Unsere Lebensmittel werden ständig “verbessert”, auf unsere oft erst durch die Werbung erweckten Bedürfnisse hin manipuliert: das Produkt soll “besser” schmecken, appetitlicher aussehen, Butter etwa streichfähiger, länger haltbar, cholesterinreduziert, kalorienarm etc. sein. Derartig “verbesserte” oder gar neu hergestellte Produkte (functional food genannt), auch die den Markt überschwemmenden Nahrungsergänzungsmittel, werden jedoch meist im Tierversuch getestet.
Neulich hat die steirische Firma Lactoprot in Hartberg (www.lactoprot.at), eine Gruppe der Firma Artax ( www.artax.at), in Zusammenarbeit mit der Universität für Bodenkultur in Wien ein Verfahren zur Spaltung von Milchzucker entwickelt, damit auch Menschen, die eine Milchzuckerunverträglichkeit haben, Milchprodukte konsumieren können. Inwieweit nun mit dem derartigen Verfahren hergestellte Milchprodukte auch eine prebiotische Wirkung aufweisen (Prebiotika fördern eine gesunde Darmflora), wird derzeit im Tierversuch getestet.
Wir KonsumentInnen können bei jedem Einkauf entscheiden, ob wir derartige Entwicklungen, die mit großem Tierleid verbunden sind, weiterhin fördern wollen. Selbst auch aus gesundheitlichen Gründen sind solcherart manipulierte Lebensmittel kritisch zu hinterfragen. Bei einer Milchzuckerunverträglichkeit kann auf andere eiweißhältige Nahrungsmittel – insbesondere auf die Sojabohne mit ihren vielfältigen Produkten – zurückgegriffen werden.
Auch wenn es in unserem hektischen Alltagsleben einige Disziplin erfordert: Kaufen Sie nur unverfälschte Produkte. Jegliche “Verbesserung” und neue Erfindung bedeutet einen künstlichen Eingriff, der in der Regel mit Tierversuchen verbunden ist. Auch Ihr Körper wird es Ihnen danken.
Manche Bioläden, wie etwa der in St. Pölten (NÖ) neu eröffnete Bio-Supermarkt livit, bieten ausschließlich Produkte (Kosmetika, Nahrungsergänzungsmittel etc.) an, die auch ohne Tierversuche sind.
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