Der Internationale Bund der Tierversuchsgegner (IBT) kritisiert vehement die erneute Verschiebung des Verbotes von Tierversuchen für Kosmetika, die mindestens weiteren 480.000 Tieren das Leben kostet. Der IBT macht die EU-Kommission für die fehlenden, tierversuchsfreien Alternativen verantwortlich.
Die EU-Parlamentarier und der EU-Ministerrat haben sich im Vermittlungsausschuss darauf geeinigt, dass erst ab dem Jahr 2009 einige und ab 2013 alle Tierversuche für die Herstellung von Kosmetika verboten werden sollen.
Dabei hätte das totale Tierversuchs- und Verkaufsverbot schon 1998 in Kraft treten sollen. Seit damals wird das Verbot stets aufs Neue mit der unzureichenden Begründung verschoben, es gäbe nicht genügend Alternativmethoden. “Dieser Mangel ist eindeutig ein Versäumnis, das von der Kommission zu verantworten ist. Deren Auftrag ist es, tierversuchsfreie Verfahren zu forcieren und zu fördern”, erklärt Gerda Matias, Präsidentin des IBT und Initiatorin des Tierschutz-Volksbegehrens”.
Sie kann bei bestem Willen nicht länger Verständnis für die erneute Verschiebung aufbringen. “Schließlich ist gerade im Kosmetikbereich die sofortige Umsetzung des Tierversuchsverbotes ohne Sicherheitseinbußen für den Konsumenten möglich. Es gibt schon heute rund 8000 in der Praxis bewährte Substanzen, auf die sich die Kosmetikindustrie, bis zum Einsatz von tierversuchsfreien Verfahren, stützen kann”, so Gerda Matias weiter.
Die endlose Verschiebung des Tierversuchsverbotes bedeutet vorerst für mindestens weitere 480.000 Tiere Leiden, Schmerzen, Qualen und den unausweichlichen Tod im Versuchslabor.
Rückfragehinweis:
Mag. Romana Rathmanner
Internationaler Bund der Tierversuchsgegner (IBT)
Tel.: +43/1/713 08 23-10, Fax: +43/1/713 08 24,
E-Mail: tierversuchsgegner@chello.at
Siehe dazu auch Tierversuche in der Kosmetikindustrie
Aufrufe: 55






