Erfolgreiche Validierung von fünf Alternativmethoden

Am 27. April 2007 hat der Beratende Wissenschaftliche Ausschuss (ESAC), der sich aus Vertretern aller 25 EU-Mitgliedstaaten zusammensetzt, fünf Alternativmethoden, die vom Europäischen Zentrum zur Validierung alternativer Methoden (ECVAM; eine Einrichtung der EU-Kommission) validiert worden sind, bestätigt und zur Anwendung frei gegeben.

Zwei Tests davon werden künftig völlig den bislang an Kaninchen durchgeführten Draize-Hautreizungstest ersetzen, indem mit künstlicher menschlicher Haut festgestellt wird, inwieweit eine Chemikalie hautreizend ist oder nicht. Bis jetzt wurden etwa 20 000 Kaninchen jährlich für den Hautreizungstest innerhalb der EU verwendet. (Siehe dazu auch die Stellungnahme von ESAC.)

Zwei weitere Tests (an Rinder- oder Pferdeaugen von Schlachttieren etwa) können den Draize-Augenreizungstest, der auch an Kaninchen durchgeführt wird, nur teilweise ersetzen, weil damit lediglich Chemikalien, die zu schwerer Augenreizung führen, identifiziert werden können. Doch ECVAM prüft derzeit acht Tests, inwieweit diese den Augenreizungstest am Kaninchen für die Feststellung leicht reizender Chemikalien ersetzen können. (Siehe dazu auch die Stellungnahme von ESAC.)

Beim fünften validierten Test handelt es sich um kein tierversuchsfreies Verfahren, sondern lediglich um eine neu angelegte Tierversuchsteststrategie zur Erkennung von allergisierenden Stoffen, indem den Versuchstieren die höchste Dosis verabreicht wird, so dass mit dem neuen Haut-Allergietest an Tieren fünfzig Prozent von Versuchstieren, etwa 240 000 Mäuse jährlich, eingespart werden können. (Siehe dazu auch die Stellungnahme von ESAC.)

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