Tierquäler legt Giftköder aus

Tierquäler legt Giftköder aus
In Parndorf ist offenbar ein Tierquäler unterwegs, der Giftköder auslegt. Bei dem Gift handelt es sich um Carbofuran – ein hochtoxisches Pestizid. Ein Labrador, der einen Giftköder schluckte, konnte gerettet werden.


Gegengift rettet Labrador

Giftanschläge auf Haus- und Wildtiere mit Carbofuran hat es im Burgenland schon öfter gegeben. In Parndorf sind mittlerweile vier Fälle bekannt, im jüngsten Fall hat es einen Labrador erwischt.

Nach einem Spaziergang mit seinem Frauerl zeigte der Hund Vergiftungserscheinungen. Wie sich herausstellte, hatte das Tier einen mit Carbofuran vergifteten Köder gefressen. Der Labrador konnte durch ein Gegengift gerettet werden.

Mehrere Seeadler vergiftet
Wildtiere haben da weniger Glück: So sind im Bezirk Neusiedl am See bereits mehrere Seeadler durch Giftköder getötet worden. Bei den Untersuchungen stieß man immer wieder auf Carbofuran. Erkennbar ist das hochgiftige Pestizid an seiner blau-violetten Färbung.

EU-weit verboten
Seit 2008 ist Carbofuran EU-weit verboten. Wie aber der jüngste Vorfall in Parndorf zeigt, sind noch immer Vorräte im Umlauf. Auch auf Menschen wirkt Carbofuran schon in geringer Dosis tödlich.

Der WWF und der burgenländische Jagdverband rufen nun gemeinsam dazu auf, Verdachtsfälle sofort zu melden und haben dafür eigens eine Gifthotline eingerichtet.

WWF-Gifthotline: 0676/444 66 12
Landesjagdverband: 0664/617 10 39

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