zukunft keine Affentransporte für Versuchslabors durchzuführen. Zuletzt hat sich die israelische staatliche Fluggesellschaft „El Al“ geweigert, 90 wild eingefangene Makakenweibchen für Arthroseforschungen in die USA zu transportierten. Auch fand sich keine andere ausländische Fluglinie, welche dieses grausame Geschäft übernehmen wollte. Die betroffene Affenzuchtfarm „Mazor“ sieht sich nun in ihrer Existenz bedroht. Sie hat in der Nähe von Tel Aviv derzeit um die 2.000 Makaken untergebracht, die für Tierversuchszwecke teils gezüchtet wurden und teilweise aus Mauritius stammen, wo sie der freien Wildbahn entnommen wurden.
Das Leiden der Tiere beginnt nicht erst im Tierversuchslabor, das sie in der Regel nicht mehr lebend verlassen. Für den Transport werden die Tiere in kleine Holzkisten gepfercht, in denen sie kaum stehen können. Auf den Langstreckenflügen leiden die Affen Hunger und Durst, Angst und Stress durch Lärm, extreme Temperaturschwankungen und schlechte Belüftung. Dazu kommen Umladungen und Verspätungen. Viele überleben die oft Tage dauernden Torturen nicht.
Wenn keine Fluggesellschaft mehr bereit wäre, Affen zu transportieren, würde der Nachschub für die Tierversuchslabors in aller Welt erheblich erschwert werden.
Siehe auch unter: Der grausame Umgang mit den Affen auf Mauritius |
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